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Sicherheit im Freibad: So bewerten Polizei und Betreiber die Lage im Celler Land

Junges Kind mit Schwimmbrille und orangenen Schwimmflügeln unter Wasser.
Wenn das Wetter mitspielt, steht einer entspannten Freibadsaison nichts im Wege. (Symbolfoto: Pexels)

CELLE. Alle Freibäder in Stadt und Landkreis Celle sind mittlerweile in die Saison gestartet. Wenn das Wetter mitspielt, steht einem spaßigen Start in den Sommer am 21. Juni oder in die Sommerferien am 2. Juli nichts mehr im Wege. Doch leider wird aus Freibädern nicht immer Gutes berichtet. Deutschlandweit kommt es immer wieder zu unschönen Szenen. In Kaiserslautern beispielsweise kam es laut Polizei Ende Mai zu einer Schlägerei im Freibad mit mehreren Beteiligten. Auch in Willich in Nordrhein-Westfalen gerieten vor zwei Wochen mehrere Personen aneinander, eine wurde verletzt. Wie ist die Sicherheitslage in den Celler Freibädern? Wir haben uns umgehört.


„Die Freibäder sind sichere Orte für die Freizeitgestaltung für Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.“

Aus Sicht der Celler Polizei können Bürgerinnen und Bürger die Freibäder in Stadt und Landkreis Celle grundsätzlich unbesorgt besuchen. „Der Polizei sind weder eine auffällige Häufung von Straftaten noch herausragende Einzelfälle bekannt, die die Sicherheit in den Freibädern nachhaltig beeinträchtigen würden“, sagt Sprecherin Ulrike Trumtrar auf CelleHeute-Anfrage. Übliche Alltagsrisiken wie Taschen- oder Fahrraddiebstähle seien dort nicht ausgeschlossen, wie an allen Orten mit vielen Menschen. Die Zahl der registrierten Eigentumsdelikte bewege sich jedoch im einstelligen Bereich, auch eine Häufung von Rohheitsdelikten liege nicht vor. „Die Freibäder sind sichere Orte für die Freizeitgestaltung für Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, so Ulrike Trumtrar.


Celler Badeland beauftragt Sicherheitsfirma


Eine stichprobenartige Umfrage in den Freibädern bestätigt diesen Eindruck. „Wir haben in der letzten Freibadsaison keine wesentlichen Vorfälle gehabt und hoffen, dass wir auch dieses Jahr friedliche und glückliche Badegäste begrüßen können“, sagt Matthias Gaupp, Betriebsleiter des Celler Badelandes. Um das gewährleisten zu können, setzt das Celler Freibad auch auf externe Hilfe. „Zur Unterstützung des Schwimmbadpersonal beschäftigen wir eine Sicherheitsfirma, die uns Mitarbeiter für die Aufsicht im Kassenbereich und im Freibad zur Verfügung stellen“, so Matthias Gaupp. „Dadurch werden die Schwimmmeister in ihrer vorrangigen Aufgabe, der Beckenaufsicht und der Schwimmausbildung, entlastet.“


Lage im Freibad Winsen ist „entspannt“


Auch die Freibäder im Landkreis Celle freuen sich auf eine friedliche Sommersaison. „Sicherheit ist bei uns immer Thema“, sagt Robert Scheer, Geschäftsführer des Schwimmbades in Winsen. Ab und zu habe es schon kleine Raufereien im Winser Freibad gegeben, bei denen aber sofort die Bademeister einschreiten würden. Auch andere Badegäste hätten schon eingegriffen. Eine Sicherheitsfirma sei in Winsen nicht im Einsatz, aber von der Polizei habe man sich beraten lassen. „Die Lage ist entspannt“, so Robert Scheer.


Becken im Freibad mit sprudelnder Fontäne und Wasserpilz.
Im Freibad Papenhorst sind sicherheitsrelevante Vorfälle bisher kein Thema. (Archivbild: Samtgemeinde Wathlingen)

Papenhorst setzt auf Deeskalation


Im Freibad Papenhorst habe es bisher ebenfalls keinen Anlass für den Einsatz einer Sicherheitsfirma gegeben. Die größten Herausforderungen dort seien die Einhaltung der Baderegeln, vor allem an stark besuchten Tagen, heißt es aus der Verwaltung. „Glücklicherweise sind sicherheitsrelevante Vorfälle in unserem Freibad bisher kein Thema“, sagt Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Sommer. „Das Freibad Papenhorst ist nach wie vor ein familienorientiertes Bad.“ Konflikte würden dort meist durch Gespräche und deeskalierende Maßnahmen gelöst. Die Baderegeln seien in mehreren Sprachen ausgehängt, beispielsweise in Englisch, Ukrainisch, Türkisch und Arabisch.


Polizei rät Betreibern und Badegästen zu Wachsamkeit


Die Polizei empfiehlt den Betreibern der Freibäder, auf ein konsequentes Sicherheits- und Hausrechtsmanagement zu achten. Bereits beim Einlass sollte auf auffälliges oder aggressives Verhalten geachtet werden. Wer sich im Freibad daneben benimmt, könne mit einem Hausverbot belegt werden. Bei Straftaten oder Gefahr für Gäste und Beschäftigte, sollte die Polizei hinzugezogen werden. Ansonsten sei Wachsamkeit gefragt. „Wer die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet, etwa Wertsachen nicht unbeaufsichtigt liegen lässt und Fahrräder ausreichend sichert, kann die Freibadsaison unbeschwert genießen“, so Ulrike Trumtrar.

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