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Samtgemeinde Feuerwehr Wathlingen probt den Ernstfall


Foto: Feuerwehr Wathlingen

NIENHAGEN. Die Samtgemeindefeuerwehr Wathlingen sag sich am 7. Oktober einem fiktiven Szenario gegenüber: Jugendliche hatten sich in diesem unerlaubt Zutritt zu den Werkstätten der Lebenshilfe in Nienhagen verschafft. Dort kam es dann auf Grund von unachtsamen hantieren mit Feuerzeugen zu einem Brandausbruch sowie einer starken Rauchentwicklung. Dies hatte zu Folge das die Jugendlichen das Gebäude nicht mehr eigenständig verlassen konnten. Autofahrer bemerkten die Rauchentwicklung und alarmierten die Feuerwehr.


Um 14.17 piepten dann die DME der Kameraden und Kameradinnen der Feuerwehr Nienhagen mit dem Einsatzstichwort „ Unklare Rauchentwicklung, Dorfstraße Höhe Tankstelle“. Bereits drei Minuten später gab es von der Leitstelle eine Alarmstufenerhöhung da mehrere Notrufe eingingen , wodurch die Ortsfeuerwehr Wathlingen dazu alarmierte wurde.


Beim Eintreffen der ersten Kräfte bot sich folgendes Lagebild. Eine Augenscheinliche Rauchentwicklung aus dem Gebäude sowie das piepen mehrerer Rauchwarnmelder war wahrnehmbar . Eine leicht verletzte Person stand auf dem Vordach vor dem Haupteingang. Hier wurde umgehend eine Menschenrettung über eine tragbare Leiter vorgenommen. Die parallel laufenden Erkundung ergab, dass sich noch mindestens sieben Personen in dem Gebäude aufhalten mussten.


Unverzüglich wurde Vollalarm für die Samtgemeinde Feuerwehr Wathlingen gegeben, wodurch die Ortsfeuerwehren Adelheitsdorf und Großmoor hinzu gezogen wurden. Des Weiteren machte sich die ELW Gruppe der Ortsfeuerwehr Langlingen ebensfalls auf den Weg die Einsatzstelle anzufahren. Parallel dazu wurde auch die Anzahl der Rettungsmittel seitens des Rettungsdienst erhöht.

Im Verlauf wurde die Einsatzstelle in zweu Abschnitte eingeteilt. Das Hauptaugenmerk lag in der Initialphase auf der Menschenrettung. Mehrere Trupps gingen mit schwerem Atemschutz in das dicht verrauchte Gebäude vor. Parallel hierzu wurde die Brandbekämpfung über die Hubrettungsbühne der Ortsfeuerwehr Wathlingen eingeleitet. Die Wasserversorgung war Anfangs mit einem kleinem Hindernis versehen. Ein „zufällig“ falsch geparktes Autos blockierte den nächstgelegenen Unterflurhydrant. Zeitgleich wurde Wasser aus einem Tiefbrunnen über mehrere Hundert Meter zur Einsatzstelle gefördert um beide Abschnitte mit ausreichend Löschwasser zu versorgen.


Da die Einsatzstelle mittlerweile recht groß aufgewachsen war, wurde der Einsatzleiter hier von der ELW Gruppe Langlingen unterstützt um die Koordination zwischen den Abschnittsleitern der Feuerwehren sowie den Verantwortlichen des Rettungsdienst reibungslos zu gewährleisten.

Im weiteren Verlauf wurden immer mehr Jugendlichen aus dem Gebäude befreit. Vielen von ihnen wiesen unterschiedliche Verletzungsmuster auf. Die Rettungskräfte der Malteser mussten dementsprechend darauf reagieren. Hinzu kam noch das im Einsatzabschnitt zwei ein Notruf eines vorgehenden Trupps abgesetzt wurde. Ein Kamerad war verletzt. Umgehend ging der Sicherheitstrupp ins Gebäude vor und konnte den verletzten Kameraden kurze Zeit später ins Freie bringen und dem Rettungsdienst übergeben.


Nach kurzer Lagebesprechung meldete der Einsatzleiter:“ Alle Personen aus dem Gebäude befreit, Feuer aus, Übungsende!“ Damit Endete die diesjährige Großübung der Samtgemeinde Feuerwehr Wathlingen. Der anschließenden Besprechung aller Führungskräfte folgte einer Grillwurst im Feuerwehrhaus Nienhagen.


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