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Kleinkaliber Schützenverein Baven e.V. blickt auf 100 Jahre zurück

  • Extern
  • vor 5 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit
Gruppe Menschen mit Scheiben
Schützenkönig Marco Heiser (2.v.r.) mit den Ehrengästen. Foto: Klaus Loepp

HERMANNSBURG-BAVEN. Der Kleinkaliber Schützenverein Baven e.V. (KKS Baven) in der Gemeinde Südheide kann in diesem Jahr auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Grund genug also, dass diesjährige Schützenfest vom 26. bis 28. Juni 2026 etwas größer ausfallen zu lassen und dazu viele Ehrengäste einzuladen.


Neben der Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide, Katharina Ebeling, war unter anderem auch der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Henning Otte vor Ort, um mit den Schützenbrüdern und Schützenschwestern dieses besondere Jubiläum zu feiern. Ebenso hatten es sich Landrat Axel Flader sowie die Vertreter des Niedersächsischen Sportschützenverbandes, Norbert Schüpp, und die stellvertretende Vorsitzende des Kreisschützenverbands Celle, Maren Gremmel, nicht nehmen lassen, dabei zu sein und ein paar Grußworte zu sprechen.


Bürgermeisterin Ebeling überbrachte die Glückwünsche des Rates und der Gemeinde Südheide zum 100-jährigen Jubiläum, einem besonderes zu würdigendem Meilenstein in der Vereinsgeschichte und stellte heraus, wie bedeutsam das Schützenwesen des Kleinkalibers-Schützenverein Baven e.V. für das Gemeinwohl in der Gemeinde sei und welchen festen Bestandteil der Verein in der Gemeinde seit jeher hat. Besonders gut kam es an, dass sie ihre Grußworte zweisprachig, sowohl in Hochdeutsch als auch in Plattdeutscher Sprache überbrachte.


Auch Hennig Otte betonte, dass das Schützenwesen und die Bundeswehr viel miteinander verbinden würde. „Kameradschaft und Zusammenhalt, Marsch und Musik – aber vor allem die gemeinsame Haltung für unsere Demokratie. Und hier in Baven wird der Zusammenhalt in diesem Dorf ohnehin großgeschrieben!“, unterstrich der Wehrbeauftragte abschließend.


Diesen Worten schloss sich auch Ortsbürgermeister Norbert Nehrig an, der in seiner Rede die Wichtigkeit des Schützenwesens heraushob. So seien Schützenvereine das Herzstück des ländlichen Lebens. „Sie stärken den Zusammenhalt und sind ein unverzichtbarer Teil des Gemeinwesens. Hier wird gelebt, was unserer Gesellschaft so besonders macht: Miteinander statt Nebeneinander“, betonte Nehrig.


Männerportrait
Marco Heiser, der Heimatverbundene, ist in diesem Jubiläumsjahr der neue Schützenkönig in Baven. Foto: Klaus Loepp
Schützenfest

Das Schützenfest begann am Freitag mit der Abholung des alten Königs „Jörg der Innovationsfreudige“ und dem Festkommers auf dem Festzelt mit diversen Ehrengästen und Gastvereinen. Anschließend wurde Marco Heiser, der Heimatverbundene, als neuer (Jubiläums)König proklamiert und Ilona Bergmann als Damenbeste.


Für musikalische Untermalung eines langen Abends sorgte die Gruppe Schampus. Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet eröffnet das Festprogramm am Samstag, gefolgt von dem traditionellen Anbringen der Königsscheibe am Haus des neuen Schützenkönigs. Im Verlauf des Nachmittags fanden dann die weiteren Proklamationen statt.


So wurde Pola Schaffner Jugendkönigin und bei den Junioren konnte Mia Lange den Sieg erringen. Jugenddorfkönig wurde Thor Borchard. Als Dorfkönig konnte sich Ulf Sowinski durchsetzen. Eine Party am Abend sorgte dann für einen gelungenen Abschluss des Tages.


Am Sonntag wurden kurz nach Mittag die Gastvereine für den großen Festumzug durch Baven begrüßt. Zum Jubiläumsumzug hatten es sich Spielmannszüge, Schützenvereine aus dem Celler Nordkreis,

Vereine aus der Gemeinde Südheide trotz großer Hitze nicht nehmen lassen, diesen Tag gemeinsam mit dem KKS Baven zu erleben.


Historie

Im Jahr 1926 waren es acht junge Männer, die in der damaligen Gastwirtschaft ‚Drei Linden‘ in Baven, den Schützenverein gründeten- Ihnen war sicher nicht bewusst, dass dieser Verein noch in 100 Jahren existieren sollte. Zur ersten Ausstattung gehörte ein Kleinkalibergewehr, mit dem hin und wieder hinter der Gastwirtschaft auf einem einfachen 75-Meter-Stand geschossen wurde.


Das erste Schützenfest fand bereits zwei Jahre später, am 30. Juni 1928 statt. In den Folgejahren entwickelten sich die Mitgliederzahlen stetig. „Wenn wir in diesen Tagen unser Jubiläum begehen, feiern wir 100 Jahre Tradition und Leidenschaft und den festen Willen, diese lebendig zu halten“, so der 1. Vorsitzende Dirk Bergmann. „So gehören gute und schlechte Zeiten zum Werdegang eines Vereins und immer wieder mussten und müssen zahlreiche Anforderungen und Auflagen an Schießstände, Sportgeräte und Gebäude erfüllt werden. Das erfordert immer wieder Investitionen und Neuanschaffung“.


Das Vereinsleben in Baven ist bis heute geprägt durch Aktivitäten und gemeinschaftliche Veranstaltungen. Der Schießsport ist die tragende Säule des Vereins und die sportlichen Erfolge geben den Verantwortlichen Recht. „Unser Verein steht seit jeher nicht nur für sportliche Leistungen im Schießsport, sondern vor allem für Gemeinschaft, Tradition und Zusammenhalt. Wir blicken heute mit Stolz auf das Erreichte zurück, aber auch mit Zuversicht nach vorn. Wir werden unseren Verein auch in der Zukunft als Ort der Begegnung, des Sports und der Tradition gestalten“, sagte der 1. Vorsitzende abschließend.



Text: Paul Hicks

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