Was tun bei Mardern und Waschbären im Garten? Bürger sollen Klarheit bekommen
- Stefan Kübler
- 1. Juli
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Es raschelt im Garten, es poltert auf dem Dach – Anwohnerinnen und Anwohner im Celler Stadtteil Hehlentor sind offenbar verstärkt genervt von nächtlichen Besuchen von Mardern, Waschbären und Co. Laut Ortsrat komme es immer häufiger zu diesen Begegnungen der besonderen Art. Die Menschen würden gerne etwas gegen die Wildtiere unternehmen, wüssten aber nicht, was erlaubt sei. Um Klarheit zu schaffen, hat die CDU-Fraktion im Ortsrat Hehlentor eine entsprechende Anfrage an die Celler Stadtverwaltung gestellt.
„Viele wissen nicht, welche Möglichkeiten sie überhaupt haben, wenn geschützte Tiere Schäden verursachen.“
Die meisten Beschwerden in Hehlentor würden laut CDU-Fraktion aus den Wohngebieten rund um Luhmannweg, Kreuzgarten, Weingarten, Rhegiusstraße und Petersburgstraße kommen. „Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich mit ihren Sorgen häufig allein gelassen“, erklärt der stellvertretende Ortsbürgermeister Michael Poerschke. „Viele wissen nicht, welche Möglichkeiten sie überhaupt haben, wenn geschützte Tiere Schäden verursachen oder die Lebensqualität beeinträchtigen.“ Unsicherheit entstehe, weil die betroffenen Tierarten oft unter Schutz stünden. Die Anwohnenden wüssten nicht, welche Maßnahmen erlaubt sind und ob Unterstützung möglich sei.
Frage nach Hilfsangeboten und Konzepten
Die Anfrage soll nun Klarheit schaffen. Die Stadtverwaltung ist gebeten worden darzulegen, welche Tierarten im Hehlentor bekannt sind, welche Möglichkeiten beim Umgang mit den Tieren erlaubt sind und welche Hilfsangebote in Anspruch genommen werden können. Außerdem wurde gefragt, ob es bereits Konzepte oder Planungen zum Umgang mit der zunehmenden Population geschützter Wildtiere in Wohngebieten gibt.
„Artenschutz und die berechtigten Interessen der Anwohnerschaft dürfen kein Widerspruch sein.“
Laut CDU-Fraktion soll durch die Anfrage eine sachliche Diskussion entstehen, bei der sowohl der Schutz der Tiere als auch die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt werden. „Artenschutz und die berechtigten Interessen der Anwohnerschaft dürfen kein Widerspruch sein“, sagt Ortsbürgermeisterin Marianne Schiano. „Wir möchten wissen, welche Lösungen möglich sind und wie die Menschen vor Ort besser unterstützt werden können.“
Möglicherweise für gesamtes Stadtgebiet interessant
Laut Marianne Schiano hat die Stadtverwaltung bei der jüngsten Ortsratssitzung ausführlich auf die Anfrage reagiert. Gemeinsam mit den Stadtjägern sei man an der Sache dran, heißt es. Möglicherweise betreffe das Thema auch andere Stadtteile.














