Rückkehr an den Drehort in Hösseringen
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HÖSSERINGEN. Mit so viel Andrang hatten Museumsleiter Dr. Ulrich Brohm und sein Team tatsächlich nicht gerechnet: Rund 200 Interessierte waren am Dienstagmittag nach Hösseringen gekommen, um live dabei zu sein, wenn Aaron Hilmer, bekannt als Richard Pape aus der erfolgreichen NDR-Serie „Schwarzes Gold“, höchstpersönlich die eigens eingerichtete Ausstellung zur Serie eröffnet.
Ausstellung in der Original-Filmkulisse
Die Ausstellung befindet sich in der Filmkulisse des Landgasthofs Lenz, der 2025 als Drehort für die beliebte Serie diente. Ebenfalls anwesend war Dennis Becker aus der Produktionsfirma „Kinescope“, die die Serie im Auftrag des NDR von März bis Juni 2025 an vielen Stellen im Museumsdorf gedreht hatte.
„Als die Idee entstand, die historische Geschichte des ersten Ölfundes in der Lüneburger Heide zu drehen, war auch der Entschluss schnell gefasst, das Projekt genau hier umzusetzen“, so Becker. Das ist insofern besonders, dass es nämlich keineswegs unüblich sei, sich im nahegelegenen Ausland nach potentiell geeigneten Drehorten umzusehen, verriet der Produzent.

Museumsleiter zieht positive Bilanz
Dr. Ulrich Brohm erinnerte noch einmal an die Zeit der Dreharbeiten, die er und sein Team als sehr aufregend, aber auch ein wenig anstrengend empfunden hatte. Das Ergebnis der Zusammenarbeit hätte sich aber gelohnt, denn: „Die Serie „Schwarzes Gold“ hat sich auf jeden Fall positiv auf die gesamte Region ausgewirkt, denn die Lüneburger Heide ist durchaus geschichtsträchtig. Die erste erfolgreiche Erdölbohrung weltweit hat in Wietze bei Celle stattgefunden und auch was die Landwirtschaft betrifft, war das 19. Jahrhundert eine äußerst spannende Zeit“, so der Museumsleiter.
Mit der Ausstellung zur Serie sei auch die Hoffnung verbunden, weitere Gäste in das Museumsdorf zu locken.
Original-Requisiten und Einblicke in die Dreharbeiten
Dazu seien im Landgasthof Lenz ab sofort etliche Original-Requisiten zu betrachten. Auf Bildschirmen laufen unter anderem Ausschnitte, die zeigen, wo genau bestimmte Szenen im Museumsdorf gedreht wurden. Über QR-Codes lassen sich zudem Statements der beteiligten Schauspieler abrufen.

Aaron Hilmer kehrt nach Hösseringen zurück
Für Aaron Hilmer war die Rückkehr nach Hösseringen ein nostalgisches Erlebnis: „Schon auf dem Weg hierher habe ich mich an viele Dinge erinnert, die Gebäude sofort wiedererkannt. Während des Drehs hatte es hier unglaublich gestunken, überall lagen Haufen mit Viehmist, die Hühner liefen herum, dazu Ölpfützen und Zigarettenrauch…“.
In Erinnerung geblieben sind dem Darsteller auch etliche Details, wie zum Beispiel die Holzfenster des Gasthofes, die in der Serie für die Authentizität extra schmutziger gemacht wurden.
Nach dem feierlichen Durchschneiden des goldenen Bandes und dem ersten Rundgang durch die Ausstellung stand Aaron Hilmer geduldig für das Schreiben von Autogrammen und für Selfies zur Verfügung, bevor gemeinsam die Hauptschauplätze der Serie auf dem Museumsgelände noch einmal besucht wurden.

Zweite Staffel soll ebenfalls in Hösseringen entstehen
Und höchstwahrscheinlich wird Aaron Hilmers Besuch nicht der letzte im Museumsdorf gewesen sein. Aller Voraussicht nach soll auch die zweite Staffel der erfolgreichen Serie wieder zu großen Teilen in Hösseringen gedreht werden. Der Drehbeginn ist derzeit für Mitte nächsten Jahres geplant.

„Schwarzes Gold“ noch einmal erleben
Bis dahin können Fans der Serie noch einmal in die Welt von „Schwarzes Gold“ eintauchen: Am 9. und 12. September werden beim NDR alle sechs Folgen der ersten Staffel erneut ausgestrahlt.
Wer anschließend noch mehr „Schwarzes Gold“-Atmosphäre erleben möchte, sollte dem Museumsdorf Hösseringen einen Besuch abstatten und die Originaldrehorte auf eigene Faust oder bei der neuen Drehortführung „Schwarzes Gold hautnah“ entdecken.
Text: Museumsdorf














