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Neue Erkenntnisse im Fall Michelle H.: „Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung“

Drei Polizisten mit dem Rücken zur Kamera.
Die Polizei hat neue Erkenntnisse zum Leichenfund in der Aller bekannt gegeben. (Archivfoto: David Borghoff)

CELLE. Traurige Gewissheit im Fall Michelle H.: Bei der Leiche, die am vergangenen Samstag in der Aller bei Hambühren gefunden worden war, soll es sich um die seit vier Wochen vermisste 25-Jährige aus Celle handeln. Verschiedene körperliche Merkmale wie Haare, Statur, Gewicht und Größe würden darauf hindeuten, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Obduktion der Toten mit. Endgültige Sicherheit soll nun ein DNA-Abgleich bringen. Einsatzkräfte hätten außerdem das Handy der Vermissten gefunden, welches nun ausgewertet werde.


Stichverletzungen nicht lebensbedrohlich


Die genaue Todesursache lässt sich nach Angaben der Polizei nicht abschließend klären. Im Halsbereich des Leichnams seien laut Obduktionsbericht zwei Stichverletzungen festgestellt worden. „Diese sind jedoch nicht lebensbedrohlich und haben keine Gefäße verletzt“, sagte Polizeisprecherin Ulrike Trumtrar. „Aufgrund des Stichkanals sind diese mit einer Selbstverletzung plausibel in Einklang zu bringen. Darüber hinaus haben sich keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung ergeben, wie zum Beispiel Hämatome.“ Aufgrund der langen Liegezeit im Wasser könne außerdem nicht mehr festgestellt werden, ob die Frau letztendlich durch Ertrinken ums Leben gekommen ist.


Verdacht gegen 46-Jährigen nicht erhärtet


Die Ermittlungen zu dem Fall dauern weiter an. Als nächstes sollen der DNA-Abgleich und die Auswertung des Smartphones weitere Erkenntnisse bringen. Gegen einen zwischenzeitlich tatverdächtigen 46-Jährigen wird nicht mehr ermittelt. „Der Verdacht gegen den Mann hatte sich nicht erhärtet und daran hat sich auch jetzt nichts geändert“, so Ulrike Trumtrar weiter.


Umstände des Verschwindens von Michelle H. weiter unklar


Die 25 Jahre alte Michelle H. galt seit gut vier Wochen als vermisst. Sie soll Mitte März ihre Wohnung in Hehlentor in einem psychischen Ausnahmezustand und mit einer Verletzung im Halsbereich verlassen haben und blieb danach verschwunden. Tagelang hatte die Polizei die Aller zwischen Celler Hafen und Oldau mit Booten und Spürhunden abgesucht und die Suche schließlich ergebnislos eingestellt. Vergangenen Samstag entdeckte laut Polizei ein Wassersportler einen leblosen Körper in der Aller. Aus dem Fluss nördlich von Hambühren und südlich von Gut Holtau sei dann der Leichnam geborgen und anschließend obduziert worden.

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