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Literatur auf der Bühne: Sabrina Janesch liest „Sibir“


 



Autorin Sabrina Janesch

Foto: Frank Zauritz


Die vielfach ausgezeichnete Autorin Sabrina Janesch (u. a. Anna Seghers-Preis 2011 und Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2017) ist am Montag, den 6. Mai 2024 um 19.30 Uhr in Kunst&Bühne am Nordwall 46 in Celle zu Gast. In der Reihe „Literatur auf der Bühne“ liest sie aus ihrem Roman „Sibir“.

 

Furchterregend klingt das Wort, das der zehnjährige Josef Ambacher aufschnappt: Sibirien. Die Erwachsenen verwenden es für alles, was im fernen, fremden Osten liegt. Dorthin werden Hunderttausende deutscher Zivilisten – es ist das Jahr 1945 – von der Sowjetarmee verschleppt, unter ihnen auch Josef. Kasachstan ist das Ziel. Dort angekommen, findet er sich in einer harten, aber auch wundersamen, mythenvollen Welt wieder – und er lernt, sich gegen die Steppe und ihre Vorspiegelungen zu behaupten. Mühlheide, 1990: Josef Ambacher wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, als nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine Woge von Aussiedlern die niedersächsische Kleinstadt erreicht. Seine Tochter Leila steht zwischen den Welten und muss vermitteln – und das zu einem Zeitpunkt, an dem sie selbst den Spuk der Geschichte zu begreifen und zu bannen versucht.

Sabrina Janesch erzählt mitreißend und in leuchtenden Farben die Geschichte zweier Kindheiten, einmal in Zentralasien nach dem Zweiten Weltkrieg, einmal fünfzig Jahre später in Norddeutschland. Dabei spannt sie meisterhaft einen Bogen, der unbekannte, unerzählte Kapitel der deutsch-russischen Geschichte miteinander verbindet. Ein großer Roman über die Suche nach Heimat, die Geister der Vergangenheit und die Liebe, die sie zu besiegen vermag.

 

Sabrina Janesch wurde 1985 in Gifhorn in Niedersachsen geboren. Sie ist die Tochter einer polnischen Mutter und eines Vaters, der als Kind aus dem Wartheland nach Zentralasien verschleppt wurde. Für ihre Romane erhielt Janesch zahlreiche Preise; «Die goldene Stadt» (2017) wurde zum Bestseller. Für die Recherche zu «Sibir» sprach sie mit Zeitzeugen, las Tagebücher, historische Dokumente. Ihre Reise führte sie schließlich bis in das kasachische Steppendorf, in dem ihr Vater seine Kindheit verbracht hat. Sabrina Janesch lebt mit ihrer Familie in Münster.

 

Das ehrenamtliche Team von Kunst&Bühne ist besonders dankbar der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg und dem Lüneburgischen Landschaftsverband, mit deren Unterstützung die Umsetzung dieser Literaturreihe gelang.

 

Montag, 06.Mai 2024, Beginn 19.30 Uhr, Einlass 19.00 Uhr. Karten zu 15 € gibt es im s’Fachl in der Bergstraße 52, im Salon Matte Lackiato in der Schuhstraße 13 und online unter www.kunstundbuehne.de

 

 Text: Mathias Pauls

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