Temperaturrekord und Unwetter - Grüne fordern mehr Hitzeschutz für Celle
- Stefan Kübler
- vor 52 Minuten
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CELLE. Am vergangenen Wochenende hat Celle den heißesten Junitag aller Zeiten erlebt. Laut mehrerer Wetterdienste stieg das Thermometer im Stadtgebiet am Samstag auf 39 Grad. Der bisherige Junirekord von 35,6 Grad wurde damit weit übertroffen. Das Allzeithoch für Celle von 39,2 Grad wurde knapp nicht geknackt. „Trotzdem gab es so eine Wetterlage wie aktuell bisher so nicht“, sagt Pierre Heinrichts von „Wetter für Celle“. Dabei gehe es nicht nur um die Temperaturen, sondern beispielsweise auch um Gewitter.
Neue Hitzerekorde im Landkreis Celle
In anderen Teilen des Landkreises Celle seien laut des Wetterexperten ebenfalls Rekordtemperaturen gemessen worden. In Faßberg sei es ebenfalls 39 Grad heiß gewesen, in Bergen 38,3 Grad. Private Wetterstationen hätten teilweise noch höhere Temperaturen angezeigt. Die Hitzewelle ging in der Nacht zu Montag mancherorts mit Starkregen und Gewittern zu Ende. Die Temperaturen gingen merklich zurück.
„Solche Hitzewellen sind keine Ausnahme mehr und werden auch in Celle zunehmend zum Alltag gehören.“
Angesichts der neuen Temperaturrekorde fordern die Celler Grünen einen besseren Hitzeschutz für die Stadt. „Die Sommer werden heißer. Solche Hitzewellen sind keine Ausnahme mehr und werden auch in Celle zunehmend zum Alltag gehören. Trotzdem spielt Hitzeschutz in Celle nur eine untergeordnete Rolle“, erklärt der grüne Ratsherr Bernd Zobel. Er fordert ein kommunales Hitzeschutzkonzept mit klaren Zielen und konsequenter Umsetzung. Dazu gehörten seiner Auffassung nach kühle Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum, zusätzliche Straßenbäume sowie eine stärkere Dach- und Fassadenbegrünung. Auch mehr Schatten an Bushaltestellen, mehr öffentliche Trinkwasserspender sowie die Entsiegelung von Flächen schlägt er vor.
Kühles Rathaus öffnen und Wassersprühanlagen einrichten
Die Grünen weisen darauf hin, dass Celle im Vergleich zum restlichen Niedersachsen eine überdurchschnittliche alte und damit gesundheitlich gefährdete Bevölkerung habe. Gerade diese Bevölkerungsgruppe sei durch extreme Hitze besonders gefährdet. Die ärztliche Warnung vor der zunehmenden Gefahr von Hitzetoten müsse endlich ernst genommen werden. „Gerade an diesem Wochenende hätten ein geöffnetes Rathaus als kühler Aufenthaltsort, die Ausgabe von Trinkwasser in der Altstadt und in den Stadtteilen und kühlende Wassersprühanlagen, wie sie in anderen Städten bereits eingesetzt werden, schnell und unbürokratisch helfen können“, sagt Bernd Zobel.
Lob für private Initiativen
Lob gibt es dagegen für das Engagement unter anderem der Ambulanten Hilfe und der Bahnhofsmission. Es verdiene große Anerkennung, dass private Initiativen an diesem heißen Wochenende Unterstützung geleistet hätten, so Bernd Zobel weiter. Hitzeschutz bleibe aber eine wichtige kommunale Aufgabe, der sich die Stadt entschlossen stellen müsse.














