Mittelaltermarkt Hambühren kehrt zurück – und wird doppelt so groß
- Audrey-Lynn Struck

- 19. Aug.
- 2 Min. Lesezeit

HAMBÜHREN. Beim ersten Mal war es noch ein Experiment, zwei Jahre später zur zweiten Auflage ist der Platz voll. Wenn am Wochenende auf dem Schützenplatz in Hambühren wieder Zelte aufgeschlagen und Dudelsäcke ausgepackt werden, fällt der Mittelaltermarkt deutlich größer aus als bei seiner Premiere 2024. „Wir haben doppelt so viele wie beim letzten Mal“, freut sich Initiator Robert Kresse. Insgesamt 26 Lager, Verkaufsstände und Versorger sind diesmal dabei.
Seit Oktober laufen die Planungen. Inzwischen steht Robert Kresse ein zehnköpfiges Orga-Team zur Seite, Veranstalter ist in diesem Jahr erstmalig der Heimatverein Hambühren. Am Donnerstag reist ein Großteil der Teilnehmer an, am Freitag können Neugierige bereits beim Aufbau zuschauen. Offiziell öffnet der Markt dann am Samstag von 11 bis 22 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Vollkontaktkämpfe, Tattoos und Runenschule
Die Stände rücken diesmal bewusst etwas enger zusammen, damit stärker das Gefühl eines mittelalterlichen Marktes entsteht, wie Robert Kresse erklärt. Neu dabei sind mehrere Lager mit eigenen Zelten und kleinen Spielen für Kinder. Beim Vollkontaktsport treten Kämpfer in Rüstung gegeneinander an, beim Handpoked Tattoo wird ohne Tätowiermaschine gearbeitet. Das „Waldfräulein“ zieht zudem mit Showeinlagen über den Platz.
„Ein Lager bietet eine Runenschule für Kinder an und lehrt dort die Bedeutung von altgermanischen Runen.“
Auch für Kinder gibt es wieder einiges zu entdecken. Fast jedes Lager bringt laut Robert Kresse eine eigene Aktion mit. „Ein Lager bietet eine Runenschule für Kinder an und lehrt dort die Bedeutung von altgermanischen Runen“, sagt Robert Kresse.
Musik von Dracarys, Angrivarii & Co.
Musikalisch wächst das Programm ebenfalls. Neben "Dracarys" und "Angrivarii", die beide schon bei der Premiere auftraten, kommen zwei weitere hinzu. Robert Kresse steht dann wieder selbst als Frontmann der Mittelalter-Rockband "Angrivarii" auf der Bühne. Auf ein Angebot freut sich der Hambührener am meisten: Besucher können sich aus verschiedenen, teils ungewöhnlichen Instrumenten eines aussuchen und gemeinsam Musik machen.
Für Robert Kresse macht aber vor allem das Miteinander den Markt aus. „Das Besondere ist die Stimmung vor Ort, die Menschen, das freundliche Miteinander“, sagt er. Nach dem offiziellen Ende sitzen die Teilnehmer teilweise noch bis spät in die Nacht gemeinsam am Feuer. Nach der gelungenen Premiere 2024 bleibt für die zweite Auflage damit vor allem ein Wunsch: „Solange es keinen Regen gibt, ist alles gut.“














