1,7 Millionen Bilanzgewinn: Volksbank auch im Geschäftsjahr 2025 mit gutem Ergebnis
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CELLE. Als Genossenschaftsbank konzentriert sich die Volksbank Südheide – Isenhagener Land - Altmark auf die Menschen und den gewerblichen Mittelstand in ihren Regionen. Dennoch nehmen politische und wirtschaftliche Krisen zunehmend Einfluss auf das Unternehmen, seine Mitglieder und Kunden. Umso zufriedener ist man deshalb, ein erneut gutes Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren zu können.
Im nahezu vollbesetzten großen Saal der Congress Union Celle begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dreblow die Vertreter und Gäste der diesjährigen Vertreterversammlung der Volksbank eG Südheide – Isenhagener Land – Altmark, nachdem die letzte Vertreterversammlung in der Stadthalle Wittingen durchgeführt wurde. Wie Klaus Dreblow den Anwesenden vorstellte, werde man zukünftig im turnusmäßigen Wechsel jeweils zwei Jahre nacheinander in Celle und ein Jahr in Wittingen die Versammlungen abhalten. Aufgrund der großen räumlichen Ausdehnung des Geschäftsgebietes komme man so allen berechtigten Interessen der Mitglieder und Vertreter entgegen, zumal der Rhythmus auch ziemlich genau die Mengenverhältnisse der Mitglieder in den verschiedenen Regionen widerspiegele.

Nach seiner kurzen Einleitung übergab Dreblow zunächst für den Bericht des Vorstands das Wort an den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank, Frank Bonin. „Auch im Jahr 2025 ist um uns herum vieles passiert, das uns einmal mehr intensiv gefordert hat. Trotz des weiterhin schwierigen Umfelds ist unsere Volksbank auf Kurs geblieben und wir konnten unser Wachstum fortsetzen“, brachte Bonin es eingangs schnell auf den Punkt.
Bevor er ins Detail ging, umriss Frank Bonin zunächst noch einmal die wichtigsten Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025. Die ausgebliebene Wirtschaftswende, anhaltend schlechte Stimmung in vielen Branchen, weiter steigende Kosten und viel zu viel Bürokratie seien Zeichen für ein Deutschland im Dauerkrisenmodus. Hinzu kämen sinkende Exporte, eine hartnäckige Inflation, der Verlust von 120.000-124.000 Industriearbeitsplätzen und eine steil ansteigende Staatsverschuldung, die die Wirtschaft aktuell und nun auch zukünftig immer mehr belasteten. 2025 habe sich die Rezession faktisch fortgesetzt.
„Das betreute Kundenwertvolumen ist weiter angewachsen und hat die Marke von 4,5 Milliarden Euro deutlich übersprungen.“
„Vor diesem Hintergrund können wir sehr stolz darauf sein, was wir in unseren Regionen einmal mehr erreicht haben“, leitete Bonin über, um nun in die Details zur Entwicklung der Volksbank zu kommen. In allen wichtigen Kennzahlen habe die Volksbank ihr Wachstum fortsetzen können. „Das betreute Kundenwertvolumen, also die Summe aller bilanziellen und außerbilanziellen Einlagen und Kredite unserer Kunden ist weiter angewachsen und hat die Marke von 4,5 Milliarden Euro deutlich übersprungen.“ Dieses Wachstum spiegele die hohe Beratungsqualität und die Zufriedenheit der Volksbankkunden direkt wider.
„Auch unsere wichtigste Aufgabe als verlässlicher Finanzierer haben wir erneut erfüllt“, wiederholt Frank Bonin eines seiner Statements, die er bereits in den Vorjahren betont hatte. Im Kreditgeschäft als Wachstumsmotor habe die Volksbank trotz erheblicher Tilgungsrückflüsse das Volumen weiter steigern können und damit auch die heimische Wirtschaft bei vielen Projekten unterstützt.
Private und gewerbliche Kunden
„Das Kreditportfolio ist dabei fast hälftig zwischen privaten und gewerblichen Krediten aufgeteilt. Auch die Branchenaufteilung der gewerblichen Kredite ist weiterhin granular. Die größten Branchenposten sind nach wie vor der Immobiliensektor sowie die Land- und Energiewirtschaft“, fasst Bonin zusammen. Dabei lege die Bank Wert darauf, bestehende Limite und Qualitätsanforderungen im Kreditgeschäft unverändert zu lassen und verfolge weiterhin ihre konservative Risikostrategie. Andererseits sei der Volksbank aber zum Beispiel auch der Spagat der Landwirtschaft zwischen problematischen Erzeugerpreisen und stark steigenden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffkosten klar. „Sprechen Sie uns an, bisher haben wir immer eine Lösung finden können.“ Das sei umso wichtiger, wenn man bedenke, dass in Deutschland die Insolvenzen insgesamt den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht hätten.
Kundeninteresse im Fokus
Im Einlagenbereich gelte nach wie vor die Prämisse, die Bank berate ausschließlich mit Blick auf das Kundeninteresse und nicht – wie manch anderer – auf die Bankbilanz. Daher werde je nach Erwartung und Wunsch des Kunden die passende Anlageform – von einer klassischen Bankanlage über Fonds bis hin zu Speziallösungen – angeboten. Bei den bilanziellen Kundeneinlagen sei ein leichtes Wachstum zu verzeichnen, aufgrund gestiegener Zinsen bedeute dies aber natürlich auch einen deutlich wachsenden Zinsaufwand für die Volksbank.

Auf der Ertragsseite der Bank vollziehen die Dienstleistungserträge aus dem Vermittlungsgeschäft weiterhin eher eine Seitwärtsbewegung, da hier auch kurzfristigere Trends eine Rolle spielten, wohingegen die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und damit verbundenen Bereichen wie schon in den letzten Jahren aufgrund höherer Umsätze in diesem Bereich langsam aber stetig angestiegen seien. Insgesamt zeige sich das Betriebsergebnis aus dem Prüfungsbericht nach wie vor positiv und liege weiterhin über dem Durchschnitt vergleichbarer Banken.
KundenDialogCenter wickelt täglich 600 Anrufe ab
Grundsätzlich müsse die Volksbank ihre Ertragsstruktur – auch im Sinne der Bankenaufsicht – um zusätzliche Geschäftsfelder erweitern. „Das haben wir getan und sind damit in den letzten Jahren auf einem guten Weg“, berichtet Bonin weiter. Der bankeigene Versicherungs-Makler für Firmenkunden mit rund 500 angeschlossenen Versicherern sei ein Erfolgsbeispiel und würde gut angenommen.
Den direkten Draht zu den Kunden halte die Bank nicht nur mit ihrem Filialnetz, sondern auch im direkten Austausch bei vielen unterschiedlichen Gelegenheiten vor Ort. Ein Beispiel seien die vielen Kundenveranstaltungen zu Themen wie Generationenberatung, Onlinebanking oder Immobilien, die in allen Regionen durchgeführt würden. Dazu komme das KundenDialogCenter, das inzwischen zur größten Filiale geworden sei. Das Team um die Leiterin Susanne Brand wickle knapp 600 Anrufe täglich ab, sei 50 Stunden pro Woche erreichbar und biete alle Dienstleistungen einer herkömmlichen Filiale – mit Ausnahme von Bargeld – direkt und bequem per Telefon an. Zwei Drittel aller Anrufe können innerhalb von 30 Sekunden beantwortet werden.
„Seit letztem Jahr betreiben wir in Diesdorf und Beetzendorf mit der Sparkasse Altmark West zwei gemeinsame personalbesetzte Filialen.“
Weiter berichtete Frank Bonin von den ausgebauten Kooperationen im gesamten Geschäftsgebiet. „Seit letztem Jahr betreiben wir in Diesdorf und Beetzendorf mit der Sparkasse Altmark West zwei gemeinsame personalbesetzte Filialen, die wechselseitig als Volksbank oder Sparkasse geöffnet sind“, sagt Bonin. In Beetzendorf werde dafür das Volksbank-Gebäude genutzt, wo montags die Sparkasse anwesend sei und dienstags bis freitags die Volksbank. In Diesdorf ist die Zusammenarbeit genau umgekehrt gestaltet. Das SB-Angebot stehe den Kunden beider Institute kostenfrei zur Verfügung.
„Solche Kooperationen sind ein Weg, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, der natürlich auch uns trifft“, sagt Frank Bonin. „Dank großer Anstrengungen und engagierter Mitarbeiter sei es 2025 außerdem gelungen, die angespannte Personalsituation in einigen Geschäftsstellen etwas verbessern zu können.“ Darüber hinaus biete die Volksbank ihren Mitarbeitern inzwischen eine Vielzahl von Vorteilen wie steuerbegünstigtes Bike-Leasing, kostenlose Versicherungen oder die Übernahme von Kita-Kosten in Höhe von bis zu 250 Euro im Monat an.
Volksbank zahlt 4 Millionen Euro Gewerbesteuer
„In einem schwierigen Umfeld führen wir unsere Volksbank gut durch jedes Jahr“, schließt Frank Bonin seinen Bericht. „Für unsere privaten und gewerblichen Kunden bleiben wir der verlässliche Partner in allen Finanzfragen und in Krisenzeiten mehr denn je, dank Stabilität, Fairness und Vertrauenswürdigkeit.“ Zudem sei die Volksbank für die Regionen ein starker Auftraggeber, Investor, Arbeitgeber und Steuerzahler – für das Jahr 2025 liege die Gewerbesteuer bei rund 4 Millionen Euro, über die sich die Kämmerer der Kommunen sehr freuen dürften. „Alle Groß- und Internetbanken hingegen zahlen in unseren Regionen keinen einzigen Euro“. Der Bilanzgewinn von rund 1,71 Millionen Euro helfe dabei, die Rücklagen zu stärken und die Bank damit auch für die Herausforderungen der Zukunft gut auszurüsten.
Aufsichtsratsmitglieder scheiden aus Amt
Im Anschluss verlas Klaus Dreblow den Bericht des Aufsichtsrates und lies die Vertreter über die Feststellung des Jahresabschlusses abstimmen, welche einstimmig genehmigt wurde. Ebenso wurde die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 5 Prozent durch die Vertreterversammlung beschlossen.
Vorstand und Aufsichtsrat wurden danach von der Vertreterversammlung geschlossen entlastet und auch die Wahlen zum Aufsichtsrat verliefen ohne Gegenstimmen. Mit Mirko Grethen und Andreas Weiss wurden zwei der vier turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. Peter Groepler konnte wegen Erreichens der satzungsgemäßen Altersgrenze nicht wiedergewählt werden und Hermann Meine verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Die beiden scheidenden Aufsichtsratsmitglieder wurden von der Versammlung für ihre jahrelange Arbeit geehrt.
Auch die weiteren Tagesordnungspunkte, einige Satzungsänderungen sowie die Wahlen zum Wahlausschuss fanden die einstimmige Zustimmung der Vertreter und waren schnell abgeschlossen. Die Vertreterversammlung endete wie gewohnt mit einem gemeinsamen Essen und vielen angeregten Gesprächen.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
| 31.12.2025 | VJ |
Betr. Kundenwertvolumen | 4.532,5 Mio € | 4.304,4 Mio € |
Bilanzsumme | 2.151,2 Mio € | 2.119,3 Mio € |
Bil. Kundenkredite | 1.614,6 Mio € | 1.581,3 Mio € |
Bil. Kundeneinlagen | 1.476,2 Mio € | 1.450,7 Mio € |
Jahresüberschuss | 4,13 Mio € | 4,21 Mio € |
Bilanzgewinn | 1,71 Mio € | 1,78 Mio € |
Text: Volksbank Südheide


















