Helfen lernen beim Jugendrotkreuz


Fotos: Anke Schlicht

WINSEN/HAMBÜHREN/WATHLINGEN. Wie spontan und selbstlos Menschen anderen helfen, hat jüngst die Flüchtlingswelle und der Ukraine-Krieg insgesamt gezeigt. Für viele Hilfeleistungen braucht es keine Kenntnisse, andere verlangen ein gewisses Maß an Professionalität. Eine Chance, sich diese schon in jungen Jahren anzueignen, bietet das Jugendrotkreuz (JRK).

„Ich wollte was mit Erster Hilfe machen, damit ich im Notfall Menschen helfen kann“, nennt Hanna als Hauptmotiv, den Weg zum Ortsverein (OV) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Celle überhaupt gefunden zu haben. Und damit ist die 16-Jährige durchaus repräsentativ, der Wunsch taucht in Gesprächen mit Nachwuchs-Rotkreuzlern immer wieder auf.

„Es geht viel um Pädagogik“, führt Sam vom JRK Allertal einen anderen Schwerpunkt an. Wie so etwas in der Praxis aussehen kann, hat Lasse vom Ortsverein Wathlingen gerade demonstriert und sich dafür eigens einen weißen Kittel angezogen und ein Stethoskop umgehängt. Mit größtem Interesse verfolgte eine Gruppe von Kindern, wie ein verletzter Plüsch-Elch ins Teddy-Krankenhaus transportiert wurde. „Wir wollen die Kleinen an die Erste Hilfe heranführen, die Angst vor Ärzten nehmen und zeigen, wie man den Notruf bedient“, erläuterte Lasse. Gelegenheit für die spielerische Aktion, die gut angenommen wurde, bot der Gesundheitstag in Wathlingen, nur eine von drei Veranstaltungen, bei denen die verschiedenen JRK-Verbände in jüngster Zeit landkreisweit aktiv waren.

Ob Osterevents, 1000-Jahr-Feierlichkeiten oder das 50-jährige Jubiläum der Einheitsgemeinde Hambühren – das Rote Kreuz war vor Ort, mal allein als JRK wie beim „Hasenrasen“ in Winsen, mal in Kombination mit den "Großen“ wie in Wathlingen und Hambühren. Hier unterhielt das JRK einen Stand und versorgte die Besucher mit Bubble-Waffeln, während der Kreisverband als Teil der Blaulichtmeile die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes präsentierte.

Beim traditionellen „Hasenrasen“ des Gewerbevereins Winsen/Aller war indes ein Händchen für den richtigen Umgang mit Kindern gefragt. Von Beginn an stürmten die Kleinen die DRK-Hüpfburg. Die Vorsitzende des Ortsvereins Winsen/Aller Monika Meyer hatte sich eigens Verstärkung vom JRK Allertal geholt, denn die Nachwuchssparte muss nach langen erfolgreichen Jahren erst wieder aufgebaut werden. „Unsere Gruppe hat sich aus verschiedenen Gründen aufgelöst“, berichtet die Erste Vorsitzende. Ihr ist sehr an einem Neustart gelegen: „Wir suchen Kinder, die gerne mitmachen wollen, und Teamer, die die Kleinen in den Gruppenstunden anleiten und betreuen.“ Wer Lust hat, Helfen zu lernen beim DRK-Ortsverein Winsen/Aller wendet sich an 1.Vorsitz@drk-winsen.de oder jrk@drkcelle.de. Monika Meyer führt beiläufig einen Punkt an, der besonders für junge Leute interessant ist: „In Bewerbungen kommt das immer gut an.“





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