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Volksbank SILA trotz schwierigen Umfelds auf Kurs


Foto: Peter Müller


CELLE. „Eine Krise jagt die nächste“, sagt Frank Bonin, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Südheide – Isenhagener Land – Altmark am Mittag im diesjährigen Bilanz-Pressegespräch, „das hatten wir auch in etwa so vorhergesagt, als wir hier im letzten Jahr zusammengesessen haben. Auf viele Entwicklungen hatten wir uns als Bank bereits eingestellt und entsprechend vorgesorgt. Deshalb konnten wir uns gut auf unsere Kunden konzentrieren und haben damit unseren Beratungsauftrag als regionale Bank erneut erfüllt.“


Darin sehe der Vorstand der Volksbank einen der wichtigsten Unterschiede gegenüber anonymen Internet- und Großbanken, denen der direkte, regionale Kontakt eben naturgemäß nicht in der Form am Herzen liegen könne. „Diesem Anspruch stellen wir uns mit engagierten Mitarbeitern und persönlicher Beratung in der Bank, per Video, am Telefon, im Internet oder beim Kunden. Nach wie vor suchen wir übrigens weitere Mitarbeiter, zum Beispiel für unser weiterwachsendes Firmen- und Individualkundengeschäft. Aber auch Geschäftsstellenleiter und Kundenberater, die ganzheitlich betreuen wollen, sind herzlich willkommen. Wer leistungsbereit und veränderungswillig ist, wird immer beste Chancen haben, mit interessanten Aufgabenstellungen und einem sicheren Arbeitsplatz an der erfolgreichen Weiterentwicklung der Bank teilzuhaben.“


Die Volksbank hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 erneut ein solides Geschäftsergebnis erzielen können. „Wir haben unser Ziel erreicht, das betreute Kundenwertvolumen hat die Marke von 4 Milliarden Euro überschritten. Das ist ein starker Indikator für unsere Beratungsqualität insgesamt“, erklärt Bonin selbstbewusst. Diese Summe aller bilanziellen und außerbilanziellen Anlagen und Krediten der Volksbankkunden sei um 165,1 Millionen Euro oder 4,2 Prozent gewachsen. Die Bilanzsumme sei im gleichen Zeitraum mit einem Plus von fast 100 Millionen Euro oder mehr als 5 Prozent angestiegen und habe damit die Marke von 2 Milliarden Euro überschritten.


„Auch für uns als Bank gilt: Der Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft. Und wir haben unsere Aufgabe als Kreditversorger in der Region wieder erfüllt“, sagt der Vorstandsvorsitzende mit Blick auf die Entwicklung des Kreditgeschäftes, das erneut die treibende Kraft des Bilanzwachstums war. „Die Steigerung um 59 Millionen Euro oder 4,2 Prozent trotz des wirtschaftlichen Umfelds zeigt deutlich, dass der Begriff ‚Kreditklemme‘ unseren Kunden höchstens aus den Medien bekannt ist.“

Die Säulen dieser Entwicklung waren insbesondere im ersten Halbjahr einmal mehr Investitionen im gewerblichen Immobilienbereich und in der Landwirtschaft sowie andere Gewerbeinvestitionen. Auch die eigenen vier Wände im privaten Umfeld seien weiter ein großes Thema, wenn auch mit langsam abflauendem Schwung. „Die im Laufe des Jahres anziehende Zinskurve hat sicherlich dazu beigetragen, dass es im privaten Wohnungsbau die eine oder andere Entscheidung weniger gegeben habe – speziell im Bereich Neubau und Kauf wuchs die Zurückhaltung. Gerade deshalb kommt es nun auf kompetente Beratung, tragfähige Konzepte und langfristige Sicherheit für unsere Kunden an. Unsere dezentrale Kompetenzstruktur mit kurzen und schnellen Entscheidungswegen sowie unsere regionale Kenntnis und eben die mobilen Berater geben letztlich den Ausschlag dafür, dass sich Kunden für uns entscheiden und auch oft weiterempfehlen.“


Besonderen Wert lege die Volksbank auf die Tatsache, dass es sich beim Kreditwachstum durchgehend um beste Qualität handelt – was gleichbedeutend mit guter Beratung und gleichzeitig der oben beschriebenen Sicherheit für die Kunden sei. Bonin legt Wert darauf: „Wir schließen – ganz anders als viele Groß- und Internetbanken – den stillen Handel von Krediten und Sicherheiten in und außerhalb Europas vertraglich nach wie vor aus. Denn die Aufteilung der privaten und gewerblichen Kreditmittel ist bei uns von Natur aus sehr ausgewogen.“


Bei den gewerblichen Krediten gäbe es eine breite Branchenstreuung ohne Klumpenrisiken. Jeder zehnte Euro Kreditmittel sei bei der Volksbank in der Landwirtschaft zu finden, ergänzt Vorstandsmitglied Patrick Lieb. „Das steckt schon in unserer genossenschaftlichen DNA. Dass wir vor einigen Jahren unser ‚KompetenzCenter Agrar‘ als Spezialistenteam mit Leitung durch Christian Stucke eingesetzt haben, hat sich bewährt. Unsere hochqualifizierten Landwirtschaftsberater sind entweder auf einem elterlichen Hof groß geworden oder betreiben sogar heute noch einen eigenen Hof in der Region. Alle haben das Thema also mit der Muttermilch aufgesogen, mehr Fachkenntnis geht da fast gar nicht.“


Ähnliches gelte für die Privatkunden, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchten – auch hier erfolgt die Betreuung durch Spezialisten der Volksbank mit besonderer Kompetenz im Bereich der privaten Baufinanzierung. „Unser Team der Baufinanzierungsberater ist im gesamten Geschäftsgebiet unterwegs und hilft Kunden bei Immobilienwünschen“, lobt Bonin die mobilen Berater. „Durch Zusatzqualifikationen bilden wir die Mitarbeiter laufend fort, um unseren Kunden weitere Serviceleistungen zu bieten. So sind alle Baufinanzierungsspezialisten im vergangenen Jahr zu zertifizierten Modernisierungs- und Fördermittelberatern ausgebildet worden. Das ist es doch, worauf es heute ankommt.“


Bei der Geldanlage setze die Volksbank weiter auf ihre solide, auf Beratungsqualität ausgerichtete Strategie. „Gerade in diesen bewegten Zeiten ist es umso wichtiger, dass wir als Anbieter sicherer Kapitalanlagen für unsere Anlagekunden zur Verfügung stehen“, sagt Bonin. „Als regionale Bank zocken wir nicht an internationalen Märkten. Das Geld, das uns unsere Kunden zur Anlage anvertrauen, geben wir als Kreditmittel in die Region zurück.“


Die Entwicklung der Kapitalmärkte im vergangenen Jahr war vor allem von den schwierigen, krisengetriebenen Verwerfungen gekennzeichnet. Dennoch verlief die Entwicklung der Kundendepots mit einzelverwahrten Papieren als auch der bei der Union Investment verwahrten Fondsanlagen insgesamt deutlich besser als der Markt. „Wichtig für unsere Kunden ist es, auch in diesen bewegten Zeiten Ruhe zu bewahren und überlegt zu handeln. Wertpapieranlagen sind langfristig orientiert und Phasen mit Rückgängen kann es immer geben“, erläutert Bonin. „Mit einer guten Anlagestruktur wird man langfristig immer mehr Ertrag erwirtschaften als in der Tagesgeldfalle.“


Die bilanziellen Kundeneinlagen habe die Volksbank um 62,7 Millionen Euro oder 4,3 Prozent ausweiten können. Insgesamt betreuten die Kundenberater der Volksbank mehr als 1,5 Milliarden Euro an Vermögen in bilanziellen Anlagen. „Die Zuwächse haben wir weiterhin vielfach in kurzfristige Anlageformen wie eben dem Tagesgeld, wobei durch die steigenden Zinsen langsam auch wieder längerlaufende Optionen genutzt werden. Dass kurzfristige, minimal verzinste Anlageformen in Zeiten höherer Inflation keine sinnvolle Möglichkeit sind, sei ein gewichtiges Argument in fast jeder Beratung.


Grundlage der insgesamt positiven Ergebnisse für die Volksbank im Kredit- wie im Einlagengeschäft seien zwei Faktoren: Gute Berater und unser Angebot der Beratung ‚von acht bis acht‘, ergänzt Bonin. „Das gilt natürlich völlig unabhängig von den eigentlichen Servicezeiten der Geschäftsstellen und wird sehr gerne genutzt. Auch unser Angebot der Videoberatung haben wir ganz gezielt ausgebaut. Bereits zum Ende des letzten Jahres haben wir Mediale Kundenberater eingeführt, die einen eigenen Kundenstamm per Telefon, Chat oder eben Video beraten – unabhängig vom Ort können sich Kunde und Berater so in die Augen schauen und alles besprechen.“


Natürlich habe die Volksbank auch die rein digitalen Prozesse und Angebote weiter ausgebaut. Das Online-Banking wurde auf eine neue, modernere Plattform umgestellt und auch die weiterentwickelte neue Banking-App ist etabliert. Patrick Lieb sagt. „Die Technik ist heute Standard und natürlich bieten wir alle Optionen. Aber gerade in Krisenzeiten möchten die Menschen neben aller Technik auch einen anderen Menschen zum Gespräch, sei es in der Telefonfiliale oder vor Ort haben – und genau in diesem Punkt unterscheiden wir uns von den Internetbanken.“


„Wir sehen unsere Aufgabe als regionale Volksbank aber natürlich auch darin, etwas in die Region zurückzugeben und gehören zu den größten Förderern“, berichtet Olaf Genth, Pressesprecher der Volksbank, „die vielen Vereine, Einrichtungen und andere soziale und kulturelle Institutionen leisten eine gesellschaftlich so wichtige Arbeit – und das im Grunde fast ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. Hier wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten Unterstützung leisten.“ Rund 200.000 bis 300.000 Euro jährlich stelle die Volksbank in verschiedenen Formen bereit, von Geldspenden für Spielgeräte in Kindergärten bis hin zu Stiftungsmitteln in fünfstelliger Höhe und Sachspenden wie den beliebten Kinderbussen für KiTas oder Krippen in der Region.


„Im vergangenen Jahr haben wir dazu beigetragen, unsere Region ‚herzsicherer‘ zu machen“, ergänzt Olaf Genth. „Alle Filialstandorte im Geschäftsgebiet wurden mit Defibrillatoren ausgestattet, die in den SB-Bereichen der Filialen installiert sind. So kann im Notfall schnelle Hilfe geleistet werden.“ Bei diesen Geräten wird der Benutzer per Sprachassistent durch die Bedienung geführt und angeleitet. Gleichzeitig sind sie gegen Missbrauch geschützt und können nur genutzt werden, wenn sie keinen aktiven Herzschlag feststellen.


Insgesamt zeigt sich der Vorstand mit dem soliden Ergebnis des Jahres 2022 zufrieden und hat auch für die Kämmerer noch eine gute Nachricht: mit rund 2,4 Millionen Euro Gewerbesteuer fließe ein stattlicher Betrag an die Kommunen in die Region. „Ich weise jedes Jahr darauf hin“, betont Bonin, „alle Internetbanken zusammen zahlen nicht einen einzigen Euro Steuern in unserer Region“.


„Für das neue Geschäftsjahr 2023 erwarten wir ein moderates Wachstum“, blickt der Vorstand abschließend voraus. „Und wir werden weiter investieren, so wie mit unserem eigenen Versicherungsmakler und unsere Digitalisierungstochter QUIDT GmbH (Quality In Digital Transformation) für unsere Firmenkunden. Im Privatkundenbereich schaffen wir bezahlbaren Wohnraum mit drei neuen Doppelhäusern, die aktuell in Wienhausen gebaut werden, und einem Wohnbauprojekt mit zwölf Einheiten in Garßen auf dem Grundstück unserer früheren Filiale, das wir demnächst ebenfalls realisieren wollen.“



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