"Fragen Sie Ihre Kandidaten" - Aktion von abgeordnetenwatch und CELLEHEUTE




HANNOVER/HAMBURG/CELLE. Besonders in der der jetzigen heißen Wahlkampfphase versprechen Politiker viel, zu oft immer den gleichen Themen und kümmern sich auch um "liegengebliebene Anliegen". Aber welche Fragen interessieren Sie persönlich? Alle Wähler in Niedersachsen können alle Direktkandidierenden zur Landtagswahl befragen - direkt hier auf CELLEHEUTE gemeinsam mit abgeordnetenwatch.de, die ihr Frageportal für die Landtagswahl in Niedersachsen am 9. Oktober online geschaltet hat.

Alle Direktkandidierenden aus den 87 Wahlkreisen haben ein Profil auf www.abgeordnetenwatch.de/niedersachsen und sind ganz einfach per Postleitzahl-Angabe zu finden, natürlich auch die aus dem Wahlkreis Celle/Uelzen.


Das Profil enthält für alle Direktkandidierenden einen kurzen Steckbrief, politische Ziele, Wahlkampfbilder und weiterführende Links. Im Profil werden auch Fragen der BürgerInnen sowie die dazugehörigen Antworten der Kandidierenden veröffentlicht. Dieser Dialog wird rund um die Uhr anhand des öffentlichen Moderations-Codex‘ von abgeordnetenwatch.de kontrolliert. Beleidigende oder diskriminierende Äußerungen werden ebenso wenig freigeschaltet wie Fragen zum Privatleben oder unbelegte Behauptungen. Sämtliche Fragen und Antworten bleiben auch nach dem Wahltag öffentlich. Die Wahlprogramme der Parteien und das Wahlrecht sind für Interessierte ebenso auf dem Portal zu finden.


„Ich bin der festen Überzeugung, dass Demokratie mit allen Ecken und Kanten die beste Staatsform ist“, sagt Ulrika Engler, Direktorin der niedersächsischen Zentrale für Politische Bildung. „Aber wer steht hier eigentlich zur Wahl? Wer hat welche Ziele und Pläne? Wer vertritt meine Interessen? Und was war mit dieser einen Aussage der Politikerin eigentlich genau gemeint? Um unsere Wahlentscheidung treffen zu können, braucht es gegenseitiges Interesse, Mut zur Transparenz, Lust auf Dialog, auf Fragen und vor allem: die Möglichkeit diese Fragen auch stellen zu können.“


Engler hat dieses Jahr die Schirmfrauschaft vom Wahlprojekt von abgeordnetenwatch.de übernommen und begründet diese Geste: „abgeordnetenwatch leistet hier einen wichtigen Beitrag für das öffentliche Gespräch, für Verständlichkeit und echte politische Information. Es begeistert mich, dass abgeordnetenwatch sich ganz klar jeder Desinformation entgegenstellt und z.B. dank des Moderationskodex Diskriminierungen, Hate Speech und übergriffigen Fragen erst gar keinen Raum bietet.“


Ghasal Falaki, Projektleiterin bei abgeordnetenwatch.de: „Der Dialog, den wir mit dem abgeordnetenwatch.de-Portal ermöglichen, schafft Vertrauen und ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit den Positionen der Politiker. Mit eigenen Fragen können Wähler ihre Interessen äußern und anhand der erhaltenen Antworten leichter eine persönliche Wahlentscheidung treffen.“


„In einer Zeit, in der digitale politische Bildung große Bedeutung gewonnen hat und Dialog zwischen der Zivilbevölkerung und PolitikerInnen enorm wichtig ist, soll abgeordnetenwatch.de die erste Adresse für WählerInnen sein, um ganz unkompliziert zu erfahren, wer die Kandidierenden im eigenen Wahlkreis sind, sich zu informieren und Fragen zu stellen“, so die Projektleiterin von abgeordnetenwatch.de.


Noch bis zum 8. Oktober 2022, dem Vorabend der Wahl, können alle Kandidierenden unter www.abgeordnetenwatch.de/niedersachsen befragt werden.


Auch nach der Wahl werden alle Profile, Fragen und Antworten öffentlich gespeichert, sodass das Wahlportal auch als digitales Wählergedächtnis dienen kann. Außerdem werden die gewählten Politiker auch im Landtag weiterhin auf abgeordnetenwatch.de befragbar sein.


Neben der Wahlplattform und der Dialogmöglichkeit wird abgeordnetenwatch.de ca. drei Wochen vor der Wahl auch einen eigenen, ganz persönlichen Kandidierenden-Check – die Wahlhilfe für die Erststimme – anbieten. Damit können Wähler anhand von 22 Thesen zur Politik in Niedersachsen herausfinden, welche Kandidierenden mit ihnen inhaltlich am meisten übereinstimmen. abgeordnetenwatch.de holt dafür aktuell die Standpunkte der Kandidierenden ein.

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