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Farbrätsel sucht Lösung - Um Mithilfe wird gebeten!

CELLE. Für die Profis, die an der Sanierung der Altstädter Schule arbeiten, sind die Möglichkeiten erschöpft. Nun können nur noch die Celler helfen. Gesucht wird die originale Fensterfarbe der von Otto Haesler Ende der 1920er Jahre erbauten „Glasschule“, die seinerzeit international für Furore sorgte. „Abgesehen von Publikationen in Deutschland verfügen wir auch über Artikel aus japanischen, amerikanischen und französischen Fachzeitschriften, aber fotografiert wurde damals nur in schwarz-weiß“, berichtet der Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) BauhausSchauhaus, Dr. Wulf Haack.


In den 1970er Jahren wurden die originalen Holzfenster ausgetauscht gegen solche aus Kunststoff. Nirgendwo im Gebäude fanden sich im Zuge der aktuellen denkmalgerechten Umgestaltung Farbreste, die hätten Aufschluss geben können. „Nur eines weiß man, die Fenster waren nicht weiß. Diese Tatsache lässt sich ableiten aus der Auswertung von Fotos“, teilt Haack mit. Sämtliche in Frage kommende Archive wurden durchforstet – ohne Ergebnis. Daher wendet sich die BI nun an die Celler Bevölkerung mit der Bitte, Familienalben durchzuschauen, ob es dort Bilder von Einschulungen in den 1930er bis späten 1950er Jahren zu entdecken gibt. Ende der 1930er Jahre verwendete man bereits Farbfotografie.


Eventuell befinden sich sogar noch originale Exemplare irgendwo in Celler Lauben von Klein- oder Hausgärten oder anderen Gebäuden. Diese Hoffnung gründet sich auf eine Erfahrung im Zusammenhang mit der ebenfalls von Otto Haesler errichteten Siedlung Blumläger Feld. Auch hier wurden in den 1970er Jahren die Fenster ausgetauscht. „Ich habe in dieser Siedlung Originalfenster finden können, die von den Bewohnern gerettet und in den Lauben wieder eingebaut wurden“, erzählt der Vorsitzende der Bürgerinitiative, dem darüber hinaus die Schilderung eines Augenzeugen Mut macht. „Er konnte sich an den Ausbau der Fenster in der Altstädter Schule erinnern und berichtete, auf dem Schulhof hätten Leute mit Autos oder Handwagen Schlange gestanden, um die Holzfenster mitzunehmen und für Gartenlauben, Frühlingsbeete und Wohnhäuser wiederzuverwenden.“ Heute böten sie die große Chance, auf Spuren der originalen Farbe zu stoßen. Sollte jemand über ein solches Exemplar verfügen oder vermuten, es handele sich darum, besteht kein Anlass zur Sorge, es abgeben zu müssen.


„Natürlich verbleiben diese Fenster an ihrem Standort und im Eigentum der heutigen Besitzer“, stellt Wulf Haack klar und weist eindringlich auf die Bedeutung der Lösung des Rätsels hin: „Der äußere Eindruck hängt von der Farbe ab. Denn die Fenster dominieren die Altstädter Schule, sie sind ihr Gesicht.“ Die BI strebt für das Gebäude die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe an. Für diesen Status ist unter anderem die alte Nutzung, die durch den späteren Einzug der Sprachheilschule gegeben ist, sowie die Sanierung so nah wie möglich am originalen Zustand von größter Bedeutung. Nicht nur, aber auch aus diesem Grund hofft die gesamte BI auf die Lösung des Farbrätsels mit Ihrer Hilfe.


Rückmeldungen werden erbeten an folgende Adresse: Dr. Wulf Haack, Eichhorststraße 15, 29227 Celle, Festnetz: 05141-980 067, mobil: 0170-78 58 650, E-Mail: drhaack@t-online.de




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