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„Starker Start für kleine Helden": Welt-Frühgeborenen-Tag am 17.11.


Foto: AKH Celle

CELLE. Eine normale #Schwangerschaft dauert im Schnitt 40 Wochen. Kommt ein #Kind vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, spricht man von einem Frühgeborenen. In Deutschland sind das ca. 70.000 Kinder pro Jahr. Für die Stadt Celle und den Landkreis sind dies allein bis zu 200 Kinder. Im Allgemeinen Krankenhaus Celle (AKH) können in Zusammenarbeit mit der Geburtshilfe von Dr. Michael Berghorn, Chefarzt der #Klinik für #Geburtshilfe und Gynäkologie, und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin als Perinatalzentrum Level I, nach eigenen Angaben auch sehr kleine Frühgeborene ab der 23. Schwangerschaftswoche versorgt werden.


Um auf diese große Gruppe der #Frühgeborenen besonders aufmerksam zu machen, hat die europaweite Organisation EFCNI (European Foundation for the Care of Newborn Infants) den Welt-Frühgeborenen-Tag ins Leben gerufen, der seit 2008 immer am 17. November stattfindet. Auch das AKH Celle beteiligt sich an diesem wichtigen Tag.

„Ein Frühgeborenes kann – je nachdem, wie viele Wochen es zu früh zur Welt kommt – nur bedingt oder gar nicht selbst atmen, trinken und die Körpertemperatur aufrechterhalten“, erläutert Prof. Dr. med. Stephan Seeliger, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des AKH. „Das Kind muss deswegen so schnell wie möglich intensivmedizinisch betreut werden. Im AKH passiert das auf der sogenannten neonatologischen bzw. pädiatrischen Intensivstation, die direkt neben den Kreißsälen gelegen ist. So kann im Fall der Fälle in Sekundenschnelle reagiert werden.“

„Jedes Jahr werden hier im AKH etwa 300 bis 400 Früh- und Neugeborene im Perinatalzentrum versorgt, darunter auch viele Babys mit einem Gewicht weit unter 1.500 Gramm. Das durchschnittliche Geburtsgewicht eines reifgeborenen Neugeborenen liegt dagegen bei 3.450 g“, sagt Kathrin Mayele, Kinderkrankenschwester im AKH, die den Welt- Frühgeborenen-Tag im Krankenhaus mit organisiert. Frühchenversorgung bedeutet dabei Rund-um-die-Uhr-Versorgung – mitunter auch über mehrere Monate.

Im ärztlichen Bereich der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des AKH übernehmen das mehr als ein Dutzend Ärztinnen und Ärzte, darunter zahlreiche Fachärztinnen und Fachärzte mit Spezialisierungen für die Neonatologie. Zudem arbeiten speziell geschulte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachkräfte auf der pädiatrischen Intensivstation, die sich für diesen Bereich besonders weitergebildet haben. Zum Team der Abteilung gehören ferner eine Stillberaterin IBCLC, mehrere Krankengymnastinnen, die die Patienten entweder auf Station oder in den Räumen der Physiotherapie betreuen. Auch eine Elternberaterin stehe für die frischgebackenen Eltern bereits vor der Entbindung bis zur Entlassung zur Verfügung und ergänze das Team.

„Trotz der intensiven Versorgung stellt laut der Weltgesundheitsorganisation WHO eine Frühgeburt noch immer die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren dar. Wir unterstützen deshalb ausdrücklich den Welt-Frühgeborenen-Tag am 17. November, der Eltern, medizinische Fachleute verschiedener Disziplinen, Wissenschaftler, Politiker und weitere Akteure zusammenbringen will, um weiter daran zu arbeiten, die Gesundheit von Früh- und Neugeborenen zu verbessern“, so Professor Seeliger.

Und Kathrin Mayele ergänzt: „Starker Start für kleine Helden – das ist das Motto des Welt- Frühgeborenen-Tags. Und Helden – das sind die Frühchen auf alle Fälle. Sie kommen oftmals unter schwersten Bedingungen auf diese Welt – und kämpfen sich nach diesem schwierigen Start Stück für Stück hinein ins Leben.“ Doch auch die Eltern leisten Heldenhaftes. „Sie sind in dieser emotional außerordentlich belastenden Situation immer für ihr Kind da und stellen sich selbst oftmals komplett zurück – das verdient immer wieder höchsten Respekt. Und es gibt nichts schöneres, wenn die Eltern dann nach dieser schwierigen Zeit gemeinsam mit einem gesunden Kind nach Hause fahren können“, so die Kinderkrankenschwester abschließend.

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