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„Freude am Helfen“ – Neuer Celler THW-Chef Detlef Reiß


Neuer Celler THW-Chef Detlef Reiß Fotos: Peter Müller

CELLE. Am Donnerstag ist es so weit – dann wird Detlef Reiß offiziell und in einer Feierstunde mit geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung in das Amt des Ortsbeauftragten für den Celler THW-Ortsverband eingeführt. Er füllt diese Funktion, in die man für fünf Jahre gewählt wird, bereits seit dem 1. Februar dieses Jahres aus, daher fällt es ihm gar nicht leicht zu sagen, was sich mit dieser neuen Aufgabe für ihn nun verändert habe. „Wer im THW ist, weiß, dass er viel arbeiten muss“, antwortet er lachend auf die Frage.


Detlef Reiß kann durchaus als THW-Urgestein bezeichnet werden. Im Jahr 1985 trat er ein, da war er 22. „Ich bin geborener Pazifist, habe Spaß an Technik und Freude am Helfen“, nennt er als Motiv. Als Ehrenamtlicher, und das sind beim Technischen Hilfswerk, das organisatorisch dem Bundesministerium des Inneren unterstellt ist, 98 Prozent aller Helfer, erhält man eine mehrmonatige Grundausbildung. Nachdem der heute 59-Jährige diese absolviert hatte, brachte er sich zunächst als Kraftfahrer in einem Instandsetzungszug ein, avancierte zum Zugtrupp- und anschließend zum Zugführer.

Er war im vergangenen Jahr bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Einsatz und Jahrzehnte zuvor beim ICE-Unglück in Eschede. „Das können Sie nicht beschreiben“, blickt er zurück.


Das Aufgabenspektrum des THW ist vielseitig. So sorgte die Hilfsorganisation beim Moorbrand in Meppen im Jahr 2018 überwiegend für die Verpflegung der Helfer. Beim Brand in der Gärtnerei Lochte stand die Sicherheit der Polizei bei der Suche nach dem Brandauslöser im Vordergrund des Anforderungsprofils. Viele weitere Beispiele könnten genannt werden, das THW ist präsenter denn je, auch bei Veranstaltungen wie der „Celler Sicherheitsmeile“, wo es um die Eigendarstellung geht. Insgesamt habe die Bedeutung des THW in den vergangenen Jahren zugenommen, sagt der erfahrene Helfer und ergänzt: „Auch in der Wahrnehmung der Bevölkerung.“ Ausdrücklich lobt er die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen: „Das funktioniert, da besteht Kameradschaft. Diese Gemeinschaft der Hilfsorganisationen ist die Stärke des Katastrophenschutzes in Deutschland.“


Kameradschaft ist ein Schlüsselwort, wenn man etwas berichten möchte über den neuen Celler THW-Chef, der hauptberuflich als Prokurist bei der Volksbank arbeitet. „Einer muss für den anderen da sein, das ist es, wofür ich angetreten bin“, betont er. Ebenso wichtig ist ihm, dass „Kompetenz gelebt“ wird. „Ich will nicht das Nadelöhr sein, durch das erst alles durch muss“, erläutert er. Vielmehr solle eigenverantwortlich gehandelt werden. Sein drittes besonderes Anliegen ist die Nachwuchsförderung. Die THW-Jugendorganisatin ist eigenständig und nicht weisungsgebunden. Zum Ortsverband Celle gehört eine aktive Jugendgruppe für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren. „Wir haben keine Nachwuchsprobleme“, berichtet er nicht ohne Stolz.


Davon abgesehen ist Detlef Reiß ein Mann des Understatements und der Bescheidenheit. Ob er denn nun abschließend nicht doch sagen könne, was die bevorstehende offizielle Beauftragung mit Feierstunde für ihn bedeute. „Ach, es ist doch das Amt, vor dem der Hut gezogen wird, nicht die Person“, antwortet er und fügt hinzu: „Das THW ist eine wichtige und mehr als notwendige Organisation, die es versteht, kompetent zu helfen!“



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