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Ist das ein Denkmal oder kann das weg? Burgwall Altencelle von Verfall bedroht

Burgwall Altencelle mit Treppe und Infotafel.
Der Burgwall in Altencelle gilt als bedeutendes Bodendenkmal in Niedersachsen. (Foto: Stefan Kübler)

CELLE. Wenn Bäume sprechen könnten, hätten sie wahrscheinlich viel zu erzählen. In Altencelle würden sie sich möglicherweise darüber beschweren, dass der alte Burgwall, auf dem sie wachsen, in einem so bemitleidenswerten Zustand ist. Die historische Wallanlage aus dem 10. Jahrhundert, eines der bedeutendsten Bodendenkmäler Niedersachsens, bietet derzeit einen traurigen Anblick. Der Aufstieg über die Treppe ist mit Vorsicht zu genießen. Das Geländer ist beschädigt, auf einer Seite fehlt der Handlauf. Infotafel und Sitzbank machen keinen einladenden Eindruck. Überall herrscht Wildwuchs. Auf dem Rundweg oben auf dem Wall liegt ein umgestürzter Baum und verrottet langsam.


„Das ist ein unmöglicher Zustand.“

In Altencelle wird der Zustand des Burgwalls mit Sorge betrachtet. Die Fördergemeinschaft historisches Altencelle (FHA) beispielsweise wünscht sich eine bessere Pflege der geschichtsträchtigen Stätte, immerhin namensgebend für den Ortsteil Burg. Der Verein könnte sich vorstellen, Mittelalter-Veranstaltungen im Burgwall durchzuführen, auch in Verbindung mit dem am Apfelweg geplanten Museumsdorf „Tsellis“. „Das ist ein unmöglicher Zustand“, beklagt Vereinsvorsitzender Jan Klusmann. Er weiß aber auch: „Es geht ums Geld.“


Ortsrat und Förderverein wünschen sich Pflege des Burgwalls


Die Herausforderung beim Burgwall in Altencelle besteht in den Besitzverhältnissen. Das Gelände gehört nicht der Stadt Celle, sondern offenbar zwei privaten Eigentümern. „Den Eigentümern ist es nicht zuzumuten, das Denkmal in einen verkehrstüchtigen Zustand zu bringen“, so Jan Klusmann. Er würde sich jedoch wünschen, dass die Stadt die Kulturstätte für einen symbolischen Betrag anpachten dürfte, um sie pflegen zu können.



Beschädigtes Geländer, zugewachsene Wege: Der Burgwall ist derzeit in einem sehr ungepflegten Zustand. (Fotos: Stefan Kübler)


Auch dem Altenceller Ortsrat ist die Angelegenheit ein Dorn im Auge. Erste Gespräche mit den Eigentümern hätten bereits stattgefunden, allerdings ohne Ergebnis. „Uns sind die Hände gebunden“, sagt Ortsbürgermeister Dirk Heindorff.


„Wir sind an der Sache dran.“

Ob sich die Celler Stadtverwaltung aktuell um einen besseren Zugang zum Burgwall bemüht, ist unklar. Zu möglichen Plänen und zur Zukunft des Denkmals gibt es bislang keine konkreten Auskünfte. „Wir sind an der Sache dran“, teilt Stadtsprecherin Myriam Meißner mit.



Was ist der Burgwall Altencelle?


Der Burgwall in Altencelle, auch Ringwall oder Lönswall genannt, gehört laut Forschung zu den bedeutendsten frühmittelalterlichen Kulturdenkmälern in Celle. Die Anlage wurde demnach im 10. Jahrhundert errichtet und soll der Bevölkerung als Fliehburg in der Nähe der Fuhse gedient haben. Bei Ausgrabungen in den 1930er-Jahren wurden Überreste gefunden, die darauf hindeuten, dass innerhalb des Erdwalls einmal drei Gebäude standen und sich auf der Ostseite ein Tor befand. Die jüngsten archäologischen Untersuchungen fanden 2013 statt.

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