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Yacht-Club Celle: Abfahren auf der Aller und Sorge um die Zukunft

vor 15 Stunden
2 Min. Lesezeit
Yacht-Club Celle
Foto: Yacht-Club Celle

CELLE. Sonne, leichter Morgennebel über dem Wasser und eine bunte Mischung aus kleinen und größeren Booten: Besser hätte sich der Oktober für das traditionelle Abfahren des Yacht-Clubs Celle kaum präsentieren können. Mit dem Strom ging es am Samstag gemächlich vom Celler Hafen allerabwärts in Richtung Oldau.


Dabei zeigte sich einmal mehr, was den Wassersport auf der Aller ausmacht. Jugendliche waren ebenso dabei wie langjährige Vereinsmitglieder, Schlauchboote fuhren gemeinsam mit Motorbooten und unterwegs wurde aufeinander geachtet und unterstützt. Alt und Jung gemeinsam auf dem Wasser.


ein Kind in einem Schlauchboot auf dem Wasser
Foto: Yacht-Club Celle

Trotz des derzeit niedrigen Wasserstandes und der bekannten Engstellen erreichten alle gestarteten Boote sicher ihr Etappenziel. Größere Boote mit entsprechendem Tiefgang mussten allerdings im Celler Hafen bleiben.


Zum gemeinsamen Grillen kamen später über 50 Mitglieder und Freunde im Celler Hafen zusammen. Menschen unterschiedlicher Generationen saßen beisammen, tauschten sich aus und ließen einen besonderen Tag auf und an der Aller ausklingen.


Die Freude am Wassersport erhalten


Gerade ein Tag wie dieser macht für den Yacht-Club Celle deutlich, warum die zukünftige Entwicklung der Aller von großer Bedeutung ist. Der Verein beteiligt sich deshalb aktiv am Projekt „Aller.Zukunft“ und hat bereits viel Zeit in den Austausch und die gemeinsame Arbeit investiert.


Doch was wird passieren, wenn die im Zielpapier der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) zum Projekt „Aller.Zukunft“ beschriebenen Überlegungen zur zukünftigen Unterhaltung der Bundeswasserstraße Aller umgesetzt werden? Dort ist unter anderem von einer möglichen Verfüllung von Schleusenkammern und einem Rückbau von Wehranlagen die Rede.


Wird die Aller eines Tages nur noch ein Rinnsal sein? Welche Auswirkungen hätten solche Veränderungen auf den Wasserhaushalt, den Hochwasserschutz und die Flusslandschaft in Zeiten des Klimawandels? Wird die beliebte Naherholung auf dem Wasser weiterhin in ihrer heutigen Vielfalt möglich sein? Und was passiert mit dem schönen Celler Hafen, wenn die motorisierte Schifffahrt zunehmend eingeschränkt wird?


Diese Fragen beschäftigen die Wassersportler derzeit und zeigen, wie wichtig es ist, die zukünftige Entwicklung der Aller ganzheitlich zu betrachten.


Yacht-Club setzt sich für den Erhalt der Aller ein


Im Verein ist man sich einig: Wir setzen uns weiterhin für die Zukunft der Aller ein, für ihren Erhalt als Bundeswasserstraße mit funktionsfähigen Schleusen und einer Infrastruktur, die allen Wassersportlern gerecht wird – motorisiert ebenso wie muskelbetrieben.


Denn eines steht für den Yacht-Club Celle fest: Die Aller ist weit mehr als eine Wasserstraße. Sie ist ein Stück Heimat, ein Ort der Begegnung und gelebter Gemeinschaft. Und dafür lohnt es sich, auch in Zukunft gemeinsam einzustehen ganz nach unserem Motto: „Wassersport – Familie – Freizeit“.


TEXT: Yacht-Club Celle


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