Operation Epsilon: Vortrag im Bomann-Museum über deutsche Atomforscher

CELLE. Am Donnerstag, dem 29. Oktober m 19.00 Uhr bietet das Bomann-Museum im Rahmen der Sonderausstellung „Strahlende Zeiten“ einen Vortrag über die „Operation Epsilon“ und die Internierung der deutschen Atomforscher im britischen „Farm Hall“ an. Referent ist Prof. i.R. Dr. Dieter Hoffmann.
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurden zehn führende deutsche Atomforscher, darunter die Nobelpreisträger Otto Hahn, Werner Heisenberg, Max von Laue sowie Walther Gerlach und Carl Friedrich von Weizsäcker, durch eine alliierte Spezialeinheit im Rahmen der „Operation Epsilon“ gefangen genommen und anschließend auf einem Landsitz des britischen Geheimdienstes „Farm Hall“ für sechs Monate interniert und systematisch abgehört. Ziel der Abhöraktion war es, den deutschen Wissensstand zum Bau einer Atombombe herauszufinden und mehr über das Verhalten der Forscher im Dritten Reich zu erfahren. Der Vortrag wird die Bedeutung der Protokolle als zeithistorisches Dokument zur Geschichte der Atombombe erörtern und die Rolle der Internierten während des Dritten Reiches und im Nachkriegsdeutschland diskutieren.
Dieter Hoffmann ist Professor im Ruhestand am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und Mitglied der Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Wissenschafts- und Physikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere die wissenschaftshistorische Biografik und die Geschichte wissenschaftlicher Institutionen.
Eintritt: 5,00 EUR
Information:
Bomann-Museum Celle
Schloßplatz 7, 29221 Celle
Öffentlichkeitsarbeit: Hilke Langhammer M.A.
Tel.: 05141/12-4504, E-Mail: hilke.langhammer@celle.de
TEXT: Hilke Langhammer M.A. (Historikerin, Kuratorin für Stadtgeschichte)














