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Warum nutzen Erwachsene den öffentlichen Nahverkehr nicht?


Reinhard Rohde Kreistagssitzung
Foto: Peter Müller

CELLE. „Wir befördern Tausende von Schülern mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aber uns gelingt es nicht, die Erwachsenen zur Arbeit zu bringen“, konstatierte Reinhard Rohde in der gestrigen Sitzung des Kreistages. Mit welchen Maßnahmen und Änderungen am derzeitigen Angebot kann der Umstieg aufs Fahrrad oder den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver gemacht werden? „Wir erfahren dies am besten von den Menschen, die es betrifft“, sagte er als Vertreter der Gruppe für Fortschritt und Klima.


Das Bunte Bündnis regte an, der Landkreis möge eine Mobilitätsanalyse hinsichtlich der Frage, welche Verkehrsmittel die Beschäftigten der Kreisverwaltung für den Weg zur Arbeit nutzen, erarbeiten. „Die Mobilitätswende stellt uns vor eine große Herausforderung. Denn diese Wende kann nicht darin bestehen, einfach Verbrennungsmotoren durch CO2-freie Antriebe zu ersetzen. Wir müssen möglichst vielen Menschen den Umstieg auf den ÖPNV oder das Fahrrad ermöglichen. Und das nicht irgendwann, sondern in diesem Jahrzehnt. Und ja – wir wissen, dass das bei uns schwerer ist als in städtischen Ballungsgebieten“, legte der Kommunalpolitiker als Begründung dar.


Man meine im Allgemeinen zu wissen, weshalb die öffentlichen Verkehrsmittel nicht genutzt würden – längere Fahrtzeiten oder höhere Kosten. „Aber genau wissen wir es eben nicht.“ Die Kreisverwaltung sei ein großer Betrieb und biete gewissermaßen die Chance, „bei uns selbst anzufangen“. Vor allem der Berufsverkehr solle in den Blick genommen werden.


Die Einbringung wurde zunächst an den Ausschuss für Klimaschutz und Mobilität verwiesen. „Wir wünschen uns, dass die Verwaltung bis zur Behandlung in diesem Gremium schon ermittelt hat, ob eine solche Mobilitätsanalyse ohne Unterstützung von außen durchgeführt werden kann oder ob ein externes Büro eingeschaltet werden muss“, bat Rohde und setzte an den Schluss seiner Ausführungen:


„In einem sind wir uns ja einig: Es kann beim nächsten Nahverkehrsplan nicht darum gehen, mehr Busse leer oder halbleer durch die Gegend fahren zu lassen. Vielmehr muss es darum gehen, mit gezielten Maßnahmen Potentiale auszuschöpfen und an tatsächlichen Bedürfnissen ausgerichtete Angebote zu machen.“

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