Großangelegte Alarmübung in Wathlingen: Feuerwehren und Rotes Kreuz trainieren

WATHLINGEN. Am 4. September fand in der Zeit von 18:00 bis 20:30 Uhr eine umfangreiche Einsatzübung am Rathaus Wathlingen statt. Ziel der Übung war es, das organisationsübergreifende Zusammenspiel der Ortsfeuerwehren Wathlingen und Nienhagen sowie der Bereitschaft und der Einheit für Großschadenereignisse (GSE) des DRK Celle in einem komplexen Szenario zu proben.
Alarmierung wegen unklarer Rauchentwicklung
Um 18:05 Uhr erfolgte die initiale Alarmierung der Einsatzkräfte mit dem Stichwort "B2 - Unklare Rauchentwicklung". Angenommen wurde eine unklare Rauchentwicklung in einem Gebäudetrakt längs zur Kirchstraße, die sich im weiteren Verlauf über den zentralen Flur auf weitere Gebäudeteile ausbreitete.
Zusätzlich zur Brandlage wurde eine Veranstaltung im Sitzungssaal des Rathauses mit etwa 10 Teilnehmern simuliert. Da sich diese Personen noch in einem rauchfreien Bereich befanden, bestand die Aufgabe der Feuerwehr darin, sie über einen zweiten Rettungsweg mithilfe eines Hubrettungsfahrzeugs über die Kirchstraße in Sicherheit zu bringen.
Feuerwehr rettet Dummys
Parallel dazu gingen mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in das Gebäude vor, um in den verrauchten Bereichen versteckte Dummys zu lokalisieren und zu retten. Darüber hinaus umfasste das Übungsszenario den Aufbau einer Löschwasserversorgung für einen Außenangriff sowie den gezielten Einsatz der IUK-Gruppe zur Unterstützung der Einsatzleitung.
Der medizinische Teil der Übung begann mit der Alarmierung eines ersten Rettungswagens (RTW). Die Besatzung dieses ersteintreffenden Rettungsmittels stand vor der Herausforderung, eine sogenannte MANV-Lage (Massenanfall von Verletzten) zu erkennen und die Alarmstufe selbstständig auf "MANV_15" zu erhöhen.
Aufgrund dieser Alarmstufenerhöhung wurde die DRK-Bereitschaft des Ortsvereins Celle alarmiert. Aus einem eingerichteten Bereitstellungsraum rückten im weiteren Verlauf zusätzliche RTW sowie der Einsatzleitwagen gestaffelt zur Einsatzstelle ab. Die primäre Aufgabe der Rettungskräfte bestand darin, eine Vorsichtung der betroffenen Personen durchzuführen und anschließend durch die GSE einen Behandlungsplatz zur weiteren medizinischen Versorgung aufzubauen.
Nach Abschluss aller simulierten Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen endete die Übung gegen 20:30 Uhr.
Text: Marcel Neumann














