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Glasfaserausbau und eigener Chatbot: Landkreis Celle treibt Digitalisierung voran

Glasfaserkabel vor einem Container und blauem Himmel.
Im Landkreis Celle sollen die „grauen Flecken“ bei der Internetanbindung verschwinden. (Symbolbild: Pixabay)

CELLE. Der Landkreis Celle unternimmt weitere Schritte hin zu mehr Digitalisierung. Mit dem eigenen Chatbot „Leo“ hat die Kreisverwaltung kürzlich ihr digitales Angebot erweitert. Der virtuelle Helfer steht Nutzerinnen und Nutzern rund um die Uhr auf der Homepage und im Portal des Landkreises zur Verfügung. „Leo“ soll bei Fragen und Anliegen unterstützen und bei Bedarf an die zuständigen Stellen weiterleiten.


Verlässlicher digitaler Mitarbeiter „Leo“


„Mit ‚Leo‘ gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung moderner Verwaltung“, sagt Landrat Axel Flader. „Der Chatbot soll den Bürgerinnen und Bürgern als verlässlicher erster Ansprechpartner dienen und gleichzeitig unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten.“ Mittelfristig sei das ein Gewinn für alle Beteiligten.


Bewertungen machen Chatbot besser


Benannt nach dem Löwen im Wappen des Landkreises, soll „Leo“ Tradition und moderne Technologie miteinander verbinden. Noch befindet sich der Chatbot in der Lernphase und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Nutzerinnen und Nutzer können Leos Antworten auf landkreis-celle.de bewerten und Kommentare hinterlassen, um die Qualität des Service zu verbessern.


„Graue Flecken“ bekommen Glasfaser


Für die Menschen vor Ort in den Gemeinden treibt der Landkreis Celle zudem den flächendeckenden Ausbau von Glasfaserleitungen für schnelles Internet voran. Im Mittelpunkt stehen die grauen Flecken, also die Gebiete mit aktuell sehr eingeschränkter Internetanbindung. Der Ausbau wird je nach regionalen Gegebenheiten auf zwei unterschiedliche Arten vorgenommen: Dem Betreibermodell oder dem Wirtschaftlichkeitslückenmodell.


Betreibermodell oder Wirtschaftlichkeitslückenmodell?


Das Betreibermodell wird im Norden des Landkreises Celle angewendet. Hier übernimmt der Landkreis den Bau von Leerrohren, Glasfaserkabeln, Technikgebäuden und Verteilerschränken. Unternehmen pachten anschließend diese Infrastruktur, übernehmen den Betrieb und bieten Internetdienste an. Im Süden des Landkreises Celle wird das Wirtschaftlichkeitslückenmodell umgesetzt. Unternehmen bekommen Zuschüsse, um Glasfasernetze auch in wirtschaftlich weniger attraktiven Gebieten auszubauen. Anschließend übernehmen sie Eigentum und Betrieb des Netzes.


„Mit dem Ausbau schließen wir die letzten digitalen Lücken in unserem Landkreis.“

„Schnelles Internet ist heute keine Option, sondern eine Notwendigkeit für Wirtschaft, Bildung und Verwaltung. Mit dem Ausbau schließen wir die letzten digitalen Lücken in unserem Landkreis“, betont Axel Flader. Das erste Vergabeverfahren wurde laut Kreisverwaltung bereits gestartet. Der Zuschlag soll Mitte 2026 erteilt werden. Wann die entsprechenden Ausbauarbeiten starten, ist noch nicht bekannt.

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