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Kleines Dorf – große Geschichte: Altensalzkoth feiert 300-jährigesJubiläum

  • Extern
  • 20. Mai 2025
  • 3 Min. Lesezeit
Zwei Männer bohren einen Stamm an
Foto: Rosi Siemsglüß

ALTENSALZKOTH. „Kleines Dorf – große Geschichte“, brachte es Landrat Axel Flader in seiner Festrede auf den Punkt. Was er damit meinte, war beim großen Jubiläumsfest in Altensalzkoth eindrucksvoll zu erleben: Mitspürbarem Stolz, viel Herzblut und echtem Gemeinschaftsgeist feierte der Ort am Wochenende sein 300-jähriges Bestehen – und erinnerte damit an ein bedeutendes Kapitel regionaler Geschichte.


Im Jahr 1725 wurde der Siedeplatz der Saline Sülze nach Altensalzkoth verlegt – und damit der Grundstein für eine neue Siedlung im moorigen Umlandgelegt. Die salzhaltige Sole wurde über eine etwa fünf Kilometer langehölzerne Röhrenleitung aus Sülze herangeführt, mit dem reichlich vorhandenen Torf befeuert und in sogenannten „Kothen“ zu Salz gesiedet. Noch heute erinnert der Ortsname an diese Ursprünge: Altensalzkoth – Alte Salz-Kothen.


Dass Altensalzkoth heute stolz auf diese Geschichte zurückblickt, ist vor allem dem Engagement der Dorfgemeinschaft zu verdanken. Das Jubiläumsfestwurde von einem ehrenamtlichen Organisationsteam vorbereitet – initiiert vom ortsansässigen Hobby-Heimatforscher Martin Lindhorst.


Festplatz mit vielen Menschen
Foto: Siemsglüß

Schon 1995 hatte Lindhorst die Idee, eines Tages ein Jubiläum zu feiern, und begann bereits damals, Informationen und Bildmaterial zu sammeln. Er zog von Haus zu Haus, fotografierte die Bewohnerinnen und Bewohner jeweils vor ihrer Haustür und legte damit den Grundstein für ein außergewöhnliches Archiv, das einen Teil der Geschichte des Ortes festhält.


Diese Fotos von 1995 wurden nun beim Jubiläum gemeinsam mit historischen Dokumenten zur Geschichte der Salzgewinnung sowie aktuellen Bildern aus der Arbeitskreis-Vorbereitung eindrucksvoll entlang der Rückwand des Festzeltes präsentiert.


Ein separater Pavillon zeigte zusätzlich großformatige Informationstafeln, die künftig in einer noch im Bau befindlichen Ausstellungshütte dauerhaft ihren Platz finden sollen.


In Zusammenarbeit mit dem Lüneburgischen Landschaftsverband entsteht in Altensalzkoth so eine Außenstelle des Salinenmuseums in Sülze – so wie schon damals Altensalzkoth eine Außenstelle der Saline war. Die neue Ausstellung des Salinenvereins Sülze soll nicht nur informieren, sondern auch ein Ort der Begegnung werden – ein kleiner Platz mit Sitzmöglichkeiten, der Wandernde, Radfahrende und Interessierte im Naturpark Südheide zum Verweilen und Entdecken einlädt. (Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt darüber berichten)


Menschen auf der Bühne
Foto: Siemsglüß

Feierlich eröffnet wurde die begleitende Ausstellung mit einem symbolischen Banddurchschnitt – in Anwesenheit von Landrat Axel Flader, dem Bürgermeister von Sülze, Michael Buhr, sowie zahlreichen weiteren Gästen. In seinen Grußworten würdigte Flader die „kulturelle Leistung der Dorfgemeinschaft“, die es verstanden habe, ein historisches Ereignis mit Leben zu füllen: „300 Jahre Altensalzkoth – das bedeutet 300 Jahre Geschichte, Arbeit und Wandel. Die Salzgewinnung war ein Motor für wirtschaftliche Entwicklung, aber vor allem ein Beispiel dafür, wie Menschen gemeinsam etwas aufbauen.“


„Dieses Projekt hat die Dorfgemeinschaft noch einmal mehr zusammengeschweißt“, beschreibt Gabriele Link, Vorsitzende des Salinenvereins, ihren Eindruck. Sie hatte gemeinsam mit Lindhorst und vielen Helfenden maßgeblich an der historischen Aufarbeitung mitgewirkt. Unterstützt wurde die Gruppe tatkräftig vom Salinenverein Sülze, dem Verein Dorfleben Eversen und dem Team Hotel Helms, das für deftiges Essen und Getränke sorgte, sowie von vielen helfenden Händen, die Kuchen spendeten.


In ihrer Ansprache stellte Gabriele Link, auch bekannt als „Die Sülterin" die engen Verbindungen zwischen Altensalzkoth und der Saline Sülze heraus und lud zum Besuch des Salinenmuseums ein – für alle, die tiefer in die Geschichte eintauchen wollen. Auch Eversens Ortsbürgermeister Björn Frieling – der auch für seinen Amtskollegen aus Sülze sprach – betonte die Bedeutung der Salzgewinnung für die Entstehung des Ortes und würdigte das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Ein besonderer geistlicher Akzent kam von Stefan Thäsler, dem Pastor des Kirchspiels Sülze. Der Pastor sprach den Segen für die Veranstaltung und untertstrich die Bedeutung des Ortes als Ort der Gemeinschaft.


Band auf Bühne
Foto: Siemsglüß

Für musikalische Höhepunkte sorgte die Familie Weseloh mit ihrer Band „Projekt W69“ mit einer umgedichteten Version von „An Tagen wie diesen“, die ganz auf Altensalzkoth zugeschnitten war – ein Gänsehautmoment gleich zu Beginn.


Jagdhornbläser
Foto: Siemsglüß

Der Männergesangverein Eversen und die Jagdhornbläser des HegeringsSülze begleiteten das Programm mit traditionellen Liedern wie dem "Eversenlied" oder „Kein schöner Land“. Für eine Überraschung sorgte der Spielmannszug Eversen, der – ungeplant, aber in voller Montur – erschien und spontan einige Stücke spielte, sehr zur Freude der Anwesenden. Ein besonderer Höhepunkt war die "Ambosspolka", bei der Holger Marwede den Spielmannszug am Amboss begleitete.


Band auf Bühne
Foto: Siemsglüß

Neben Musik und Reden bot das Fest Stationen zum Mitmachen und Entdecken. Kinder vergnügten sich auf einer Hüpfburg, während historisch Interessierte selbst ausprobieren konnten, wie mühselig es war, ein Loch in eine Holzwasserleitung zu bohren.


Ein besonderer Dank galt der Familie Kramer, auf deren Hof – Haus Nummer 1 –das Jubiläumsfest stattfinden durfte und auch die spätere Ausstellungverortet sein wird. Das Organisationsteam überreichte Frau Kramer als Zeichen des Danks und  der Wertschätzung ein Präsent. In ihrer charmanten Art trug sie zudem eine heitere Anekdote vor, die für viele Lacher unter den Gästen sorgte.


Die Organisatoren sind begeistert über den Zustrom an interessierten Besuchern, die sich nicht einmal durch verschiedene Regenschauer abhalten ließen, zu bleiben, sich zu informieren, der Musik zu lauschen und zu genießen.



Text: Siemsglüß

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