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151 Jahre Jugendgruppe: Von der Jugendwehr zur erfolgreichen Sportjugend

vor 2 Tagen
4 Min. Lesezeit
Foto: SGes. Altenceller Vorstadt v. 1428 e.V.
Foto: SGes. Altenceller Vorstadt v. 1428 e.V.

CELLE. Die Jugendgruppe der Altenceller Vorstadt von 1428 e.V. blickt auf eine bewegte Geschichte zurück – und feierte ihr 151-jähriges Bestehen mit einem abwechslungsreichen Jubiläumswochenende.


151 Jahre Jugend, Gemeinschaft und Schützentradition: Die Jugendgruppe der Altenceller Vorstadt von 1428 e.V. kann auf eine außergewöhnlich lange Geschichte zurückblicken. Was im Jahr 1875 mit der damaligen Jugendwehr begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einer modernen und erfolgreichen Jugendabteilung entwickelt. Heute stehen Gemeinschaft, Spaß und vor allem der sportliche Schießsport im Mittelpunkt.


Anlässlich des 151-jährigen Bestehens wurde gemeinsam mit zahlreichen Gästen, befreundeten Vereinen, ehemaligen Jugendleitern, Unterstützern und natürlich den Jugendlichen selbst gefeiert. Ein festlicher Kommersabend bildete den Auftakt, bevor am folgenden Tag eine große Kinder- und Jugendparty zahlreiche junge Gäste anlockte.


Ein Blick in die offiziellen Festschriften des Vereins zeigt, wie weit die Geschichte der Jugendgruppe zurückreicht. Bereits 1875 ist der erste Jugendkönig der damaligen Jugendwehr verzeichnet. Die Jugendarbeit war zu dieser Zeit allerdings noch stark von den damaligen gesellschaftlichen und vereinsbezogenen Gegebenheiten geprägt. Der Schwerpunkt lag weniger auf dem sportlichen Schießen, wie es heute bekannt ist, sondern vielmehr auf der Ausbildung an der Waffe.


In den folgenden Jahrzehnten veränderte sich die Jugendarbeit ebenso wie der Schießsport selbst. Der sportliche Aspekt gewann zunehmend an Bedeutung und entwickelte sich zu einem wesentlichen Bestandteil der Jugendabteilung.


Auch die Zusammensetzung der Jugendgruppe wandelte sich. Während die Jugendwehr ursprünglich ausschließlich aus Jungen beziehungsweise jungen Männern bestand, öffnete sich die Jugendgruppe im Laufe der Zeit auch für Mädchen. Seit etwa 2005 gehören selbstverständlich auch weibliche Nachwuchsschützinnen zur Jugendabteilung.


Besonders in den vergangenen rund zehn Jahren hat die Jugendgruppe eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Die Zahl der Jugendlichen ist gewachsen und gleichzeitig konnten auch sportlich immer größere Erfolge gefeiert werden. Heute gehören rund 20 Kinder und Jugendliche zur Jugendgruppe.


Einige von ihnen nehmen regelmäßig an Wettkämpfen und Meisterschaften teil und vertreten die Altenceller Vorstadt dabei auf Kreis-, Landes- und sogar Bundesebene.


Zu den besonderen sportlichen Erfolgen zählen unter anderem die zahlreichen hervorragenden Platzierungen von Lukas Kluge bei verschiedenen Wettkämpfen. Auch Michelle Struck konnte die Jugendgruppe und ihren Verein über die Vereinsgrenzen hinaus erfolgreich vertreten. Beim Bundesjugendkönigsschießen 2025 trat sie für Niedersachsen an und erreichte dabei einen hervorragenden zweiten Platz.


Damit zeigt sich eindrucksvoll, wie sehr sich die Jugendgruppe in den vergangenen 151 Jahren verändert hat: Aus der einstigen Jugendwehr ist eine aktive Sportjugend geworden, in der Nachwuchsarbeit, Gemeinschaft und sportlicher Ehrgeiz miteinander verbunden werden.


Den Auftakt des Jubiläumswochenendes bildete der Kommersabend. Dazu waren zahlreiche Wegbegleiter der Jugendgruppe eingeladen. Neben ehemaligen Jugendleitern waren auch Vertreter des Kreisvorstandes des Kreisschützenverbandes, Sponsoren sowie Jugendleiter und Vertreter befreundeter Vereine der Einladung gefolgt.


In verschiedenen Grußworten wurde auf die lange Geschichte der Jugendgruppe, ihre Entwicklung und ihre Bedeutung für den Verein eingegangen. Dabei wurde nicht nur zurückgeblickt, sondern auch die heutige Jugendarbeit gewürdigt.


Ein besonderer Moment des Abends war das ausdrückliche Dankeschön an die Sponsoren und Unterstützer der Jugendgruppe. Sie tragen mit ihrer Unterstützung dazu bei, dass den Kindern und Jugendlichen auch heute ein attraktives und abwechslungsreiches Angebot gemacht werden kann.


Jeder der anwesenden Sponsoren und Unterstützern erhielt persönliche Worte des Dankes sowie eine kleine Aufmerksamkeit. Damit wurde deutlich gemacht, dass erfolgreiche Jugendarbeit nicht allein durch das Engagement der Jugendlichen und ihrer Betreuer möglich ist, sondern auf vielen helfenden Händen und Unterstützern aufbaut.


Nach dem eher festlichen Auftakt stand am nächsten Tag ganz bewusst der Nachwuchs im Mittelpunkt. Zur Kinder- und Jugendparty konnten rund 50 Kinder und Jugendleiter aus verschiedenen befreundeten Jugendgruppen begrüßt werden.


An zahlreichen Stationen konnten die jungen Gäste ihr Können, ihre Geschicklichkeit und ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Dabei wurde eine bunte Mischung aus schießsportlichen Angeboten und Spielen zusammengestellt.


Eine der Stationen war das Lichtschießen, bei dem auch die jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum teil erste Erfahrungen mit dem Schießsport sammeln konnten. Auch das Luftgewehrschießen gehörte zum Programm.


Für zusätzlichen Spaß sorgte eine Nerf-Station. Dabei mussten die Kinder durch verschiedene Löcher in einer Holzplatte zielen, wobei die einzelnen Treffer mit unterschiedlichen Punktzahlen bewertet wurden.


Doch nicht nur der Schießsport stand auf dem Programm. Beim Cornhole waren Geschicklichkeit und ein gutes Händchen gefragt. Darüber hinaus konnten sich die Kinder beim Dosenwerfen, Bogenschießen und an weiteren Stationen ausprobieren. Für die Gäste gab es außerdem Glitzertattoos, die für zusätzliche Freude sorgten.


So war für jeden etwas dabei – unabhängig davon, ob bereits Erfahrung im Schießsport vorhanden war oder die Kinder zum ersten Mal mit einigen der Angebote in Berührung kamen.


Natürlich durfte bei einer solchen Veranstaltung auch die Belohnung nicht fehlen. Für die einzelnen Mannschaften wurden Preise vergeben. Auch die fünf besten Einzelteilnehmer durften sich über eine besondere Überraschung freuen. Niemand ging dabei leer aus.


Als besonderer Preis wartete auf die Einzelgewinner jeweils ein Döner-Gutschein von Hatis Döner. Die Freude darüber war entsprechend groß.


Neben den vielen Aktionen kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Mit Kanapees, Kuchen, selbstgemachter Zuckerwatte und frisch gebackenen Waffeln war für die kleinen und großen Gäste bestens gesorgt. Vor allem die Zuckerwatte entwickelte sich schnell zu einem besonderen Highlight der Veranstaltung.


Nachdem die offizielle Kinderparty beendet war, war das Jubiläumswochenende noch lange nicht vorbei. Am Abend kamen Mitglieder und Jugendliche des Vereins noch einmal in geselliger Runde zusammen.


Bei einem gemeinsamen Grillen, Lustigen Spielen und vielen Gesprächen wurde der Tag gemütlich ausklingen gelassen. Dabei blieb vor allem eines im Mittelpunkt: die Gemeinschaft.


Denn genau diese Gemeinschaft ist es, die eine Jugendgruppe über viele Generationen hinweg trägt.


151 Jahre Jugendgruppen-Geschichte bedeuten nicht nur einen Blick zurück auf vergangene Zeiten. Sie zeigen vor allem, wie sich eine Gemeinschaft verändern und dennoch ihre Wurzeln bewahren kann.


Von der Jugendwehr des Jahres 1875 bis zur heutigen Jugendgruppe mit rund 20 Kindern und Jugendlichen war es ein langer Weg. Aus der ursprünglichen Ausbildung entwickelte sich ein moderner Sportbetrieb, Mädchen und Jungen gehören selbstverständlich gleichermaßen dazu und junge Schützinnen und Schützen messen sich heute erfolgreich auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.


Das Jubiläumswochenende hat dabei eindrucksvoll gezeigt, dass neben sportlichen Erfolgen vor allem eines zählt: miteinander Zeit zu verbringen, gemeinsam etwas zu erleben und den Nachwuchs für den Verein und den Schießsport zu begeistern.


Ein besonderer Dank gilt daher Jugendleiterin Kimberlyn Engel und allen Helferinnen und Helfern, die das Jubiläumswochenende mit viel Engagement vorbereitet und durchgeführt haben. Ebenso gilt der Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Jugendgruppe sowie den Sponsoren, die die Jugendarbeit begleiten und fördern.


Denn ohne dieses ehrenamtliche Engagement und die Unterstützung vieler Beteiligter wäre eine lebendige Jugendarbeit, wie sie die Altenceller Vorstadt heute erleben darf, nicht möglich.


151 Jahre sind damit Geschichte – aber ganz sicher noch nicht das letzte Kapitel.


Text: SGes. Altenceller Vorstadt v. 1428 e.V.

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