top of page
Premium-Sidebar-Hintergrund-580x740.jpg
Mobil Krankenkasse_Premium Sidebar_Bild.png
Mobil Krankenkasse_Premium Sidebar_Text.png

Anzeigen

CH_Anzeige2026.jpg
ah_speckhahn_5_ford_puma_top_rectangler_300x160_NEU.gif
Jetzt-online-gehen_300x160.jpg

Neue rechte Jugendkultur?: Olaf Meyer warnt vor Verharmlosung

  • Extern
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Foto: privat
Foto: privat

LÜNEBURG. Seit etwa zwei Jahren treten bundesweit neue neonazistische Jugendorganisationen in Erscheinung. Zuletzt wurde Anklage erhoben gegen Mitglieder einer Gruppe mit dem Namen „Letzte Verteidigungswelle“, denen einen Brandanschlag auf ein Kulturhaus genauso vorgeworfen wird wie auch der Versuch eines Sprengstoffanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft. Jung, männlich und gewaltaffin – das war die Kurzbeschreibung dieser Szene durch Olaf Meyer in einer Veranstaltung des Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus und der Rosa-Luxemburg Stiftung jetzt im Bunten Haus. Meyer ist seit 40 Jahren antifaschistisch aktiv und trug Erkenntnisse der „RADAR Informationsstelle Lüneburg/Uelzen“ vor.


Anhand von Beispielen aus der Region Lüneburger Heide erklärte der Referent, wie sich diese Jugendgruppen vor allem in sozialen Netzwerken finden und dort sichtbar sein wollen, aber auch im im öffentlichen Raum auftreten. Dabei agieren sie mit klaren Feindbildern gegen Linke, queere Menschen und alternative Jugendliche. Ihr Auftreten ist eine Inszenierung von Stärke, die sich bei Wanderungen und Kampfsportevents ausdrückt. Als weltanschauliches Bindemittel dient die Ideologie weißer Überlegenheit, die symbolisch bei jeder Gelegenheit mit der sogenannten White-Power-Geste zum Ausdruck gebracht wird. Es ist deshalb wenig verwunderlich, dass sich in Norddeutschland öffentliche Provokationen gegen die Veranstaltungen zum Christopher-Street-Day (CSD) richten.

Meyers Beispiele machten deutlich, dass es sich bei der neuen rechten Jugendkultur nicht um ein Ost-Phänomen handelt. Wichtiger war ihm auf zweierlei hinzuweisen: Jugend heute wächst auf in einer Zeit, in der es in den Parlamenten eine rechtsextremistische Partei gibt, deren Positionen vielen inzwischen als „normal“ gelten. Und sie ist aufgewachsen mit einer Überwältigung durch Social-Media, wo Algorithmen rechte Männlichkeitsbilder schnell verstärken.


Die Diskussion mit und unter den gut 40 Besucherinnen und Besuchern knüpfte an die Thesen des Referenten an und bezog zusätzlich die Sozialisationsorte Elternhaus und Schule ein. Hier sei zu beobachten, wie schwer es falle, gegen rechtsextremistische Parolen zu argumentieren, wenn diese in Politik und Medien normalisiert und verharmlost würden. Als Gegenstrategie wurde hervorgehoben, dass es wichtig sei, unkommerzielle „dritte Orte“ als soziale Treffpunkte neben Schule und Elternhaus zu haben, die dann auch eine Kommunikation jenseits von Social-Media ermöglichen.


Text: Reinhard Rohde

CELLEHEUTE

CELLEHEUTE – die crossmediale Online-Tageszeitung

CELLE ONLINE MEDIEN GMBH

Bahnhofstraße 1-3 • 29221 Celle

Telefon 0176-14683078

BLAULICHTHEUTE
CELLE GESTERN
CELLEHEUTE TV
  • Facebook - Weiß, Kreis,
  • YouTube - Weiß, Kreis,
  • X
  • Instagram - Weiß Kreis
  • RSS

Impressum     Datenschutz     AGB

bottom of page