Gemeinsam für das Lehrschwimmbecken: Zukunftswerkstatt setzt starkes Zeichen
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FASSBERG. Es ging nicht um Fliesen, Technik und Fördermittel – es ging um die Frage, ob auch künftige Generationen in Faßberg schwimmen lernen können. Mit großem Engagement und spürbarer Ernsthaftigkeit diskutierten Ratsmitglieder, Vereinsvertreter, Verwaltung und interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der „Zukunftswerkstatt Lehrschwimmbecken“ im Rathaus über die Zukunft der Einrichtung. Die Leitung der Veranstaltung übernahm Bürgermeisterin Kerstin Speder, die durch den Allgemeinen Vertreter Jörn-Ulrich Golek sowie der Bauamtsleiterin Saskia Tschense bei der Durchführung unterstützt wurde.
Die Ausgangslage ist anspruchsvoll: Als Bedarfszuweisungsgemeinde steht Faßberg finanziell unter besonderem Druck. Jeder Euro muss sorgfältig abgewogen werden. Die Sanierung des Lehrschwimmbeckens ist nur möglich, wenn der Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent gesichert und die laufenden Betriebskosten – mindestens 22.000 Euro jährlich über einen Zeitraum von zehn Jahren – dauerhaft gedeckt werden können. Gleichzeitig muss die ursprünglich im Haushaltssicherungskonzept vorgesehene Schließung vollständig kompensiert werden.
Trotz dieser Herausforderung wurde in der Zukunftswerkstatt deutlich: Der Wille zum Erhalt ist stark. Vertreter der DLRG, des MTV Müden (Örtze), der Schule und Elternschaft, einige Ratsmitglieder sowie weitere Interessierte brachten zahlreiche Ideen ein. Diskutiert wurden zusätzliche Fördermöglichkeiten, Sponsoring durch regionale Unternehmen, Eintrittsmodelle sowie eine stärkere organisatorische Einbindung von Vereinen.
Neben der Finanzierung stand die künftige Nutzung im Fokus. Der Schwimmunterricht für Kinder bleibt zentrale Pflichtaufgabe. Darüber hinaus wurden Perspektiven als Ganztagsschulangebot, Vereinsnutzung, Kurse zur Wassergewöhnung für Kleinkinder sowie Angebote für Senioren erörtert. Klar wurde: Eine tragfähige Zukunft kann nur gelingen, wenn das Lehrschwimmbecken breit genutzt wird und so eine stabile Auslastung erreicht.
Die Bürgermeisterin dankte allen Beteiligten für die konstruktiven Beiträge und betonte, dass nun konkrete nächste Schritte folgen müssen. Die gesammelten Ideen werden ausgewertet, Finanzierungsmöglichkeiten weiter geprüft und Nutzungskonzepte konkretisiert.
Die Zukunft des Lehrschwimmbeckens bleibt eine große finanzielle Aufgabe – aber die Zukunftswerkstatt hat gezeigt: Der politische Wille und das bürgerschaftliche Engagement sind vorhanden, um gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Text: Gemeinde Fassberg














