Marathon, Schlossfestival, Karstadt – Was passiert 2026 in Celle?
- Stefan Kübler
- 31. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

CELLE. Das alte Jahr neigt sich dem Ende entgegen, doch im Neuen Rathaus wird mit einem Auge bereits auf die Highlights im neuen Jahr geblickt. Worauf können sich die Cellerinnen und Celler im Jahr 2026 freuen? Was wird es Neues geben und wo wird gefeiert? CelleHeute hat mit Oberbürgermeister Jörg Nigge gesprochen und einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monate gewagt.
Outdoor-Fitness und Marathonstrecke
„Ich möchte Celle in allen Bereichen voranbringen“, sagt Oberbürgermeister Jörg Nigge im Gespräch mit CelleHeute. Dazu gehörten unter anderem die Bereiche Sport und Tourismus. 2026 sollen auch Garßen, Boye und Altenhagen einen Outdoor-Fitnesspark bekommen. Damit hätten dann alle Celler Stadtteile eine solche Anlage vorzuweisen. Im nächsten Schritt sollen sie über Laufstrecken miteinander verbunden werden. Angedacht ist sogar eine wettkampftaugliche Marathonstrecke einmal rund um Celle.

Auch das Projekt eines großen Funsportparks mit Pumptrack und Skatebahn wird weiterverfolgt. Nach der Absage des Hermann-Billung-Gymnasiums ist die Stadtverwaltung auf der Suche nach einem neuen Standort. Außerdem soll es zwei neue 3x3-Basketfelder in Altencelle und an den Dammaschwiesen geben
Reitsportbegeisterte Urlauber nach Celle locken
Im Bereich Tourismus soll Celle 2026 attraktiver für Reittouristen werden. „Celle ist bekannt für Pferde, das möchten wir hervorheben“, sagt Jörg Nigge. Geplant ist beispielsweise die Ausschilderung von Reitwegen im Stadtgebiet. Verbunden werden soll dies mit einem Netzwerk aus Hotels, die sich für einen Urlaub mit Pferd eignen, beispielsweise durch Abstellmöglichkeiten für Anhänger.
„Der Straßenkehrer kommt zurück.“
Ein weiteres Projekt der Stadt Celle dient der Sauberkeit. „Der Straßenkehrer kommt zurück“, kündigt Jörg Nigge an. Dabei geht es um ein kleines Fahrzeug, mit dem ein Mitarbeiter der Straßenreinigung unterwegs sein soll. Das Gerät sei über einen Joystick einfach zu steuern und soll spontan überall dort Halt machen, wo Müll aufzusammeln ist. Ausgestattet werden soll das Fahrzeug mit einem Sauger und weiteren Gerätschaften. Vorteil laut Stadtverwaltung ist, dass die Straßenreinigung sichtbar und ansprechbar wird. „Je sauberer es ist, desto höher die Hürde, dort Müll fallenzulassen“, so Jörg Nigges Hoffnung.
Zukunft des Karstadt-Areals
Auf dem Areal des verlassenen Karstadt-Kaufhauses soll es im kommenden Jahr ebenfalls Bewegung geben. Aktuell ist laut Stadt ein Entwicklungsbüro damit beauftragt, ein Nachnutzungskonzept für den Komplex zu entwickeln. Wenn bis April 2026 nichts Greifbares steht, will die Stadt selbst aktiv werden. Jörg Nigge favorisiert einen Abriss der Gebäude und eine Aufteilung des Areals in mehrere Einheiten, für die dann drei bis vier Investoren gefunden werden sollen. Sollte sich die Stadt in die Entwicklung einschalten, müsse darüber aber der Rat entscheiden.

Senioren, Tsellis und Wirtschaft
Ein weiteres Projekte der Stadt in 2026 ist die Einrichtung einer Stabstelle Senioren. „Es ist wichtig, älteren Menschen Angebote zu machen“, sagt Jörg Nigge und denkt dabei an Disco- und Kino-Events sowie die Zuhörbank. Außerdem soll das Celler Start-up-Center um ein viertes Unternehmen erweitert werden. Und als ersten Schritt hin zum geplanten Museumsdorf „Tsellis“ in Altencelle soll im kommenden Jahr ein Rundgang mit virtuellen Elementen eröffnet werden.
Pop, Funk und Metal vor dem Celler Schloss
Bei den Veranstaltungen 2026 in Celle hat Jörg Nigge bereits einen Favoriten. „Ich freue mich sehr über die Fortsetzung des Schlossfestivals“, sagt der Oberbürgermeister. Vom 10. bis 12. Juli 2026 stehen unter anderem Max Giesinger, Jan Delay und Hämatom auf der Bühne vor dem Celler Schloss. Weitere Highlights aus Sicht der Stadt sind das Lichterfest „Nordlichter“ vom 27. Februar bis 1. März, der Weinmarkt vom 29. Juli bis 2. August, das Rathausfest im Sommer sowie eine Kinderrally durch die Altstadt.













