Frischzellenkur für Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins Winsen

WINSEN. So sah es in Textilgeschäften aus, besonders in kleineren Orten auf dem Land. Es gibt sie schon lange nicht mehr, aber in Winsen/A. tut sich etwas, das - natürlich von Gewinnorientierung abgesehen - für eine Art von Ersatz sorgen könnte.
„Wir werden die Kleiderkammer ertüchtigen“, sagt der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Winsen, Burkhard Rüpke. Ein schweifender Blick durch den Präsentationsraum zeigt, das Team der Kleiderkammer hat bereits Änderungen vorgenommen. Die Ware hängt ansprechend geordnet nach Damen/Herren/Kinder, Größen und Art auf zahlreichen Ständern. Das Angebot ist überaus groß. „Im Moment haben wir Annahmestopp“, teilt die Leiterin der Einrichtung Monika Hagenah mit und fügt hinzu: „Uns fehlen die Kunden!“
Dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ist einer der Gründe, weshalb der Vorstand gemeinsam mit dem Team der Kleiderkammer in letzter Zeit einige Sonderöffnungstage anberaumt hat, an denen die Öffnungszeiten ausgedehnter als regulär sind und außerdem Kaffee und Kuchen serviert werden. „Und zu gewinnen gibt es auch etwas“, merkt Team-Mitglied Gudrun Stitterich an. Geschäftsleute aus Winsen haben Sachgegenstände und Gutscheine für die Tombola gespendet. Eifrig greifen die vielen Kundinnen in das Glas mit Losen.
„Jedes Lost gewinnt, Nieten gibt es bei uns nicht“, sagt Burkhard Rüpke, der sich sehr über das engagierte Team freut. Mit ihm möchte er die Kleiderkammer in jeder Hinsicht noch attraktiver gestalten. „Manche Leute wissen ja gar nicht, dass jeder und jede hierherkommen kann. Keiner wird nach Hause geschickt“, erläutert der Vorsitzende.
Das Neuerungskonzept sieht auch einen moderneren Namen vor. Ideen liegen bereits vor, feststeht: „Kammer“ passt nicht mehr, der Ausdruck wird ersetzt. „Wodurch, das entscheiden wir nicht allein als Vorstand, das nehmen wir mit in die kommende Mitgliederversammlung und fragen in die Runde: ‚Was haltet Ihr davon?‘“, sagt Burkhard Rüpke.
Das Ergebnis dürfte noch vor Weihnachten zu besichtigen sein.
Text: DRK














