„Zwischen Anpassung und Widerständigkeit“ – Lesung zu queerer Sichtbarkeit in der Literatur

Aktualisiert: 29. Aug.


Fotos: Prisma Queer Migrants

CELLE. Drei Autoren der Gruppe PRISMA QUEER MIGRANTS aus Hannover lesen am 02. September um 19.00 Uhr im neuen FORUM des Residenzmuseums Texte über queere, postmigrantische Figuren. Gemeinsam fragen sie: Welche Geschichten fehlen in der deutschsprachigen Literaturlandschaft? Und welche politische Kraft steckt im queeren Erzählen?


Gesellschaftliche Teilhabe werde fast automatisch die Frage nach Zugängen und Macht auf. Nicht alle Gruppen unserer Gesellschaft bekämen die gleichen Möglichkeiten, Teilhabe auszuüben. Jenseits dieser Machtverhältnisse kann Literatur Gegenmodelle entwerfen und sowohl Lücken als auch Potentiale unserer Gesellschaft sichtbar machen. Wie das gelingen können, wollen die Texte von Coco Yildiz, Kadir Özdemir und Armin Wühle zeigen. „Zwischen Anpassung und Widerständigkeit: Queere Sichtbarkeit in der Literatur“ haben sie ihre Lesung genannt, denn ihre Figuren sind queer, postmigrantisch und widersetzen sich einfachen Zuschreibungen.


Die drei Autoren besprechen, welche Geschichten in der deutschsprachigen Literaturlandschaft mehr Raum verdienen und machen die Potentiale vielfältigerer Blickwinkel deutlich. Sie stellen queere Figuren, Lebenswelten und Erfahrungen in den Mittelpunkt ihrer Texte und erkunden die politische Kraft, die im queeren Erzählen liegt. Dabei sind ihre Charaktere nachvollziehbar, alltäglich und doch eindrücklich: sie verlieben sich, trauern, überleben und nehmen uns mit auf ihrer Suche nach sich selbst.


PRISMA QUEER MIGRANTS ist ein Kollektiv aus queeren People of Color, Queers, die Rassismuserfahrungen machen oder einen familiären Migrationskontext haben. Sie engagieren sich für die Sichtbarmachung der Erfahrungen queerer People of Color, für die Anerkennung der Verwobenheit unterschiedlicher Diskriminierungsstrukturen und für ein diskriminierungsarmes Miteinander.


Die Lesung findet im Rahmen der Sonderausstellung „metamorphosen in miniatur – fine queer art in gold und silber“ statt. Darin werden anhand von queeren Miniaturfiguren unkonventionelle Perspektiven auf Gesellschaft und menschliches Miteinander eröffnet. Veranstaltungsort ist das neugeschaffene FORUM in der neuen Dauerausstellung „Herrschaft und Landschaft – Macht und Teilhabe“. Die Lesung verknüpft die zentralen Themen beider Ausstellungen und verdeutlicht Zusammenhänge von Queerness und Teilhabe.

Sonderausstellung und Begleitprogramm werden gefördert durch die Sparkasse Celle – Gifhorn – Wolfsburg und durch Soroptimist International, Club Celle.

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