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Nistplatz eines Uhus entdeckt - Wasserturm wird vorerst nicht gesprengt


Uhu
Uhu. Foto: Vladk213 / stock.adobe.com

HÄNIGSEN. Der Wasserturm am ehemaligen Kaliwerk Riedel von K+S in Uetze-Hänigsen kann nicht wie geplant (CELLEHEUTE berichtete) am morgigen Mittwoch, 30. März 2022, gesprengt werden. Das teilt K + S heute mit. Ein Uhu brüte im Gebäude. Deshalb sei der Abriss aktuell nicht zulässig. Weiter heißt es in der Mitteilung von K + S: Der Vogel wurde erstmals am Montag, 28. März, in dem Gebäude beobachtet. Bei Begehungen in den vergangenen Wochen war seine Anwesenheit nicht festgestellt worden. Eine naturschutzfachliche Sachverständige hat den mutmaßlichen Nistplatz am Dienstagmorgen in Augenschein genommen und festgestellt, dass der Vogel in der Tat brütet. Vor diesem Hintergrund hat das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die bis dato genehmigte Sprengung wieder versagt. Der sprengtechnische Abbruch des Turmes findet daher vorerst nicht statt.


Aufgrund der Sprengvorbereitungen ist der Turm geschwächt. Deshalb wird die bestehende Absperrung um das Gebäude herum aus Sicherheitsgründen noch ausgeweitet. Das betrifft auch große Flächen des Parkplatzes an der Wathlinger Straße. K+S weist darauf hin, dass Unbefugte die gesperrten Flächen und die Gebäude zu keiner Zeit betreten dürfen. Die konventionellen Abbrucharbeiten am Pförtnergebäude und am nördlichen Anbau des Kasinogebäudes werden fortgesetzt.


Wie lange der Abriss des Wasserturms verschoben werden muss, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit vorhersagen. K+S und das beauftragte Abbruchunternehmen, die in Lehrte ansässige Fachfirma A&S Betondemontage, werden das weitere Vorgehen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden planen.

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