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Green Deal der EU: Was kommt auf die Wirtschaft zu?


IHK Green Deal
Quelle: IHK Niedersachsen

HANNOVER. Klimaneutralität bis 2050 – das ist das plakative Ziel des europäischen „Green Deal“. Aber dahinter steckt weit mehr: Die „grüne“ Transformation der Wirtschaft wird viele Unternehmen in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen stellen, so die IHK Niedersachsen. Eine aktuelle IHK-Umfrage, an der sich knapp 160 Unternehmen aus Niedersachsen und Bremen beteiligt haben, spiegelt die Stimmung in der Wirtschaft wider. „Steigende Kosten, zunehmende Bürokratie und mehr Regulierung bei immer größerem Fachkräftemangel – das sind die Hauptsorgen der Unternehmen“, erklärt Björn Schaeper, Sprecher Umwelt der IHK Niedersachsen (IHKN). Jedes vierte Unternehmen befürchte Standortnachteile und sehe die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene

eingeschränkt.

„Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die meisten Unternehmen sehen im Green Deal zwar Risiken, aber auch Chancen“, erklärt Schaeper. Laut Umfrage versprechen sich 56 Prozent der Betriebe vom europäischen Green Deal einen Innovationsschub und ein besseres Marktumfeld für neue Technologien. Fast ebenso viele Unternehmen erwarten Chancen für eine unabhängigere

Energieversorgung. Jedes zweite Unternehmen rechnet damit, neue Geschäftsfelder oder Absatzmärkte erschließen zu können, und 45 Prozent hoffen auf zusätzliche Fördermittel oder neue Finanzierungsmöglichkeiten. „Ein kleiner Teil der Befragten – sechs Prozent – hat angegeben, das Ziel der Klimaneutralität im eigenen Betrieb bereits erreicht zu haben. Fast zwei Drittel der Unternehmen streben dies für die Zukunft an“, so Schaeper.


„Auf diesem Weg wollen wir die Unternehmen nun mit einer kostenlosen Online Seminarreihe praxisnah unterstützen“, erklärt der IHKN-Sprecher. Unter der Überschrift „Der Green Deal – mehr als Klimaneutralität 2050“ erhalten Interessierte erhalten am 27. April, 14:00 bis 16:00 Uhr, einen ersten Gesamtüberblick. Danach stehen jeden Monat spezielle Einzelthemen im Fokus: EU-Taxonomie, Biodiversität, Gebäudeeffizienz und Kreislaufwirtschaft sind nur einige Stichworte. Bis zum Jahresende sind noch acht Veranstaltungen geplant. An der Reihe sind alle niedersächsischen IHKs und die Handelskammer Bremen beteiligt.



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