Mehr Geld und neue Richtlinie: So werden Kunst und Kultur in Celle künftig gefördert
- Stefan Kübler
- vor 2 Stunden
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CELLE. Wer in Celle eine kulturelle Veranstaltung oder ein Kultur-Projekt starten möchte, kann ab sofort auf eine städtische Förderung zurückgreifen, die transparenter und fokussierter gestaltet ist als bisher. Bereits im Dezember 2025 hatte der Rat der Stadt Celle beschlossen, das Jahresbudget für die kulturelle Förderung in der Stadt auf 30.000 Euro zu erhöhen. In der jüngsten Sitzung im Juni folgte nun die Verabschiedung einer neuen Kulturförderrichtlinie. In diesem Dokument ist festgelegt, nach welchen Kriterien die Stadt kulturelle Aktivitäten in Celle fördert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Antragstellende vorgehen sollten.
Kulturförderung in Celle soll „transparent, gerecht und zielgerichtet“ werden
Die neue Förderrichtlinie der Stadt Celle inklusive der Budgeterhöhung geht auf einen Antrag der Linken im Stadtrat zurück. „Um die Vergabe städtischer Mittel künftig transparent, gerecht und zielgerichtet zu gestalten, ist die Einführung einer Kulturförderrichtlinie hilfreich und sinnvoll“, hieß es darin. Die Förderung sollte klar definiert, einheitlich geregelt sowie planbar und effizient werden. „Eine solche Richtlinie dient dazu, (…) die kulturelle Teilhabe in allen gesellschaftlichen Gruppen zu fördern“, so die Linken weiter. Nach den üblichen Beratungen wurde die Richtlinie im Stadtrat mit 39 Ja-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen.
„Ziel ist es zudem, möglichst vielen Menschen (…) den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen.“
„Die Kulturförderung trägt nicht nur zur Attraktivität der Stadt Celle bei, sondern unterstützt vor allem die kulturelle Vielfalt, stärkt gesellschaftliche Teilhabe, fördert Diskurse und schützt die Freiheit künstlerischen Ausdrucks“, heißt es in der Einleitung der Richtlinie. „Ziel ist es zudem, möglichst vielen Menschen – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sozialem Status – den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen.“ Dementsprechend fördere die Stadt kulturelle Vorhaben, Einrichtungen und Initiativen, die zur Weiterentwicklung des kulturellen Lebens im Stadtgebiet beitragen. Ein Anspruch auf Förderung bestehe jedoch nicht. Die Gewährung von städtischen Mitteln erfolge freiwillig.
Aktivitäten sollen Attraktivität und Außenwirkung Celles fördern
Welche Aktivitäten gefördert werden, ist klar geregelt. Generell gehe es um künstlerische und kulturelle Formate, die inhaltlich überzeugen und öffentlich zugänglich sind. Außerdem sollten folgende Aspekte zumindest teilweise erfüllt sein:
Beitrag zur Attraktivität und Lebensqualität der Stadt Celle
Bewahrung und zeitgemäße Vermittlung kultureller Traditionen
Stärkung der Identifikation mit der Stadt Celle
positive Außenwirkung und Profilbildung der Stadt
Impulse für kulturelle Bildung und Austausch
Ergänzung oder Weiterentwicklung des bestehenden Kulturangebots
Transparente Infos über Vergabe von Fördermitteln
Weitere Voraussetzungen sind, dass das geförderte Vorhaben im Celler Stadtgebiet stattfindet, zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen hat und nicht überwiegend kommerziellen Zwecken dient. Anträge sollten neben Beschreibung und Kostenplan auch Angaben zu Zielgruppe und den angestrebten Wirkungen beinhalten. Über die Vergabe der Fördermittel soll der Fachdienst Kultur einmal im Jahr informieren.
Nächste Idee: Runder Tisch zum Thema Kultur
Die Linken im Celler Stadtrat zeigten sich mit der Entscheidung zu ihrem Antrag zufrieden. Es sei gut, dass mitgeteilt werde, wenn Förderanträge nicht bewilligt worden sind. „Das schafft Transparenz, das finde ich gut“, sagte Linken-Ratsherr Stephan Ohl. Als nächsten Schritt könne er sich die Einrichtung eines Runden Tisches vorstellen, an dem sich Kulturschaffende mit der Verwaltung austauschen können.














