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Internationaler Jugendworkcamp in Oldau und Bergen




OLDAU/BERGEN. Vom 26. März – 02. April 2023 findet das 29. Internationale Jugendworkcamp in der CVJM- Jugendbildungsstätte „Anne-Frank-Haus“ in Oldau und auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen- Belsen erstmalig wieder in Präsenz und unter dem Titel Spring School: Education and Remembrance statt. Das Internationale Jugendworkcamp ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Landesjugendring Niedersachsen e.V. und der Gedenkstätte Bergen-Belsen und zeichnet sich insbesondere durch die jugendgerechte sowie wissenschaftlich fundierte Vermittlung historischer Bildungsinhalte aus.

Rund 25 junge Menschen aus mehreren Nationen kommen zusammen, um sich mit der Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen zu befassen. Die Auseinandersetzung mit dieser Thematik bildet dabei das Fundament für ein Verständnis der Ursachen des Nationalsozialismus und die Diskussions- bzw. Arbeitsgrundlage für die Beschäftigung mit Kontinuitäten und Diskontinuitäten von Diskriminierung, Verfolgung und Mord. Neben der Arbeit auf dem Gelände bieten verschiedene Workshops die Möglichkeit, das Wissen um die geschichtlichen und gegenwärtigen Lebensrealitäten von Betroffenen zu erweitern. Die Teilnehmenden können so im Rahmen der internationalen Begegnung inhaltlich sowie kreativ tätig werden. „Unsere Arbeit zielt darauf, den Teilnehmenden Werkzeuge zum besseren Verstehen von Ungleichheitsverhältnissen zu vermitteln, die ihnen über ein kritisches Geschichtsbewusstsein hinaus die Möglichkeit bieten, sich selbstständig zu bilden und aktiv zu handeln“, fasst Elke Gryglewski, Leiterin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die Projektidee der Spring School zusammen. Daher lernen die Jugendlichen neben der Geschichte des Lagers sowie den Workshops einen Überlebenden und seine Erzählungen im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs kennen und machen des Weiteren eine Exkursion nach Hannover, in der Geschichten des Widerstands und Mitmachens erfasst sowie Gespräche mit der Lokalpolitik, dem Bürgermeister und jugendpolitischen Fraktionssprechern der Landesregierung geführt werden.

Das Team bestehe aus fünf ehrenamtlichen Vertretern, die je aus den Jugendverbänden des Landesjugendrings in Niedersachsen wie den freien Mitarbeitenden der Gedenkstätte Bergen-Belsen stammen sowie eines hauptamtlichen, pädagogischen Leiters. Diese gestalten ein Programm, das neben den historischen Verbrechen des Nationalsozialismus und seinen multiplen Konsequenzen bis in die Gegenwart, Diskriminierung im Jetzt aber auch die Erfahrungen mit unterschiedlichen Krisen in den Alltagswelten der jungen Teilnehmern thematisiert. Die Spring School, oder in Vergangenheit die internationalen Jugendworkcamps, boten von jeher Platz für die Knüpfung von Freundschaften die noch weit über Europa und die einwöchige Veranstaltung hinaus Bestand haben und hatten und dabei den Jugendlichen die Möglichkeit bieten aus den Erfahrungen und Alltagswelten der anderen Teilnehmer:innen zu lernen. „Es ist uns wichtig, dass sich junge Menschen auch fünfundsiebzig Jahre nach der Befreiung mit der Geschichte des Lagers und des Ortes befassen. Daneben wollen wir ihnen den Raum bieten, sich über mehrdimensionale Krisen wie den Krieg gegen die Ukraine, den Klimawandel, die Pandemie oder das Problem von Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus auszutauschen und etwas über die Lebenswelten der anderen Teilnehmenden lernen zu können“, führt Norik Mentzing, Jugendbildungsreferent des Anne-Frank-Hauses (Oldau), aus. „Daran schließt sich die Idee an, gemeinsam handlungsfähiger zu werden und sich solidarisch gegen Prozesse der Ungleichheit und Diskriminierung zu wehren“.


Die Spring School wird gefördert aus Mitteln der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Geldern des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kinder- und Jugendplan, dem Fonds Frieden stiften sowie durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung. Anmeldungen sind noch bis zum 12.März 2023 möglich. Weitere Informationen und auch Presseanfragen werden gerne unter der Telefonnummer 05143-1624 oder Mobil unter 0178 5840028 sowie per E-Mail an mentzing@cvjm-lvh.de gegeben bzw. beantwortet. Flyer und weiteres finden sich unter anderem auf der Website des Anne-Frank-Hauses unter https://anne-frank-haus-cvjm.de/ sowie unter https://cvjm-lvh.de/

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