„Jugend debattiert“: Vier Kreisbeste vertreten Celle beim Landesentscheid
- Stefan Kübler
- vor 11 Stunden
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CELLE. Gut diskutieren und argumentieren zu können ist sicherlich keine schlechte Eigenschaft, um selbstbewusst durchs Leben zu kommen. Dieses Talent wird unter anderem durch den bundesweiten Wettbewerb „Jugend debattiert“ gefördert. Am 10. März findet der Niedersächsische Landesentscheid in Hannover statt. Aus Stadt und Landkreis Celle sind in diesem Jahr drei Schülerinnen und ein Schüler dabei. Für die Altersgruppe 1 (Klassen 8-10) haben sich Anna Tietgen und Helen Schmidt vom KAV und für die Altersgruppe 2 (Klassen 11-13) Charlotte Gethöffer vom KAV und Jonte Surburg vom Immanuel-Kant-Gymnasium Lachendorf (IKG) qualifiziert.
Über Bafög, Wahlpflicht und Putzen der Schule debattiert
Bis klar war, dass diese vier den Landkreis Celle beim Landesentscheid vertreten dürfen, war einiges an Vorbereitung nötig. Anfang des Jahres wurde an den Schulen zur Teilnahme an „Jugend debattiert“ aufgerufen. Anschließend folgten Workshops und die Schulfinals. „Wir mussten darüber debattieren, ob Schüler ihre Schule selbst putzen sollten und ob Bafög elternunabhängig gewährt werden sollte“, erzählt Charlotte Gethöffer, die das KAV-Schulfinale und anschließend auch das Kreisfinale in ihrer Altersklasse für sich entscheiden konnte. Beim Kreisfinale seien die Themen erst wenige Tage vorher bekannt gegeben worden. „Das war der Stress meines Lebens“, sagt Charlotte.
„Cool, den Landkreis Celle beim Landesentscheid zu vertreten.“
Nach dem Kreisfinale ging es für die vier Besten im Februar zum Regionalseminar nach Lingen. Drei Tage lang lernten die Schülerinnen und Schüler Tricks und Kniffe für erfolgreiches Debattieren. „Wir haben gelernt, wie man selbstbewusst auftritt und spontaner reagiert“, erzählt Anna Tietgen. Am Ende habe es große Debatten zu den Themen Wahlpflicht sowie Künstliche Intelligenz im Einsatz bei der Beurteilung von Prüfungen gegeben. Anna und Charlotte sind bereits zum zweiten Mal bei dem Wettbewerb dabei. Ein bisschen aufgeregt sind beide trotzdem. „Ich versuche, mir keinen zu großen Kopf zu machen“, sagt Anna. „Es ist schon cool, den Landkreis Celle beim Landesentscheid zu vertreten.“
Wertschätzung und Gesprächskompetenz
Beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ wird nicht nur auf selbstbewusstes Argumentieren geachtet, sondern auch auf einen respektvollen und wertschätzenden Umgang. Die Teilnehmenden müssen abwechselnd Pro- und Contra-Positionen einnehmen und aufeinander eingehen. Formulierungen wie „Du hast gesagt, dass… wir denken aber, dass…“ sind bei der Jury gerne gesehen. Es geht darum, Interesse zu bekunden und Gesprächskompetenz zu zeigen.
Landesentscheid am 10. März in Hannover
Das sind alles Eigenschaften, die sich im Schulalltag und dem späteren Berufsleben als wertvoll erweisen können. Anna und Charlotte haben beispielsweise gelernt, wie sie in Schulaufsätzen besser argumentieren. Auch später können diese Erfahrungen noch nützlich sein. Charlotte beispielsweise möchte zwar keine Politikerin werden, könnte sich aber vorstellen, im Journalismus zu arbeiten. Beim Landesentscheid von „Jugend debattiert“ am 10. März in Hannover werden möglicherweise die Grundsteine dafür gelegt.














