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Regionale Gedenkorte für Kriegsgefangene in der Lüneburger Heide kennenlernen


LOHHEIDE. Vor 82 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Die politische Führung und die Wehrmacht bezeichneten diesen Feldzug als „Vernichtungskampf“. Bereits in den ersten Kriegsmonaten nahmen die deutschen Truppen mehr als drei Millionen sowjetische Soldaten gefangen. Zur Unterbringung richtete die Wehrmacht 1941 Lager ausschließlich für sowjetische Kriegsgefangene ein – auch in der Lüneburger Heide. Bis Kriegsende starben in den Kriegsgefangenenlagern Bergen-Belsen, Oerbke, Fallingbostel und Wietzendorf mindestens 50.000 sowjetische Kriegsgefangene. Sie fanden ihre letzte Ruhestätte auf Friedhöfen, die die Wehrmacht in der Nähe der Lager errichtete.


Anlässlich des Jahrestages des Überfalls und im Gedenken an die Kriegsgefangenen bieten wir am Samstag, 17. Juni 2023 von 10.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr eine Busfahrt zu den Kriegsgefangenenfriedhöfen Fallingbostel-Oerbke und Wietzendorf an.


Die Veranstaltung informiert über die Entstehung der beiden Friedhöfe, deren Gestaltung bzw. Umgestaltung ab 1945 bis heute. Darüber hinaus gibt es Einblicke in die Entwicklung der lokalen Erinnerungskultur bis hin zur Etablierung der Friedhöfe als Orte internationaler Begegnung und Lernorte der Geschichte.


Von der Gedenkstätte Bergen-Belsen geht es mit dem Bus nach Oerbke zum Verwaltungsgebäude, zur sogenannten Entlausung und zum Kriegsgefangenenfriedhof. Danach fahren die Teilnehmenden nach Wietzendorf, um im Ort und auf dem Kriegsgefangenenfriedhof Informationen zu den sowjetischen Kriegsgefangenen zu erhalten. Die AG Bergen-Belsen e.V. wird dort unter anderem das von ihr initiierte Tontafel-Projekt „Wir schreiben eure Namen“ vorstellen, das seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich läuft.


In den jeweiligen Orten werden die Teilnehmenden von Andreas Ege, Bezirksvorsteher des gemeindefreien Bezirks Osterheide sowie einem Vertreter der Gemeinde Wietzendorf begrüßt. Eine Pause mit Kaffee, Tee und Kuchen ist eingeplant. Gegen 16.30 Uhr endet die Exkursion mit der Rückkehr in die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Danach haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich im Dokumentationszentrum die Ausstellung zu den Kriegsgefangenenlagern in der Lüneburger Heide selbständig anzusehen und das zuvor Gehörte zu vertiefen.


Diese Exkursion ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten mit der AG Bergen-Belsen e.V., der Gemeinde Wietzendorf sowie den gemeindefreien Bezirken Lohheide und Osterheide.


Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine verbindliche Anmeldung bis zum 10. Juni 2023 ist per E-Mail unter event.bergen-belsen@stiftung-ng.de erforderlich.


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