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Kolping und Caritas sorgen gemeinsam für Geflüchtete

CELLE. Mit einer WhatsApp-Nachricht vom Kolping Nationalverband der Ukraine war der Krieg plötzlich ganz nah. Vasyl Savka, Sekretär des dortigen Kolping Nationalverbandes, fragte bei der Celler Kolpingfamilie St. Hedwig nach einer Unterkunftsmöglichkeit für zwei ukrainische Familien aus Lemberg (Lwiw). Seit Ausbruch der Kampfhandlungen hatte man bei der Celler Kolpingfamilie schon

mit Anfragen von dort gerechnet, denn schließlich pflegen die beiden Kolpingfamilien schon seit vielen Jahren freundschaftliche Kontakte, auch mit gegenseitigen Besuchen in Zeiten des Friedens. Die Kolpingmitglieder Margitta und Hubert Beyel, seit Jahren auch beim Kolpingwerk Diözese Hildesheim im Arbeitskreis Ukraine engagiert, brauchten nur wenige Minuten, um auf die Bitte aus der Ukraine positiv zu reagieren.


Ein Rundruf beim Vorstand der Celler Kolpingfamilie reichte aus, um ein „okay, wir kriegen das hin“ einzuholen und sofort mit den Vorbereitungen für eine Aufnahme von zwölf Personen aus Vinnytsja und Lwiw zu beginnen. Bei Margitta Beyel laufen seither alle Fäden im Netzwerk Kolpinghilfe Ukraine zusammen: Die Immobilie Ehemaliges Pfarrhaus im Besitz der Caritas wurde zuletzt von syrischen Jugendlichen genutzt und steht seit 2 Jahren leer. Für Caritas-Geschäftsführer Daniel Schott eine Selbstverständlichkeit, dass jetzt Gäste aus der Ukraine dort wohnen. Für das Organisationsteam der Kolpingfamilie war das der Beginn eines Arbeits- und Improvisationssprints: Grundreinigung des Gebäudes, Kleinreparaturen, eine sparsame Möblierung mit Betten, Regalen und Küchengerät – und vor allem mit Wohnaccessoires, die ein wenig Behaglichkeit und Willkommenskultur vermitteln sollen. Alles zusammen ein Meisterstück der Hilfe – auch mit großer Bereitschaft aus der Kolpingfamilie und von Gemeindemitgliedern.


Seit dem 19. März sind sie nun da, inzwischen vier Familien mit drei Generationen aus einem ukrainischen Kriegsgebiet. Sie sind dankbar, als Gäste bei der Kolpingfamilie in Celle in Sicherheit leben zu können. Für die Kolpinger hören Sorgen und Fürsorge damit wohl noch lange nicht auf. „Wir

setzen alles daran, unsere Gäste in einen weitgehend normalen Alltag zu begleiten – erst Behördengänge, Schulbesuch sowie Deutschunterricht organisieren, dann Einkaufswege zu KolpingTEX und zum örtlichen Nahversorger sowie Freizeitmöglichkeiten kennenlernen“ zählt Hubert Beyel die ersten Not wendenden Schritte im Hilfemanagement auf. Die fachliche Beratung kommt von der Caritas. „Und in der übrigen Zeit kümmern wir uns noch um den Wohlfühlfaktor in einer ungewohnten Umgebung mit so vielen Fragezeichen“, fügt Bernhard Kolle vom Leitungsteam der Kolpingfamilie

hinzu.


Mit diesen Bausteinen will das Kolpingteam zusammen mit etlichen UnterstützerInnen die unsagbare Not der Geflüchteten mindern. Alle Beteiligten bekräftigen überzeugt: Wir kriegen das hin! So stellt sich die Kolpingfamilie St. Hedwig auf eine längere Gastgeberrolle ein. Zu diesem Bild der Zuversicht gehört auch eine unerwartete Spendenbereitschaft der Kolpinger: Ein Spendentopf bei der Mitgliederversammlung wurde spontan mit 1.300 Euro angefüllt, um für Geflüchtete Soforthilfen finanzieren zu können.

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