Rekordbilanz beim Stadtradeln 2026 in der Südheide
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SÜDHEIDE. Mit viel Applaus ist am 16. Juni in der Gemeinde Südheide das Stadtradeln 2026 feierlich zu Ende gegangen. Drei Wochen lang, vom 1. bis 21. Mai, hatten sich 925 aktive Radlerinnen und Radler ins Zeug gelegt – und gemeinsam eine beeindruckende Bilanz eingefahren: 159.016 Kilometer in 40 Teams. Die Gemeinde Südheide war damit im gesamten Landkreis Celle stark vertreten und setzte ein eindrucksvolles Zeichen für Klimaschutz, Gesundheit und Gemeinschaft.
Bei der Siegerehrung wurden nicht nur die fleißigsten Kilometersammlerinnen und -Sammler ausgezeichnet. Es ging auch um Geschichten, um Gesichter und um besondere Momente, die das Stadtradeln 2026 so lebendig machten.
Wie sehr Radfahren verbindet, zeigte schon der Blick auf die Altersstruktur: Die jüngste Teilnehmerin beim Stadtradeln Lena Rißmann war gerade einmal drei Jahre alt – und stolz, „schon ganz allein mitzufahren“. Am anderen Ende der Altersskala stand Sieglinde Wittor: Sie wird im kommenden Monat 95 Jahre alt und ließ es sich dennoch nicht nehmen, fleißig Kilometer zu sammeln. Ihr Beispiel wurde mit großem Beifall gewürdigt – ein Sinnbild dafür, dass Radfahren wirklich keine Altersfrage ist.
Schulen und Kitas treten kräftig in die Pedale
Besonders wild wurde es, als die Kindertagesstätten und die Schulen aufgerufen wurden. Ausgezeichnet wurden die Kita Pusteblume und der Waldkindergarten. Die Pusteblume erradelte beeindruckende 5.996,5 Kilometer und zeigte, dass schon die Kleinsten gemeinsam mit Eltern und Erzieherinnen ordentlich in die Pedale treten können. Unter den Schulen dominierten in den absoluten Kilometern die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums mit stolzen 38.624,5 Kilometern. Doch bei den Kilometern pro Kopf schnappte sich die Oberschule als Newcomer den Sieg: Mit rund 7.000 Gesamtkilometern und 178 Kilometern pro Kopf war sie in dieser Wertung nicht zu schlagen. Die Grundschule kam mit 17.053 Kilometern konkurrenzlos auf den ersten Platz unter den Grundschulen. Und auch im gesamten Landkreis liegt die Grundschule auf Platz 1.
TuS Hermannsburg verteidigt den Titel
Auch bei den Vereinen wurde es spannend. Der Titelverteidiger TuS Hermannsburg blieb auch 2026 vorne: Die Seniorenrunde um Walter Eggersglüß verteidigte ihren Spitzenplatz und begleitete viele gemeinsame Fahrten – unter anderem nach Lutterloh –, stets mit großer Freude und spürbarem Teamgeist. Die Landfrauen, der DLRG Unterlüß und die Kreuzradler teilten sich die zweiten und dritten Plätze.
In der Kategorie Unternehmen verteidigte die Firma Deutgen ihren Titel mit 12.300 Kilometern als stärkstes Team in den absoluten Kilometern. Team Knoop sicherte sich erneut einen Podestplatz und überzeugte vor allem bei den Kilometern pro Kopf mit Platz 1. Neu hinzugekommen war das Team „Baubesprechung“, das sich auf Anhieb weit vorne platzieren konnte und den zweiten Platz in der Pro-Kopf-Wertung eroberte.
Familienteams zeigen besonderen Einsatz
Deutlich sichtbar war in diesem Jahr auch das Engagement der Familien. Viele nutzten das Stadtradeln, um sich gemeinsam zu registrieren und als Familienteam aktiv zu werden. Vier Familien wurden besonders ausgezeichnet. Die Familie Tandetzke & Co. KG erradelte sowohl in den absoluten Kilometern als auch in den Kilometern pro Kopf den ersten Platz. Der älteste Mitfahrer in diesem Team steuert ebenfalls auf die 90 zu – und wurde dafür mit viel Sympathie gefeiert.
In der Kategorie „Gesundheit“ holte sich das „Wasserschlösschen“ gleich doppelt Gold: sowohl bei den absoluten Kilometern als auch bei den Kilometern pro Kopf. Das „Forum Gesundheit“ trat als Newcomer an und erreichte aus dem Stand den zweiten Platz in der Pro-Kopf-Wertung.
Beim Sonderpreis für Engagement radelte sich die Dorfgemeinschaft Bonstorf/Hetendorf/Barmbostel auf Platz 1 in den absoluten Kilometern. Bei den Kilometern pro Kopf setzte sich „Michaels
Bikerpoint“ aus Unterlüß an die Spitze und zeigte, was ein hochmotiviertes, kleines Team leisten kann.
Eckart Knoop ist Kilometerkönig
In der Einzelwertung lag Eckart Knoop mit 1.536,42 Kilometern vorn. Ihm folgten Torsten Kramer mit 1.438,6 Kilometern und Sascha Wambut mit 1.426 Kilometern.
Auch die Lokalpolitik war im Sattel: Unter den Parlamentariern holte sich Uwe de Klark mit 297 Kilometern den ersten Platz, gefolgt von Georg Ebeling mit 236,1 Kilometern und Kathleen Weber auf Rang drei. In den Ansprachen wurde betont, wie wichtig es ist, das Thema Radverkehr in die Politik zu tragen – für sichere Schulwege, gute Radinfrastruktur und eine fahrradfreundliche Gemeinde.
Alle Teilnehmenden erhielten eine Urkunde, auf der festgehalten war, wie viele Kilometer ihr Team und sie selbst erradelt hatten, wie viel CO₂ dadurch eingespart wurde und ob es für Bronze, Silber oder Gold gereicht hat. Im Anschluss folgte die mit Spannung erwartete Verlosung: Knoop-Fahrräder stellte als Hauptpreis erneut ein neues Trekkingrad zur Verfügung.
Spannende Verlosung mit glücklicher Gewinnerin

Alle aktiven Radlerinnen und Radler wanderten in den Lostopf und die Kinder durften die Lose ziehen. Nach rund 20 Ziehungen, bei denen mehrfach Personen gezogen wurden, die nicht anwesend waren, war die Spannung im Publikum greifbar. Schließlich fiel das Los auf die anwesende, denn das war die Bedingung zum Gewinn, Chantal Wunsch. Sie freute sich riesig über ihr neues Fahrrad – und passend dazu war sie selbst Mitglied des erfolgreichen Familienteams Tandetzke und Co. So ging der Hauptpreis an jemanden, der auch tatsächlich viele Kilometer beigesteuert hat.
Bei bestem Wetter nach Tagen des Regens genossen Kinder, Eltern und Großeltern den Abend auf dem weitläufigen Eichenhain-Gelände in Lutterloh. Es gab im Rahmen des Südheide-Feierabends des Unternehmerverband Südheide e.V. einen Bierstand, Gegrilltes und Musik.
Der Veranstaltungsort in der etwaigen Mitte zwischen Hermannsburg und Unterlüß gelegen, war vielen Radlerinnen und Radlern schon von ihren Touren bekannt und für alle gut erreichbar.
TEXT: Gemeinde Südheide














