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Winser Integrationsbüro führt Workshop mit Flüchtlingen durch



Samil Attai, Könül Ibrahimova und Prof. Dr. Blaise Feret Pokos. Foto: Gemeinde Winsen (Aller)“


WINSEN. Hilfe bei der beruflichen Orientierung: Am Freitag, dem 26.04.2024 führte das Integrations- und Migrationsbüro der Gemeinde Winsen (Aller) einen Workshop für 25 Flüchtlinge aus Afrika durch. Unter dem Titel „Stärken erkennen, Perspektiven eröffnen“ erhielten die jungen Männer Informationen und Tipps, wie sie sich in den Arbeitsmarkt integrieren können. Prof. Dr. Blaise Feret Pokos, der den Workshop leitete, setzte den Fokus speziell darauf, wie die Teilnehmer ihre eigenen Fähigkeiten und die Möglichkeiten, die sich ihnen in Deutschland bieten, nutzen können.


Nach einer Vorstellungsrunde äußerten die Teilnehmenden ihre Erwartungen an den Workshop. Anschließend verdeutlichte Prof. Feret Pokos anhand einer Übung, die sich des Anti-Bias-Ansatzes („Ein Schritt vor“) bediente, wie gesellschaftliche Möglichkeitsräume mit der Berufswahl zusammenhängen. Diese Übung vermittelte den jungen Männern visuell, dass die Beherrschung der deutschen Sprache der Schlüssel zur beruflichen Integration ist, und wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit dem Thema Berufsorientierung zu beschäftigen, um eine gute Wahl treffen zu können.

Die nächste Übung zielte darauf ab, die Berufswahl zu vereinfachen. Viele junge Menschen können ihre Optionen nicht einschätzen, weil sie die eigenen Stärken und Schwächen nicht zu analysieren vermögen. Indem sie sich mit zwei Fragen beschäftigten – „Was möchtest du nicht machen?“ und „Was möchtest du in Zukunft machen?“ –, übten sich die Teilnehmer darin, ihre Ideen zu präzisieren und den anderen vorzustellen.


Im Rahmen des Workshops wurde eine kollegiale Berufsberatung durchgeführt: Jeder der jungen Männer sollte am Ende des Workshops mit einer konkreten Vorstellung davon nach Hause gehen, welcher Beruf zu ihm passt und wie seine nächsten Schritte aussehen könnten. Deshalb sollte man der Gruppe gegenüber erläutern, warum man einige Tätigkeitsfelder ausgeschlossen hatte, warum man sich für einen bestimmten Beruf entschieden hatte und wie realistisch diese Wahl in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten war. Die Teilnehmenden erhielten ein Feedback vom Moderator und den übrigen Zuhörern.


Der Workshop konnte dank einer Kooperation mit dem Niedersächsischen Studieninstitut stattfinden, die Könül Ibrahimova, Integrations- und Migrationsbeauftragte der Gemeinde, als äußerst fruchtbar empfand: „Ich freue mich sehr über diese Unterstützung, die solche Projekte mit jungen Menschen erst ermöglicht. Unsere Bemühungen um die Förderung der Integration in der Kommune profitieren sehr davon.“ An der Organisation des Workshops maßgeblich beteiligt war auch Herr Samil Attai, der derzeit eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Winsen (Aller) durchläuft. Frau Ibrahimova war es ein wichtiges Anliegen, dem Auszubildenden die Erfahrungen aus der aktiven Vorbereitung und Begleitung des Workshops zu vermitteln. Herr Attai zeigte sich sehr zufrieden mit den gewonnenen Eindrücken: „Ich sehe die erheblichen Vorteile, die ein solcher Workshop für die Gemeinde Winsen (Aller) haben kann. Er bewirkt Großes, weil er Menschen dabei hilft, vernünftig in dieser Gesellschaft Fuß zu fassen. Deshalb freue ich mich darauf, auch an weiteren Projekten mit unserer Integrationsbeauftragten und dem NSI beteiligt zu sein.“


Text: Lukas Mücke, Leitung Öffentlichkeitsarbeit, Bücherei und Archiv

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