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„Schippe voll Lohn“: Bauarbeiter im Kreis Celle bekommen kräftige Gehaltserhöhung


Mehr Kies für den Bau: Wer auf dem Bau im Kreis Celle arbeitet, bekommt mehr Lohn. „Es gibt eine ordentliche Schippe obendrauf. Damit lohnt es sich wieder, auf dem Bau kräftig in die Hände zu spucken“, sagt Dieter Großmann von der IG BAU Nord-Ost Niedersachsen. Foto: IG BAU | William Diller
Mehr Kies für den Bau: Wer auf dem Bau im Kreis Celle arbeitet, bekommt mehr Lohn. „Es gibt eine ordentliche Schippe obendrauf. Damit lohnt es sich wieder, auf dem Bau kräftig in die Hände zu spucken“, sagt Dieter Großmann von der IG BAU Nord-Ost Niedersachsen. Foto: IG BAU | William Diller

CELLE. Rund 1.760 Bau-Beschäftigte arbeiten in 200 Betrieben Bauarbeiter im Kreis Celle bekommen jetzt eine „Schippe voll Lohn“ obendrauf Bauarbeiter im Kreis Celle bekommen in diesem Monat dickere Lohntüten. „Wer im Landkreis Celle auf dem Bau arbeitet, kann jetzt pro Monat zwischen 260 und 314 Euro mehr im Portemonnaie erwarten – vom Bauhelfer bis zum Polier und Baustellenleiter, vom Maurer, Straßenbauer und Kranführer bis zur Bürokraft“, sagt Dieter Großmann von der IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen. Die IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen spricht von einem „Lohn-Plus, das die Arbeit deutlich attraktiver“ mache: „Es lohnt sich wieder, auf dem Bau in die Hände zu spucken. Der neue Tarifabschluss bringt – neben volleren Lohntüten – vor allem auch eins: Respekt für die Arbeit auf dem Bau“, so IG BAU-Bezirksvorsitzender Dieter Großmann. Außerdem ist, so die IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen, schon jetzt klar: Jeweils zum April gibt es mehr Geld – im kommenden Jahr und auch in 2026. „Die nächsten Lohn-Stufen nach oben sind damit sicher“, sagt Dieter Großmann.


Mehr Geld für Azubis im Baugewerbe

Auch für Azubis werde die Ausbildung attraktiver: Wer in einem Bauunternehmen im Landkreis Celle seine Ausbildung mache, gehe jetzt im ersten Jahr schon mit 1.080 Euro pro Monat nach Hause. Das seien 145 Euro mehr als bislang. „In den kommenden beiden Jahren klettern die Ausbildungsvergütungen dann weiter nach oben. Der Bau macht sich damit interessant: Er wird für junge Leute wieder deutlich attraktiver und erhöht damit seine Chancen auf den dringend gebrauchten Fachkräfte-Nachwuchs“, sagt Dieter Großmann. Dabei sei der Tarifabschluss eine „schwere Geburt“ gewesen: „Ohne Arbeitskampf hätten die Arbeitgeber wohl keinen neuen Tarifvertrag unterschrieben. Erst die breite Warnstreikwelle hat das Bauhandwerk und die Bauindustrie in die Knie gezwungen und zum Einlenken gebracht“, so Großmann.


In den 200 Baubetrieben im Landkreis Celle arbeiten rund 1.760 Beschäftigte. Außerdem machen dort 126 junge Menschen ihre Ausbildung. Das teilt die IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen mit. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. Vom neuen Bau-Tarifabschluss profitieren Beschäftigte, die in der IG BAU sind und bei einem Unternehmen arbeiten, das im Arbeitgeberverband des Bauhandwerks oder der Bauindustrie ist.


Gewerkschaft ruft zur Überprüfung der Gehaltsabrechnung auf

Die IG BAU ruft jetzt alle Bau-Beschäftigten zum „Lohn-Check“ auf. Die Gewerkschaft hat dazu einen „Lohn-Rechner“ geschaltet: tarifrechner.igbau.de. Außerdem gibt es für Gewerkschaftsmitglieder eine kostenlose Beratung per „Bau-Lohn-Hotline“: 069 / 95 737 – 427 (Festnetztarif). „Es lohnt sich, jetzt einen genauen Blick auf die Lohnabrechnung zu werfen. Denn das Lohn-Plus gibt es rückwirkend ab Mai. Das zusätzliche Geld muss also jetzt – im Juni – schon auf dem Konto sein“, erklärt Dieter Großmann.


Text: Industriegewerkschaft, Bauen-Agrar-Umwelt

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