Kaiserpanorama gewährt Einblicke in die Welt unter Wietze

CELLE. Die fotoplastischen virtuellen Rundreisen im Kaiser-Panorama der Altstadt neigen sich dem Ende zu. Ein letztes Mal besteht Gelegenheit, Eindrücke von den Tiefen unterhalb des Ortes Wietze zu erlangen. Der Erdölschacht der DEA in Wietze ist zwar schon seit nahezu 60 Jahren geschlossen und verfüllt, aber es gelang dem Förderverein für Kaiser-Panoramen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für das Deutsche Erdölmuseum, die einzigartigen Aufnahmen aus der Tiefe unserer Heimat zu bewahren und zu konservieren.


Wer sich herantraut und ins Panorama späht, wird für einige Minuten in die Arbeitswelt unserer Vorfahren hineingezogen. Die damaligen Arbeitsbedingungen in rund 160 Meter Tiefe fordern Respekt ab. Man ahnt, was ein Ölmuckel ist, versteht, was ein Versatzbohrloch oder Geflute ist und macht Bekanntschaft mit dem „Eisernen Bergmann“. Interessant, nicht nur für diejenigen, die an Heimatgeschichte interessiert sind oder deren Großväter noch im Erdölschacht geschafft haben. Die Serie bleibt noch bis zum 8. Juli bei Fotostudio Kersten Wogan, Schuhstraße 3 im Programm. Danach wird das Kaiser-Panorama auf unbestimmte Zeit abgebaut.


Einige Bildtitel der Serie, geben einen Überblick über die Motive:


Blick über das Werkgelände der DEA in Wietze

Ölsandstrecke mit Sickerölgrube, Geflute und Pressluftpumpe, ein so genannter „Eiserner Bergmann“

Sickerölstrecke mit eisernem Türstock, Geflute und Frischluftlutten

Aufhauen der Ölsandlagerstätte, gut erkennbar die Transportgleise

Reparaturarbeiten an einer Strecke, mit Sonderbewetterung

Strebaufhauen mit Förderband, Holzstempelausbau mit Getriebezimmerung in der First

Ölsandeinbruch im Streb

Hereingewinnung des Ölsandes mit dem Abbauhammer

Schaufelarbeiten im Streb

Anstecken der Vorpfandhölzer im Streb

Setzen des Zwischenbaues

Vortreiben der Vorpfändhölzer in der First

Abfüllen des Ölsandes in der Förderstrecke

Versatzbohrloch Übertage, Einbringen von Ausbaumaterial

Versatzbohrloch, Einwerfen von Verzugshölzern

Versatzbohrloch unter Tage, Aufgabe des Versatzsandes auf Förderband

Transport des Versatzmaterials zum Streb

Verkippen der Förderwagen Übertage zum Auswaschen des Sandes

Abzug des Sandes in die Auswaschbehälter


(= 19 von insgesamt 24 photoplastischen Aufnahmen).


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