Nächstes Orkantief und Starkregen am Freitag


Foto: WetterOnline

BONN/CELLE. Nachdem Sturmtief Ylenia schwere Schäden gebracht hat, droht am Freitag noch ein stärkerer Sturm. Das Orkantief heißt Zeynep und wird vor allem den Norden treffen, so der Wetterdienst WetterOnline


Am Freitagnachmittag zieht die Kaltfront von Zeynep, dem zweiten heftigen Sturm in dieser Woche, mit kräftigen Regenfällen durch die Westhälfte des Landes. Örtlich gibt es orkanartige Böen oder sogar Orkanböen, so Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline. Er erklärt den zeitlichen Ablauf des Sturmereignisses: „Am Freitagvormittag ist das Wetter in vielen Landesteilen noch ruhig. Ab den Mittagsstunden frischt der Wind im Nordwesten wieder stürmisch auf. Die Windböen erreichen meist 70 bis 90 Kilometer pro Stunde. Am Nachmittag zieht dann die Kaltfront von Zeynep durch. Während der Passage der Front gibt es Starkregen und einzelne orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde. Im Laufe des Abends erreicht die Wetterfront auch die östlichen und südlichen Landesteile. In diesen Gebieten droht ebenfalls kurzzeitiger Starkregen mit schwerem Sturm oder orkanartigen Böen über Tempo 100. Vereinzelt sind Böen über 110 nicht auszuschließen.“


Schwerer Orkan an den Küsten

Wie sein Vorgänger betrifft auch Zeynep den Norden und auch die Nordseeinseln stark. Goldhausen: „Am späten Nachmittag und im Laufe des Abends sowie in der Nacht zum Samstag trifft der Orkan die Nordseeinseln mit voller Wucht. Die Windböen liegen meist über 120 Kilometer pro Stunde. Es sind sogar Spitzenböen um 150 Stundenkilometer möglich. Die Inseln werden zwar häufiger von Stürmen getroffen, allerdings stellt dieser Orkan wahrscheinlich die meisten Stürme der vergangenen Jahre in den Schatten. In der zweiten Nachthälfte ist auch an der Ostseeküste mit Orkanböen zu rechnen. Dort sind ebenfalls Böen über 130 Kilometer pro Stunde oder mehr möglich.“


Sturmflutwarnungen für die Nordseeküste

Das starke Orkantief drückt am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag das Wasser gegen die Nordseeküsten, sodass es eine Sturmflut gibt. In der zweiten Nachthälfte steigt das Wasser der Nordsee mit dem Fluthöhepunkt etwa 1,5 Meter höher, als es sonst durchschnittlich der Fall ist. „Örtlich kann es sogar eine schwere Sturmflut geben,“ warnt der Meteorologe. Von einer schweren Sturmflut spricht man, wenn das Wasser über 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser bei Flut ist.

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