Melanie Löhrhoff bei Unternehmer Celle: So funktioniert gutes Talentmanagement
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CELLE. Gute Mitarbeiter zu finden, ist schwierig – sie zu halten, oft noch schwerer. „Die guten Leute haben keine Probleme, was anderes zu finden. Die gehen raus und haben in drei Tagen was Neues“, sagt Melanie Löhrhoff. Als HR Director der Global Safety Division des Automobilzulieferers ITW verantwortet sie die weltweite Personalstrategie ihres Bereichs – und gilt als Expertin für modernes Talentmanagement. Ihr Wissen teilte sie nun im Rahmen der Schulungsreihe „Prio Personal“ des Netzwerks Unternehmer Celle (UC). Ziel: zu zeigen, wie Unternehmen Talente erkennen, fördern und langfristig binden können.
„Talent sollte immer Teil der Unternehmensstrategie sein.“
„Talent sollte immer Teil der Unternehmensstrategie sein“, betont die UC-Vorständin. Ohne die richtigen Leute am richtigen Platz lasse sich kein Ziel erreichen. Märkte, Technologien und Arbeitsanforderungen veränderten sich rasant. Fähigkeiten, die vor fünf Jahren entscheidend waren, seien heute oft überholt. Wer in diesem Wandel bestehen wolle, müsse seine Mitarbeitenden aktiv entwickeln – und den Mut haben, ihnen Chancen zu geben.
Zweimal im Jahr Talent Reviews
In ihrer Einheit bei ITW führt Löhrhoff gemeinsam mit dem Team regelmäßig Entwicklungsgespräche. Zusätzlich werden in sogenannten Talent Reviews zweimal im Jahr Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen besprochen – von Vertrieb über Technik bis HR. „Wir schauen uns an, was sich entwickelt hat, welche Potenziale sichtbar werden und was wir tun müssen, um sie weiter zu fördern.“
„Leistung zeigt den Ist-Zustand, Potenzial ist eine Prognose.“
Dabei sei entscheidend, zwischen High Performern und High Potentials zu unterscheiden. „Leistung zeigt den Ist-Zustand, Potenzial ist eine Prognose“, sagt Löhrhoff. Während High Performer konstant verlässlich arbeiten, zeichnen sich High Potentials durch Lernwillen, Motivation und den Wunsch nach Wachstum aus. Wichtig sei dabei die Kommunikation: „Wir sagen nicht: Du bist ein High Potential." Wenn sich die Prognose nicht bewahrheite, sei sonst schnell die Frustration groß.
Potenzial erkennen und fördern
Wer Potenzial erkenne, müsse gezielt fördern – durch Verantwortung, Weiterbildung oder neue Aufgaben. Große Systeme oder teure Software seien dafür nicht nötig. „Excel und ein klarer Kalender reichen völlig. Wichtiger ist, dass man diszipliniert im Austausch bleibt.“ Ihr Fazit: Talentmanagement ist kein Projekt, sondern Haltung. „Die wichtigste Ressource ist, dass man sich Zeit nimmt.“ Wer Zeit in seine Mitarbeitenden investiert, bekommt Engagement, Innovation und Wachstum zurück.





















