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Gedenken an Kriegsgefangene in Belsen-Hörsten und Oerbke/ Bad Fallingbostel

  • Extern
  • vor 18 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Foto: Jörg Teichfischer
Foto: Jörg Teichfischer

BAD FALLINGBOSTEL. Anläßlich der Befreiung der Kriegsgefangenenlager 1945 hatten VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) und Gewerkschaftsinitiative zu Gedenkfeiern auf den Gefangenenfriedhöfen Belsen-Hörsten und Oerbke/ Bad Fallingbostel eingeladen. Charly Braun von der Gewerkschaftlichen Initiative für Frieden und Militär- und Rüstungskonversion, erläuterte die faschistischen Kriegsziele, wie sie Hitler bereits lange zuvor in seinem Buch „Mein Kampf“ veröffentlicht hat. Die Sowjetunion sollte bis zum Ural unterworfen und ausgebeutet werden, z.B. Öl von Baku und Weizen aus der Ukraine. Die Menschen sollten als Sklaven für Deutschland arbeiten. Der Nazi-Überfall kostete 27 Millionen sowjetischen Menschen das Leben. In den Lagern am Truppenübungsplatz Bergen hatten sie kein Dach überm Kopf. Verantwortet von der Wehrmacht starben über 50.000 Kriegsgefangene durch Verhungern, Seuchen und direktem Morden. Die Überlebenden errichteten nach der Befreiung über den Massengräbern Denkmäler. Verantwortliche deutsche Behörden ließen die Friedhöfe verkommen und rissen das Denkmal in Oerbke ab. Große internationale Delegationen beschwerten sich bei politisch Verantwortlichen. Gedenken wurde jahrzehntelang ver- und behindert.


Braun, der lange in der internationalen Jugendarbeit Bergen-Belsen tätig war schilderte auch, wie in den 1930er Jahren die Hohe Heidmark zum größten Truppenübungsplatz ausgebaut wurde und tausende Heidjer gegen ihren Widerstand ausgesiedelt wurden. Nach dem 2. Weltkrieg trainierte hier die British Army für Kriege ums Öl. Hier gab es schon immer Widerstand und Bürgerinitiativen. 1960 endete der erste deutsche Ostermarsch in Bergen-Belsen. 1966 wurde bei Ostenholz mit John Lennon der Antikriegsfilm „Wie ich den Krieg gewann“ gedreht. Bürgerinitiativen wehrten sich gegen militärische Belastungen und Gewerkschaften forderten normale kommunale Rechte und nach dem Briten-Abzug eine neue Wirtschaftsstruktur und die müsse sozial, ökologisch, nicht-militärisch sein. Die von einer Initiative durchgerechneten Pläne für ein UNESCO-Biosphärengebiet hätten mehrere tausend neue Arbeitsplätze gebracht. Stattdessen wird sichtbar aufgerüstet. „Hier begann Krieg und hier wird erneut Krieg trainiert“, war das Resumee des Gewerkschafters. Musikalisch hat das Duo "AgitPopular" die Mahn- und Gedenkfahrt begleitet.


Text: David Neubauer

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