Preloved statt Fast Fashion: edelKreis eröffnet im September in Celle
- Sheenara Wiebke
- vor 4 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Neue Lieblingsteile finden und dabei Gutes tun? Das Second-Hand-Franchise edelKreis hat genau das zum Konzept gemacht. Im September eröffnet die Celler Filiale am Markt. Hinter dem Projekt steht der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Celle. Statt eines klassischen Kirchenladens entsteht hier eine stilvolle Preloved-Boutique. Der Clou: 100 Prozent der Gewinne fließen in soziale Projekte. Denn: "Konfliktberatung, Bahnhofsmission, all diese Konzepte wollen auch getragen werden", wie Superintendentin Andrea Burgk-Lempart erklärt.
Das Prinzip ist einfach: Verkauft wird hochwertige Markenmode für Frauen und Männer – gespendet, geprüft und sortiert von Ehrenamtlichen. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf werden diakonische Projekte in Stadt und Landkreis finanziert. Großburgwedel, Hameln, Hannover und Osnabrück haben es schon vorgemacht – mit Erfolg. Zahlreiche Projekte haben bereits von den Preloved-Stores profitieren können.
"Jeder kann herkommen, einen Kaffee trinken, Klönschnack halten oder sogar Teil des Teams werden."
Gleichzeitig soll das Ladengeschäft ein Ort der Begegnung sein. "Jeder kann herkommen, einen Kaffee trinken, Klönschnack halten oder sogar Teil des Teams werden", sagt Projektbeauftragte Susanne von Stern. Auch Veranstaltungen seien geplant: "Jeden ersten Dienstag im Monat haben wir hier Mädelsabend – Das haben wir schon entschieden", verspricht sie voller Vorfreude.

Täglich wechselndes Sortiment
Second-Hand-Mode ist bereits seit einigen Jahren im Kommen. Doch Kleiderberge und Muffgeruch wie man sie aus anderen Thrift Stores kennt, können schnell überfordern. Anders beim edelKreis: "Die Bügelzahl ist genau nach Geschäftsgröße limitiert", erklärt Andrea Burgk-Lempart. In dem knapp 170 Quadratmeter großen Laden dürfen 150 Kleidungsstücke gleichzeitig präsentiert werden. "Es hängen nicht viele Dinge im Laden, die können dann aber auch wirken", so Susanne von Stern.
Ein Ampel-System sorgt dafür, dass das Sortiment ständig wechselt. Frisch aufgehängte Kleidung erhält ein grünes Etikett, das nach einem Tag durch ein gelbes ersetzt wird. Bei Rot wandert das Kleidungsstück zurück ins Lager und macht Platz für neue alte Stücke.

Eröffnung im September
Bis zur Eröffnung im September 2026 wird die Fläche des ehemaligen Schuhhauses Nothnagel noch umgebaut. Das Investitionsvolumen beträgt 150.000 Euro und wird über einen Kredit des Kirchenkreises finanziert. "Das zeigt unser Commitment", so die Superintendentin.
"Wir leben davon, was die Ehrenamtlichen mit einbringen."
Ob bei Veranstaltungen oder im Arbeitsalltag: Das Konzept profitiere vor allem von den Ideen und dem Herzblut der Ehrenamtlichen, wie Andrea Burgk-Lempart betont. "Wir leben davon, was die Ehrenamtlichen mit einbringen." Und genau diese werden aktuell noch gesucht. Ob im Laden oder hinter den Kulissen: "Man kann genau sagen: Hier sind meine Ressourcen und das sind meine Interessen – wir finden etwas", verspricht Susanne von Stern. Die Kirchenzugehörigkeit sei dabei übrigens völlig egal.
Interesse am Ehrenamt im edelKreis?
mehr Informationen gibt es bei der Projektbeauftragten
Susanne von Stern
Telefon: 0171 5553164
E-Mail: susanne.vonstern@evlka.de














