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Stadtgesellschaft fragt nach


Interessiertes Publikum bei der jüngsten Ratssitzung Fotos: Peter Müller

CELLE. Es ist nach langen Ausführungen der grünen Parteikollegin und Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Johanna Thomsen, Stephan Ohl, der den entscheidenden Satz in der jüngsten Ratssitzung ausspricht: „Ihr habt das gemacht, was unsere Aufgabe gewesen wäre“, sagt er sinngemäß als Mitglied des Rates Celle an diejenigen gewandt, die den Stopp der Rodungsabsichten in der Breiten Straße herbeigeführt haben, sowie die Celler Bürgerin, die die Obere Denkmalschutzbehörde in Hannover angerufen hatte.


Sie sitzt ebenso wie Wolfram Steinmetz von der Klimaplattform, der anlässlich des Vorgehens der Stadt bei der Sanierung der Breiten Straße eine positiv beschiedene Fachaufsichtsbeschwerde an das Niedersächsische Umweltministerium gerichtet hatte, im Publikum. Der gesamte Zuschauerraum war voll besetzt, darunter etliche Celler, die schriftlich Einwohnerfragen gestellt hatten. Rund 25 gingen bei der Verwaltung fristgerecht ein und deckten ein breites Themenspektrum ab.

Stadtbaurätin Elena Kuhls war gefordert, da viele Fragen, etwa Zweifel an der korrekten Zahl von Baumpflanzungen, die Haltung zu Alpha E, Neubau Grundschule Garßen, Kollerscher Wald, ihr Dezernat Bauen, Verkehr und Umwelt betrafen. Imke Bahr hatte nach Präventionsmaßnahmen für den Fall brennender E-Autos gefragt. Kuhls verliest die vom Stadtbrandmeister verfasste Antwort, wonach man auf derartige Situationen vorbereitet sei. Christoph Engelen (SPD) gibt sich damit nicht zufrieden, er sieht dieses auch aufgrund seiner Erfahrungen als Vorsitzender des Feuerschutzausschusses anders: „Die Feuerwehr hat nicht das nötige Material dafür, die Batterien entzünden sich ja immer wieder selbst“, erläutert er.


Der Dringlichkeitsantrag der Gruppe für Vielfalt und Nachhaltigkeit, die Pläne für die Sanierung der Breiten Straße komplett zu stoppen und von Neuem zu beginnen, fand letztendlich keine Mehrheit. Aber er rückte gemeinsam mit den sowohl schriftlich formulierten als auch mündlichen Nachfragen der Einwohner während der Ratssitzung das Thema auf die Agenda des Stadtparlaments, wo es nach dem Willen des Neuen Rathauses nicht sein sollte. Der Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge hatte es von Beginn an zum Geschäft der laufenden Verwaltung erklärt, womit eine Diskussion und Abstimmung über unterschiedliche Varianten der Sanierung ausgeschlossen sind.


Das vom Ministerium angemahnte fehlerhafte Vorgehen der Verantwortlichen im Neuen Rathaus sorgt nun für Öffentlichkeit und Diskussion. Wie die Anordnung, die Wurzeln der Bäume zu schützen, umgesetzt werden solle, wollten Celler wissen, auch die exakten Kosten für die verschiedenen Varianten interessieren. Wolfram Steinmetz von der Klimaplattform erkundigte sich, ob denn schon Aufträge für die Sanierung vergeben worden seien, ob man diese an veränderte Rahmenbedingungen anpassen könne und ob finanzielle Verpflichtungen entstehen würden. Und er dehnte den vom Ministerium eingeforderten Schutz der Alleebäume aus auf ähnliche Fälle in der Stadt. Dieses werde geprüft, sagte Stadtbaurätin Kuhls.


Welches Ergebnis die von der Obersten Naturschutzbehörde angekündigte „vollständige Sachverhaltsermittlung“ zu Tage fördern wird, ist derzeit offen und wird vermutlich erneut Anlass für Fragen der Stadtgesellschaft, aber auch anderer Akteure sein.




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