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HWK-Herbst-Konjunkturumfrage: Handwerk ist wieder zuversichtlicher, Bauhauptgewerbe rutscht ab


Symbolfoto

CELLE/LÜNEBURG. Die Stimmung im Handwerk hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgehellt - mit einer Ausnahme: Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe rutscht weiter ab. In der aktuellen Herbstumfrage zur Konjunktur registriert die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade über alle Handwerksgruppen hinweg einen Anstieg des Geschäftsklimaindex um 13 Punkte auf aktuell 96 Punkte. „Vor einem Jahr hatte die große Unsicherheit im Hinblick auf die Energieversorgung das Geschäftsklima im Handwerk deutlich nach unten gedrückt. Die Energiepreise sind zwar weiterhin hoch und belasten die Betriebe spürbar, der vergangene Winter hat jedoch gezeigt, dass die Versorgung gesichert werden kann“, sagt Eckhard Sudmeyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Zudem zeichne sich ab, dass der Höhepunkt der Inflation inzwischen überschritten sei.

An der Herbstumfrage der Handwerkskammer haben sich 474 Betriebe aus dem gesamten Kammerbezirk beteiligt. Aktuell beurteilt jeder zweite Handwerksbetrieb (49 Prozent) seine Geschäftslage als gut. Weitere 38 Prozent sind zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Während in der Vorjahresumfrage 55 Prozent von einer Verschlechterung der Geschäftslage in den Wintermonaten ausgingen, sind es jetzt nur noch 42 Prozent. Zugleich erwarten zehn Prozent eine verbesserte Geschäftslage (Vorjahr: fünf Prozent). Die Umsätze im Handwerk waren im dritten Quartal insgesamt rückläufig. Jeder dritte Betrieb meldet Umsatzeinbußen, 19 Prozent konnten ihre Umsätze steigern. Noch deutlicher ging der Auftragsbestand zurück. Dennoch blieb die Beschäftigung im Handwerk weitgehend stabil. Zwei Drittel der Betriebe hielten die Zahl ihrer Mitarbeitenden konstant, 16 Prozent melden einen Beschäftigungszuwachs. Während vor einem Jahr per Saldo noch 95 Prozent der Betriebe mit Preissteigerungen im Einkauf konfrontiert waren, ging dieser Anteil jetzt auf 55 Prozent zurück.

Während in allen anderen Handwerksgruppen der Geschäftsklimaindex nach oben geht, sackt er im Bauhauptgewerbe um acht Punkte auf 81 Punkte ab. „Das Bauhauptgewerbe ist vom Zugpferd zu einem Schlusslicht der Handwerkskonjunktur geworden. Die auf dem Baukrisengipfel in Berlin beschlossenen Maßnahmen müssen daher jetzt zügig umgesetzt werden“, sagt Sudmeyer. Andernfalls würden auch Teile des Ausbauhandwerks zunehmend in einen Abwärtssog geraten. Aktuell steht das Ausbauhandwerk mit einem Anstieg des Geschäftsklimaindex um vier auf 99 Punkte noch deutlich besser da. Am stärksten hat sich das Geschäftsklima im dritten Quartal im Kraftfahrzeughandwerk aufgehellt. Der Klimaindex steigt in dieser Gruppe um 52 Punkte auf 125 Punkte an. Ähnlich hohe Zuwächse gab es im Gesundheitshandwerk (plus 49 auf 111 Punkte) und im Nahrungsmittelhandwerk, wobei trotz des Anstiegs um 48 Punkte lediglich ein Indexwert von 81 Punkten erreicht wird. In den persönlichen Dienstleistungshandwerken (zum Beispiel Fotografen, Friseure, Uhrmacher) erholt sich der Geschäftsklimaindex um 29 auf 94 Punkte. Eine Aufhellung gibt es auch bei den handwerklichen Zulieferern, die vielfach für die Industrie tätig sind. Der Geschäftsklimaindex liegt in dieser Gruppe jetzt bei 93 Punkten (plus 21 Punkte).


In der Region Lüneburg, zu der auch der Landkreis Celle zählt, beurteilen 51 Prozent der Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage im dritten Quartal als gut, weitere 38 Prozent als befriedigend. Für die kommenden Monate erwarten neun Prozent eine Verbesserung der Geschäftslage, 52 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus. 39 Prozent erwarten eine schlechtere Geschäftslage. Der Geschäftsklimaindex liegt mit aktuell 99 Punkten um fünf Punkte über dem Vorjahreswert von 94 Punkten.




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