Trunkenheitsfahrten: Hat der Kreis Celle ein Alkoholproblem am Steuer?
- Sheenara Wiebke
- vor 6 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Immer wieder meldet die Polizei im Kreis Celle alkoholisierte Autofahrer am Steuer. In den vergangenen Wochen scheinen sich die Fälle von Trunkenheitsfahrten auffällig zu häufen. Erst vergangenen Freitag verursachte ein alkoholisierter Autofahrer gleich zwei Unfälle hintereinander und sorgte für einen Schaden in Höhe von 20.000 Euro. CelleHeute hat bei der Polizeiinspektion Celle nachgefragt, was es mit den vielen Trunkenheitsfahrten auf sich hat – und ob die Feiertage etwas damit zu tun haben.
"Bereits geringe Mengen Alkohol können sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken und die Gefahr schwerer Verkehrsunfälle deutlich erhöhen."
Das Feierabendbier, der Absacker nach dem deftigen Essen oder das Glas Wein auf dem Sofa: Alkohol ist Volksdroge Nummer 1 in Deutschland. Die Tücke: Alkoholisierte Menschen unterschätzen häufig ihren Zustand. Setzen sie sich dann hinter das Lenkrad sind Fehlentscheidungen im Straßenverkehr und risikoreiches Fahren häufig die Folge. Eine große Gefahr, wie Polizeisprecherin Ulrike Trumtrar bestätigt. "Bereits geringe Mengen Alkohol können sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken und die Gefahr schwerer Verkehrsunfälle deutlich erhöhen", erklärt sie.
Zahl der Trunkenheitsfahrten weiter auf hohem Niveau
Im Jahr 2025 wurden durch Trunkenheit am Steuer im Kreis Celle 66 Unfälle verursacht. Insgesamt registrierte die Polizei Celle im vergangenen Jahr 235 Trunkenheitsfahrten. Im Vergleich zu den Vorjahren seien die Zahlen gleichbleibend hoch. 2024 wurden 242 Alkoholdelikte im Straßenverkehr registriert. 2023 waren es 292.
Alkohol ist eine der größten Gefahren im Straßenverkehr
Doch gibt es einen Zusammenhang zwischen betrunkenen Autofahrten und Feiertagen wie Christi Himmelfahrt? Ulrike Trumtrar sagt Nein. "Einen Zusammenhang zwischen Trunkenheitsfahrten und bestimmten Feiertagen lässt sich aus polizeilicher Sicht nicht erkennen", teilt die Polizeisprecherin mit und betont: "Grundsätzlich sind Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss weiterhin eine der größten Gefahren im Straßenverkehr."














