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Wo sich die halbe Neue Straße trifft: Trattoria Celle mit Wohnzimmer-Charakter

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Inhaber Nuri mit Rad vor Trattoria Celle
(Fotos: Audrey-Lynn Struck)

CELLE. Wenn Nurettin "Nuri" Ekinci durch seine Trattoria läuft, bleibt kaum ein Tisch ohne kurzes Gespräch. Hier sitzt Stammgast Günter bei seiner Pizza, nebenan schaut Buchhändler Stefan Jakubik auf einen Espresso vorbei, während draußen vor dem Fenster jemand eine Handpizza für den Weg kaufen möchte. In der Trattoria in der Neuen Straße ist über die Jahre ein Ort entstanden, an dem nicht nur gegessen wird – sondern an dem Menschen zusammenkommen.


Quereinstieg in die Gastronomie


Nuri Ekinci ist selbst Quereinsteiger und wechselte vor knapp sechs Jahren in die Gastronomie. „Es hat sich einfach so angeboten. Ich hatte immer italienische Freunde und koche leidenschaftlich gerne und backe“, erzählt er. Aktuell arbeitet ein fünfköpfiges Team in der Trattoria. Seitdem entwickelt er seine original italienischen Rezepte ständig weiter.



Teig für Pizza ruht bis zu 72 Stunden


Seine Spezialität: Pizza. Der Teig dafür ruht bis zu 72 Stunden, ehe er frisch belegt wird – auch bei der Handpizza to go. Das ist die beste Pizza in Celle. Nuri macht alles, was man so machen muss für eine gute Pizza. Er lässt den Teig lange gehen und knetet gut durch, schwärmt Stammgast Günter. „Ich habe einen Gast aus Kirchhorst. Der ist schon 73 Jahre alt und kommt trotzdem immer mit dem Rad, nur um meine Lasagne zu essen“, sagt Nuri Ekinci stolz. Auch das Tiramisu ist hausgemacht – von seiner Frau.


„Das ist die beste Pizza in Celle. Nuri macht alles, was man so machen muss für eine gute Pizza.“

Das Ambiente in der Trattoria ist gemütlich mit Wohnzimmer-Charakter. Auf allen Tischen stehen frische Blumen – ein Muss für Nuri. Stammgast Günter schätzt jedoch noch etwas anderes an dem Restaurant: „Hier ist alles picobello sauber“, sagt Günter und zeigt auf die blitzsaubere Dunstabzugshaube. „Kleine Läden können das häufig nicht, aber hier wird nicht gemurkst.“



Neue Straße hält zusammen


Stefan Jakubik von Sternkopf & Hübel ergänzt: „Hier ist es so familiär wie bei Muttern.“ Der Buchhändler aus der Neuen Straße kommt nicht nur zum Essen oder für den Kindergeburtstag seiner Tochter vorbei, sondern nutzt nach Veranstaltungen auch mal die Geschirrspülmaschine der Trattoria. „Wir sind alle in unserer Straße inhabergeführte Läden und helfen uns gegenseitig“, sagt Nuri Ekinci. „Meine Bücher von den Kindern werden nur bei Stefan gekauft.“


„Hier ist es so familiär wie bei Muttern.“

Zwischen Handpizza, hausgemachtem Tiramisu und einem kurzen Espresso zwischendurch ist die Trattoria längst mehr als ein Restaurant. Sie ist ein Ort, an dem Freundschaften entstehen – so wie zwischen den Inhabern der Neuen Straße.



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