Neue Planung bei Celler Ostumgehung: Kosten für Abschnitt vier fast verdoppelt
- Stefan Kübler
- vor 15 Minuten
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CELLE. Der vierte Abschnitt der Ostumgehung wird deutlich teurer als bisher gedacht. Das geht aus den aktualisierten Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens hervor, dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) kürzlich vorgelegt hat. Die Kosten für den Bauabschnitt zwischen Altencelle und Groß Hehlen werden demnach aktuell mit rund 48,7 Millionen Euro angegeben. Bisher waren die Planer von etwa 24,9 Millionen Euro ausgegangen. Damit würden sich die Kosten gegenüber vorherigen Angaben fast verdoppeln.
„Ursprüngliche Kostenberechnung bereits vierzehn Jahre alt“
Die Landesbehörde begründet die höheren Kosten mit einem aktualisierten Planungsstand. „Die dargestellte Kostensteigerung begründet sich darin, dass die ursprüngliche Kostenberechnung (24,9 Millionen Euro) bereits vierzehn Jahre alt ist“, teilte Sprecherin Sheila Schönbeck auf CelleHeute-Anfrage mit. Die Kosten seien aufgrund des allgemeinen Baupreisindexes fortgeschrieben worden. Es habe keine grundlegenden Änderungen der Straßenplanung gegeben, die kostenrelevanten Änderungen seien gering.
Fledermauswände und größere Brücke eingeplant
Neu an den aktualisierten Unterlagen sind konkretere Planungen für einzelne Bauwerke des neuen Abschnitts der Ostumgehung. „Es wurden keine neuen Brückenbauwerke in die Planung aufgenommen“, so Sheila Schönbeck. „Konkretisiert wurden die Bauwerke unter Berücksichtigung des Bauablaufs.“ Das heißt, dass die Flächen für die einzelnen Baustellen überarbeitet und angepasst wurden. So seien beispielsweise eine Brücke über den Vorwerker Bach bei Vorwerk vergrößert und im Bereich Karrenweg/OHE-Strecke neue Schutzwände für die sichere Querung von Fledermäusen eingeplant worden.

Zum konkreteren Bauablauf gehörten Bauzufahrten, Bauzustände, Baustelleneinrichtungsflächen und Leitungsverlegungen. „Dies betrifft den Abschnitt im gesamten Umfang“, so Sheila Schöbeck weiter. Dies würde jedoch nicht zu einem erhöhten baulichen Aufwand führen, sondern eher zu einem detaillierteren Planungsstand.
Einwendungen bis 16. März möglich
Die aktualisierten Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens können bis zum 15. Februar 2026 online eingesehen und heruntergeladen werden. Anmerkungen und Einwendungen nimmt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bis zum 16. März 2026 entgegen.













