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Jeden Tag Flohmarkt: „Tante Trödel“ bringt neues Second-Hand-Konzept nach Celle

Zwei Frauen mit einem Banner in der Hand in einem leeren Ladengeschäft mit weißen Wänden.
Bald stehen hier 200 Regale. Diana Thomas (rechts) und Ramona Spilker freuen sich auf Celle. (Foto: Stefan Kübler)

CELLE. In der Celler Bergstraße ist bald jeden Tag Flohmarkt - zumindest während der Ladenöffnungszeiten. Im Laufe des Sommers eröffnet dort „Tante Trödel“, ein Geschäft mit einem Konzept, das Ordnung in die Keller und Abstellräume der Cellerinnen und Celler bringen soll. Wer etwas loswerden möchte, das er nicht mehr braucht, kann es dort ins Regal legen und verkaufen. Und das ohne den Aufwand, den Flohmärkte und Kleinanzeigen manchmal mit sich bringen. „Jeder von uns hat zu viel“, sagt Gründerin Diana Thomas, die mit dem Flohmarktladen Nachhaltigkeit fördern und einen Begegnungsort schaffen möchte.


Konzept: Regal mieten und eigene Sachen anbieten


Das Konzept von „Tante Trödel“ ist einfach. Wer zu Hause etwas hat, das er oder sie loswerden möchte, kann in dem Laden ein Regal mieten und die Sachen dort zum Verkauf anbieten. Die Preise bestimmen die Verkäuferinnen und Verkäufer selbst. Aufsicht und Abrechnung übernimmt das Personal im Geschäft. Der Vorteil: Niemand muss mehr stundenlang auf einem Flohmarkt stehen oder sich mit Preisverhandlungen bei Online-Kleinanzeigen herumschlagen. Verkauft werden kann eigentlich alles, was gut erhalten ist und eine gewisse Qualität hat. „Richtig gut gehen Schallplatten und Schmuck. Auch Kindersachen gehen super“, sagt Diana Thomas. „Was gar nicht geht, sind Bügeleisen.“ Wichtig sei, dass die Sachen gepflegt und sauber seien. Ramsch sei unerwünscht.


Über Dänemark und Lüneburg nach Celle


„Tante Trödel“ hat seinen Ursprung in Lüneburg. Gründerin Diana Thomas lernte das Konzept des Flohmarktladens bei einem Urlaub in Dänemark kennen und wusste sofort: „Sowas braucht Lüneburg auch.“ 2023 ging sie mit ihrem ersten Geschäft in der Hansestadt an den Start. Auf der Suche nach einem zweiten Standort schaute sie sich unter anderem in Braunschweig, Oldenburg und Buxtehude um. In Celle sei es aber „ganz flott“ gegangen. Die Stadt habe ihr zwei mögliche Flächen gezeigt. Entschieden hat sie sich schließlich für das Objekt in der Bergstraße, in dem zuvor der Nordmarkt und davor der Frischemarkt der Lebenshilfe untergebracht war. Barrierefreiheit sei wichtig gewesen, ebenso die Nähe zum Parkhaus direkt nebenan.



In Lüneburg gibt es „Tante Trödel“ seit drei Jahren. Der Laden in Celle soll ähnlich aussehen. (Fotos: Tante Trödel / Sophie Wolter)


„Wir finden, das ist ein guter Vibe hier.“

„Ich bin gekommen, um zu bleiben“, sagt Diana Thomas. Mit „Tante Trödel“ möchte sie in Celle nicht nur einen Ort schaffen, wo Dinge verkauft werden. Es soll auch ein Ort der Begegnung werden, an dem die Menschen Zeit verbringen, ins Gespräch kommen und entschleunigen können. Nebenbei soll es auch „der coolste Laden der Stadt“ werden. „In Lüneburg ist unser Laden nie leer, auch wenn die Stadt leer ist“, sagt die Inhaberin, die selbst Second-Hand-Kleidung sowie eine gebrauchte Armbanduhr und alten Schmuck trägt. Celle habe sie vorher nicht so richtig gekannt, sei von der „Charmanz“ aber begeistert. „Wir haben total Lust auf Celle. Wir finden, das ist ein guter Vibe hier.“


Für alles, was schön und gepflegt ist


Im Laden in der Bergstraße sollen bald 200 Regale stehen. Gemietet werden können maximal vier pro Kundin und Kunde. Ein Regal kostet 60 Euro für vier Wochen, maximale Laufzeit sind drei Monate. Neben der Regalmiete gehen 25 Prozent des Umsatzes an „Tante Trödel“, den Rest behalten die Anbietenden. In den Bereichen Kleidung, Kinder, „dies und das“ sowie Schmuck, Kunsthandwerk und Schallplatten kann eigentlich alles angeboten werden, was schön und gepflegt ist. Unerwünscht sind Waffen, „NS-Zeug“ und ähnliches. Einen genauen Starttermin gibt es noch nicht. Ende Juli 2026 sollen Verkäuferinnen und Verkäufer einziehen können, für Anfang August ist die Eröffnung geplant. „Wir hoffen, dass die Celler uns so gut aufnehmen wie die Lüneburger“, so Diana Thomas.     

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